Schlaftipps

Heisse Sommernächte: So ist der Schlaf auch bei Hitze erholsam

am 29.07.2014 um 15:56 Uhr

Die einen wachen schweißgebadet auf, die anderen wälzen sich wild umher, wieder andere merken auf einmal um 3 Uhr nachts, wie durstig sie eigentlich sind und manche kommen erst gar nicht dazu einzuschlafen. Es ist Sommer! Und obwohl sich die Temperaturen nachts auf einen angenehmeren Grad abkühlen, machen uns diese zu schaffen und bringen uns um den allzu nötigen Schönheitsschlaf. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow hilfreiche Tipps, wie Sie im Sommer besser schlafen können und der Temperatur den Garaus machen.

Das Schlafzimmer ähnelt mehr einer Brutkiste als einem Wohlfühlraum und macht einem schon vor dem Zubettgehen klar, dass dies keine erholsame Nacht werden wird. Doch das muss nicht sein, denn auch bei Hitze lässt es sich gut schlafen.

Frische Luft ins Dunkel bringen

Kaum etwas wirkt sich positiver auf den Schlaf aus als frische Luft. Das ist ein Fakt. Allerdings macht es wenig Sinn, die Sonne am Tage erbarmungslos in die Räume strahlen zu lassen und die Wohnung somit auf Temperaturen des Regenwalds zu erhitzen. Besser ist es, die Fenster tagsüber zu verbarrikadieren. Dies ist natürlich dann am besten, wenn Sie selbst nicht im Dunkel sitzen müssen, sondern unterwegs sind. Dunkeln Sie die Räume ab und lassen Sie die Fenster geschlossen. Lüften sollten Sie nämlich am Abend, wenn es sich abgekühlt hat und auch der ein oder andere Windzug den Weg in Ihr Schlafzimmer finden kann. Sollten Sie nicht gerade an der Autobahn oder im Erdgeschoss wohnen, ist es auch ratsam, das Fenster sogar über die Nacht geöffnet zu lassen (achten Sie allerdings darauf, nicht in der Zugluft zu liegen). Von Raumkühlern, Klimaanlagen und Ventilatoren raten Schlafexperten ab, denn diese können zu Verspannungen, Unterkühlungen und Sommererkältungen führen und verbrauchen viel zu viel Energie für ihren Kühlungseffekt.

Summen, Stechen und Gestöre

Mücken und andere Insekten sind die größten Feinde des menschlichen Schlafs. Sie bringen uns dazu, nachts zum Kung-Fu-Künstler zu mutieren und selbst im Schlaf Kampfschläge auszuüben, die schlechtesten Falls im Gesicht unseres Partners enden. Stechmücken und Insekten können Sie ganz einfach mit Fliegengittern vom Schlafzimmer fernhalten, das ist klar. Diese gibt es im Baumarkt zum provisorischen Ankleben an den Fensterrahmen. Wer allerdings nichts von diesen wenig dekorativen Nützlingen hält, der sollte es einmal mit einem feuchten Laken vor dem Fenster versuchen. Dieses hält nicht nur lästige Insekten ab, sondern erfrischt auch gleichzeitig das Raumklima. Bestenfalls beträufeln Sie das Tuch noch mit Lavendelöl oder platzieren eine aufgeschnittene Zitrone davor und können sich direkt über angenehme Frische freuen, die nicht mit dem typischen Schlafzimmer-Mief zu vergleichen ist.

Mit oder ohne Schlafanzug

Viele Menschen schlafen vor allem im Sommer gern nackt und eventuell sogar ohne Decke. Zugegeben, die nächtlichen Temperaturen sind schon sehr verlockend. Die Gefahr, sich durch eine Unterkühlung zu erkälten jedoch ebenso groß. Und nicht nur das: Das Nacktsein ist in der Nacht außerdem ziemlich unhygienisch, wenn man bedenkt, dass der Körper mindestens einen halben Liter Flüssigkeit durch Schweiß verliert. Decken Sie sich stattdessen mit einer dünnen Schafschurwolldecke oder einem Bettlaken zu und kleiden Sie sich bestenfalls in leichten Schlafanzügen aus Naturfasern wie beispielsweise Baumwolle, die Schweiß gut aufnehmen. Synthetik-Kleidung sollten Sie bei den tropischen, nächtlichen Temperaturen lieber im Schrank lassen.

Die richtige Erfrischung

Eine kühle Dusche vor dem Schlafgehen ist schon etwas Tolles, man fühlt sich wie neu geboren. Und genau da liegt das Problem. Eine kühle Dusche kurbelt den Kreislauf enorm an, was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Körper wieder Wärme produziert und Sie zum Schwitzen bringt. Duschen oder Baden Sie stattdessen in lauwarmem Wasser, das wirkt zum einen entspannend und kühlt den Körper auf etwa 35,5 Grad ab. Wenn Sie dann noch eine kühlende Lotion mit beispielsweise Minze- oder Zitrus-Öl auf die Haut auftragen, sind Sie bestens für die Nacht gewappnet.

Die Sünden vor der Nacht

Alkohol und Zigaretten sind nicht gut, das weiß jeder. Allerdings geht es heute nicht darum, wie schädlich diese sind, sondern inwieweit sie unseren Schlaf beeinflussen. Demnach ist Alkohol zwar ein Schlummertrunk, der durchaus beim Einschlafen hilft, dessen Effekt jedoch schnell ins negative Gegenteil kippt. Der Abbau von Alkohol belastet den Körper, trocknet ihn aus und macht den Schlaf somit zu einem weniger tiefen und erholsamen. Das letzte Glas Ihres Lieblingsweins sollten Sie also bestenfalls drei Stunden vor dem Zubettgehen trinken. Ganz anders wirken Zigaretten. Nikotin verengt die Gefäße. Dadurch kann der Körper Wärme schlechter abgeben und Sie schwitzen weitaus mehr. Die letzte Zigarette sollte daher etwa zwei Stunden vor dem Schlafen geraucht werden, im besten Fall natürlich gar nicht.

Richtig essen und trinken

Das richtige Essen und Trinken kann sich enorm auf den Schlaf auswirken. Essen Sie beispielsweise zu gehaltvoll, belasten Sie Ihre Verdauung und verspüren ein unangenehmes Völlegefühl, welches zwar im ersten Moment schläfrig macht, den Schlaf jedoch stört. Auch zu viel Wasser ist kurz vor dem Schlafengehen nicht gut, da Sie nachts höchstwahrscheinlich durstig aufwachen werden. Versuchen Sie lieber, etwa drei Stunden vor dem Schlafen die letzte Mahlzeit zu sich zu nehmen, die idealerweise aus leichter Kost wie Fisch, Gemüse, Obst oder auch der ein oder anderen salzigen Knabberei besteht. Obwohl Kohlenhydrate müde machen und Glückshormone stimulieren, sind Sie vor dem Schlafen nicht gut. Greifen Sie besser zu grünen Blatt- oder Kopfsalaten, denn diese wirken beruhigend auf das Nervensystem und enthalten sogar schlaffördernde Pflanzenstoffe. Trinken sollten Sie vor allem im Sommer reichlich, tagsüber etwas bis zu drei Liter, vor dem Schlafen macht sich eine Flasche Wasser allerdings nicht mehr so gut. Trinken Sie lieber einen kleinen Schluck bevor Sie zu Bett gehen. So vermeiden Sie, dass Sie nachts durstig aufwachen.

Das allabendliche Workout

So vorbildlich es auch ist, wenn Sie abends noch eine Runde joggen gehen oder Ihr Workout Zuhause absolvieren, lassen Sie zwischen der Anstrengung und der nächtlichen Entspannung allerdings eine reichliche Zeitspanne. Obwohl Sport an Sommerabenden für lange Zeit als absoluter Schlafkiller galt, wurde von schlafmedizinischen Studien bestätigt, dass vor allem moderater Ausdauersport durchaus schlaffördernd ist. Dieser sollte dann allerdings bis mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen abgeschlossen sein. Anderenfalls werden Sie merken, wie sehr Sie dieses Workout aufgeputscht hat und nur schwer Ruhe finden.

Wie Sie auch bei sommerlicher Hitze gut schlafen können, zeigen wir Ihnen mit diesen und weiteren Tipps in unserer Bildergalerie.

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