Schlank im Schlaf: Wie und ob die Diät funktioniert

am 29.06.2013 um 15:26 Uhr

Im Bett schlank werden? Nein, nicht woran Sie jetzt denken, obwohl dabei auch recht viele Kalorien verbraucht werden. „Schlank im Schlaf“ heißt das Abnehm-Konzept, auf das viele inzwischen vertrauen. Die Trennkost-Variante verspricht durch Verzichten auf bestimmte Lebensmittel zu bestimmten Uhrzeiten eine schnelle Gewichtsreduktion. Was dahintersteckt und ob es sich wirklich lohnt, verraten wir Ihnen hier.

Sommerzeit heißt Bikinizeit, heißt: Wir müssen unseren Winter-Speck loswerden und wieder mehr Sport treiben, damit wir uns vielleicht dieses Jahr trauen, mal an den Strand zu gehen. Doch bei dem ein oder anderen sind über den gemütlichen Teil des Jahres doch ein paar Pfündchen mehr auf den Hüften erschienen – wo auch immer die plötzlich herkommen. Da müssen härtere Geschütze aufgefahren werden: Eine Diät muss her. Schnell sind im Internet die neuesten Hollywood-Trend-Diäten ergoogelt, doch eigentlich hat frau dafür gar keine Zeit. Im Büro mal schnelle eine komplette Mahlzeit kochen? Nicht wirklich!

Schlafmützen aufgepasst!

Während Sie noch die Seiten bei Google nach einer besseren Variante durchsuchen, fällt Ihr Blick auf eine ganz besondere Headline: „Schlank im Schlaf“. Klingt einfach und schnell, doch was genau steckt dahinter und hilft die Methode wirklich, um die lästigen Kilos wieder loszuwerden?

Trennkost neu interpretiert

„Schlank im Schlaf“, die 2006 von Internist Detlev Pape erstellte Diät mit einem gleichnamigen Buch, setzt auf eine Art Trennkost. Kurz gesagt soll der Abnehm-Willige am Morgen ausreichend Kohlenhydrate zu sich nehmen, aber kein Eiweiß, am Mittag beides in Kombination, aber natürlich immer alles gesund, und am Abend dann viel Eiweiß, wie zum Beispiel Fisch, Fleisch, Gemüse und Milchprodukte, und keine Kohlenhydrate. Die Menge und der Umfang an Essen richten sich dabei nach einem vorher ausgerechneten BMI, der dann aussagt, wie viel Gramm Sie von welchem Lebensmittel zu welcher Tageszeit verspeisen dürfen. Zwischen den drei Mahlzeiten sollten dann noch fünf Stunden liegen und schon sollten sich erste Ergebnisse einstellen.

Spieglein, Spieglein an der Wand

Dabei im Zentrum steht der Insulinspiegel. Das Hormon wird nach dem kohlehydratreichen Essen verstärkt von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, damit der Blutzucker abgebaut wird. Allerdings legt es auch Fettspeicher an. Diesen holt es sich aus zum Beispiel Kohlenhydraten: Isst man davon wenig, wird wenig Insulin produziert, das dann wiederum kein Fett speichern kann. Klingt eigentlich ganz logisch.

Carbs or no carbs, that is the question!

Jedoch sättigen Kohlenhydrate und vermeiden aufkommenden Heißhunger. Deswegen besagt die „Schlank im Schlaf“-Diät, dass man morgens und mittags richtig reinhauen soll, damit man über den Tag kommt und auch das Gehirn mit genügend Energie versorgt wird, um die Arbeit gelassen hinter sich zu bringen. Vollkornprodukte und Haferflocken zum Beispiel sind sogenannte „slow carbs“ und sättigen über einen langen Zeitraum und werden besonders empfohlen. Fünf Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten soll bewirken, dass der körpereigene Kohlehydratspeicher entleert wird, da der Insulinspiegel komplett absinkt. Der bewusste Verzicht auf Carbs am Abend schafft, dass über Nacht wenig bis gar kein Insulin ausgeschüttet wird, was die Fettverbrennung des Nachts begünstigen soll. Die Regenerierung des Körpers im Schlaf aus den Fettdepots lässt die Anzeige auf der Waage von Tag zu Tag freundlicher aussehen.

Probieren geht über Studieren

Ganz wichtig: Wasser, ungesüßter Tee oder Kaffee sind erlaubt, ein Glas Alkohol am Abend sei wohl auch nicht tragisch, aber auf Säfte oder sogar Soft-Drinks sollte komplett verzichtet werden. Doch bringt diese Art der Trennkost wirklich die erhofften Ergebnisse? Wird man dadurch wirklich schlank im Schlaf? Oftmals wird die Diät als viel zu anstrengend definiert und nur sehr disziplinierten Menschen empfohlen. Jedoch sind alle Diäten, besonders am Anfang, nur unter höchster Konzentration und mit viel Ausdauer zu überstehen, da damit immer ein Verzicht einhergeht. Jedoch wissen wir alle nur zu gut, dass nicht jede Diät bei jedem Typ Mensch wirklich fruchtet. Ausprobieren kann man das Ganze ja ruhig mal, aber wie wir bereits schon einmal sagten: Erwarten Sie nicht zu schnell zu große Ergebnisse. Das demotiviert nur. Schlank im Schlaf wird man also nicht so leicht, wie es sich im ersten Moment anhört, aber Probieren geht ja bekanntlich über Studieren.

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