Cover-Story

Frauen Power: Sarah Jessica Parker, Michelle Obama und Kerry Washington

am 08.04.2015 um 16:38 Uhr

Frauen-Power – ein Begriff, der, auch wenn er oftmals inflationär verwendet wird, durchaus noch immer für eine ganz besondere Stärke steht. Die Stärke mutiger Frauen aus allen Gesellschaftsschichten, die sich überall auf der Welt für die unterschiedlichsten Anliegen einsetzen. In den letzten Monaten haben aber auch viele prominente Damen dazu beigetragen, dieser Kraft ein Gesicht zu geben. Emma Watson, Lena Dunham oder Angelina Jolie sind nur einige von ihnen. Nun geht ein Cover um die Welt, das dem Begriff Frauen-Power auf beeindruckende Art und Weise ein vollkommen neues Gesicht verleiht. Erfahren Sie hier und in der Fotoshow alles über das wohl stärkste Bild des Jahres.

Eine Frau, die uns Mode, New York und schmerzhafte Schuhe schmackhaft machte, die Ehefrau des mächtigsten Mannes der Welt und eine, die mit ihrer starken Serien-Rolle eine ganze Nation vor dem Fernseher vereint. Sarah Jessica Parker, Michelle Obama und Kerry Washington gehören zu den wohl einflussreichsten US-Frauen und posieren nun gemeinsam für ein Cover der amerikanischen Glamour. Warum? Das erfahren Sie hier.

Ein starkes Trio: Sarah Jessica Parker, Michelle Obama und Kerry Washington

Dass die First Lady Michelle Obama mit der First Lady der Schuhe und Taschen, Sarah Jessica Parker, und der momentanen First Lady des Fernsehens, Kerry Washington, gemeinsame Sache macht, erscheint Ihnen merkwürdig? Ist es aber nicht. Hierbei handelt es sich wie gesagt nicht nur um die momentan stärksten Frauen der amerikanischen Medienlandschaft, sondern um drei Frauen, die schon länger zusammen für das President’s Committee on the Arts and the Humanities (PCAH) arbeiten, welches 1982 von Präsident Reagan gegründet wurde. Eine Zusammenarbeit, die in Zukunft noch stärker ausgebaut werden soll, wozu allerdings noch nichts näheres bekannt ist.

Kurze Fashion-Notiz am Rande

Auch wenn die Absicht hinter diesem Zusammentreffen eine viel ernstere ist, als die Frage nach modischen Details, so sei auch hier kurz darauf eingegangen. Denn natürlich sind alle drei Frauen auch für ihren Stil und ihren modischen Einfluss bekannt. Die Kleider der drei Power-Frauen sind demnach perfekt aufeinander abgestimmt und in Weiß- und Nudetönen mit schwarzen Akzenten gehalten. Sarah Jessica Parker trägt ein feminin ausgestelltes ärmelloses Kleid von Oscar de la Renta mit schwarzen Blumen, Michelle Obama ein nudefarbenes Etui-Kleid mit schwarzen Details von Narciso Rodriguez und Kerry Washington ein weiß-roséfarbenes Kleid mit transparentem V-Ausschnitt, ebenfalls von Narciso Rodriguez.

Ein Interview über Militär und Familie

Im blauen Zimmer des Weißen Hauses nahmen die drei vor Kurzem Platz, um über ein Thema zu sprechen, das man mit diesem Trio nicht sofort verbinden würde. Es geht um die Unterstützung der Familien, deren Angehörige beim Militär gedient haben oder gar im Dienst ums Leben gekommen sind. Michelle Obama setzt sich seit 2011 besonders durch ihre Initiative Joining Forces für Militär-Familien ein, Sarah Jessica Parker berichtet hingegen im Interview, dass viele ihrer Freunde beim Militär sind und Kerry Washingtons Vater diente ebenfalls in der US-Armee.

In einem sehr persönlichen und emotionalen Interview sprechen alle drei Frauen von ihren ganz eigenen Erfahrungen, aber auch Vorstellungen, wie Familien und Angehörigen, aber vor allem auch Veteranen nach ihrem Dienst geholfen werden kann, die oftmals mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu kämpfen haben. Folgen, die nicht nur schwer für den Betroffenen selbst sind, sondern auch für sein gesamtes Umfeld bis hin zur beruflichen Ebene.

Ich möchte eines klar stellen – etwas, das jeder, der gedient hat, jeder Veteran, möchte, das wir das wissen – die Mehrheit der Menschen, die vom Militär-Einsatz zurückkehren sind vollkommen gesund… Aber wenn es jemanden gibt, der zu kämpfen hat… Wir müssen eine Kultur der offenen Arme und der Akzeptanz entwickeln, so dass Betroffene mit gutem Gewissen sagen können ‘Ich bin ein Veteran. Und übrigens, ich könnte ein bisschen Hilfe gebrauchen.’ Daran muss sich in diesem Land etwas ändern, dass eine psychische Krankheit nicht immer gleich mit einem Stigma einhergehen darf.“, so Michelle Obama.

Kerry Washington, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit diesem Thema gemacht und diese auch öffentlich gemacht hat, fügt hinzu: „Absolut! Ich habe das öffentlich gesagt, weil ich es ebenfalls sehr wichtig finde, diese Stigma endlich abzuschaffen. Mein Kopf und mein Herz sind mir sehr wichtig. Warum sollte ich ihnen also nicht genau die Hilfe zukommen lassen, die ich zum Beispiel auch meinen Zähnen gebe? Ich gehe zum Zahnarzt! Warum also auch nicht zum Psychiater?

Aber auch Sarah Jessica Parker sieht großen Handlungsbedarf: „Es gibt so viel, woran wir arbeiten müssen. Eine arbeitende Mutter zu sein, die dem Militär dient, aus dem Irak oder Afghanistan zurückkehrt – Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich fühle mich fast schon eingeschüchtert von ihrem Einsatz; ich schäme mich schon fast, dass ich nicht selbst gedient habe.

Ein wirklich sehr inspirierendes Interview, das in der Mai-Ausgabe der amerikanischen Glamour zu lesen sein wird und in dem man auch erfahren wird, wie die weitere Zusammenarbeit der drei Power-Frauen in Zukunft aussehen soll.

Erfahren Sie in unserer Fotoshow mehr zur Zusammenarbeit von Michelle Obama, Sarah Jessica Parker und Kerry Washington .

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