Black is always back: Warum Schwarz immer im Trend ist

am 05.12.2012 um 11:13 Uhr

Die Geschichte der Nichtfarbe ist durchzogen von glamourösen Filmen, schönen Frauen und einmaligen Momenten der Zeit: Warum sich Schwarz als Klassiker behauptet hat und von den Designern immer wieder neu interpretiert wird.

In den zwanziger Jahren tauchte es zum ersten Mal auf – das viel zitierte kleine Schwarze . Zu verdanken haben wir dies Coco Chanel, einer Frau, die schon früh um die Wirkung der berühmten Nichtfarbe wusste. Mit einem schwarzen Pullover und zahlreichen Perlenketten revolutionierte sie die Modewelt. Wer erinnert sich nicht an den Filmklassiker “Frühstück bei Tiffany” aus dem Jahr 1961, in dem die grazile Audrey Hepburn zeigt, warum eine jede Frau mindestens ein kleines Schwarzes in ihrem Kleiderschrank haben sollte. Das ist viele Jahre her.

Modefarbe: Schwarz

Seitdem gilt Schwarz als Klassiker der Mode. Schwarz lediglich als Trendfarbe zu bezeichnen, wäre daher eine glatte Untertreibung. Schwarz kann viel mehr. Es ist die Farbe des höflichen Understatements, des Ausdrucks und der Extravaganz. So ist die Farbe vielseitig wie keine andere – wirkt sie zum einen feierlich, seriös und streng, kann sie auf der anderen Seite ebenso sexy, feminin und geheimnisvoll sein. Anziehend und unnahbar zugleich. Sie legt den Fokus auf das Wesentliche. Viele Stars setzen auf den roten Teppichen dieser Welt deshalb verstärkt auf Schwarz. Schwarz wirkt dramatisch, aber nicht aufgesetzt, dominant, aber nicht überheblich – und schmeichelt jedem Frauentyp.

Die Liebe zum kleinen Schwarzen

Karl Lagerfeld schenkt aktuell mit seiner Ausstellung “The Little Black Jacket”, einer Hommage an die kleine schwarze Jacke von Chanel, der Farbe Schwarz besonders viel Aufmerksamkeit. Er lichtete rund 113 Schauspieler, Models und Künstler wie Vanessa Paradis, Claudia Schiffer, Charlotte Gainsbourg und Kirsten Dunst für seine Bilderserie mit dem ikonischen Kleidungsstück ab. Alle Aufnahmen sind in Schwarz-Weiß und untermalen den unsterblichen Look des Chanel-Bestsellers.

Doch nicht nur Kleidung profitiert von der ewigen Trendfarbe: Die Chanel 2.55 wird gern als Grundstein einer Handtaschen-Sammlung bezeichnet. Sie begeistert seit Mitte des 20. Jahrhunderts und gehört zu bedeutenden Kreationen der Modegeschichte. Mittlerweile ist sie nicht mehr nur eine Handtasche, sondern ein Modeklassiker. Ist die ursprüngliche Farbe der 2.55 Schwarz, gibt es sie mittlerweile in über 30 neuen Modellen pro Jahr, die im Rahmen der acht Chanel-Kollektionen präsentiert werden.

Immer wieder Schwarz

Auch in diesem Winter feiern Designer wie Karl Lagerfeld für Chanel, Stefano Pilati für Yves Saint Laurent, Domenico Dolce und Stefano Gabbana sowie Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli für Valentino die Königin unter den Farben in den unterschiedlichsten Formen und Materialien. Besonders Leder, Spitze und Chiffon sind beliebte Elemente. Dabei bekommt die Farbe eine besonders mystische Wirkung.

Die italienische Luxusmarke Gucci bringt auf der Mailänder Modewoche hauptsächlich Schwarz auf den Laufsteg. Durch die Vielfalt an Materialien, von Seide über Samt bis hin zu Brokat und Federn, bekommt Schwarz bei Gucci ständig neue Nuancen und Facetten. Dazu wirken barocke Einflusse wie Rüschen, Applikationen und Drucke prunkvoll und auffällig. So wird Schwarz bewusst als Stilmittel eingesetzt und unterstreicht die überirdische Wirkung.

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