Selbstgespräche

Habe ich das gerade laut gesagt? Warum wir mehr Selbstgespräche führen sollten

am 23.10.2015 um 16:37 Uhr

Fast jeder hat es schon Mal getan. Laut geflucht, sich mit den eigenen Worten motiviert oder im Auto über andere geschimpft. Selbstgespräche gehören für die meisten Menschen zum Alltag. Und das ist keineswegs schlecht – es ist das natürlichste der Welt. Und das Gute ist, sie wirken sich positiv auf unser Selbstbewusstsein und unsere Produktivität aus. Also, hören Sie nicht auf damit, sondern lernen Sie hier und in unserer Bildergalerie , wie sie durch Selbstgespräche Stress abbauen und noch erfolgreicher werden.

Selbstgespräche sind das natürlichste der Welt. Für Kinder ist es ganz normal, zu sich selbst zu sprechen. Sie ordnen so ihre Gedanken, verarbeiten Eindrücke oder reflektieren ihre Entscheidungen. Etwa bis zu ihrem fünften Lebensjahr finden die Unterhaltungen mit dem eigenen Ich laut statt, später artikulieren sie ihre Gespräche nur noch gedanklich. Auch als Erwachsener führt man diese inneren Monologe weiter. Dabei sprechen wir sie meist nur aus, wenn wir alleine sind und uns über uns selbst oder andere ärgern.

Warum Sie Selbstgespräche führen sollten

Selbstgespräche sind also ganz normal und fast immer etwas Gutes. Sie können als Ventil für Wut und Trauer fungieren oder durch ein lautes Jubeln Glücksgefühle maximieren.

Die persönlichen Monologe können zudem eine beruhigende Wirkung haben und Stress abbauen. Außerdem verhindern sie, dass wir negative Gefühle wie Trauer und Wut in uns hineinfressen.

Erfolgreich durch Selbstgespräche

Dass Selbstgespräche nicht nur motivieren können, sondern tatsächlich zu größeren Erfolgen führen ist inzwischen sogar wissenschaftlich bewiesen. Menschen, die ein Problem lösen, während sie mit sich selbst reden, arbeiten effektiver und kommen schneller auf die Lösung als Menschen, die ihre Gedanken nicht laut äußern. Durch Selbstgespräche werden nämlich die Gedanken ganz automatisch strukturiert, was wiederum die Leistungsfähigkeit verbessert.

Der Guide zum guten Selbstgespräch: So finden Sie die richtigen Worte

1. Die Macht des positiven Denkens

Gedanken beeinflussen unsere Gefühle und unser Handeln. Deshalb sollten Sie Ihre Worte, auch wenn Sie sie nur innerlich aussprechen, mit Bedacht wählen und positiv formulieren. Vermeiden Sie Sätze wie „Das schaffst du wieder nicht“ und sprechen sie stattdessen lieber positiv zu sich selbst: „Von jetzt an kann es nur noch besser werden“.

2. Ehrlichkeit währt am längsten

Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Denn eine ehrliche Analyse Ihrer Schwächen und Stärken bringt Ihnen unglaublich viel. Zum einen lernen Sie daraus, was Sie beim nächsten Mal besser machen können. Zum anderen fällt es Ihnen so leichter, Ihre Selbstwahrnehmung nicht auf negative Weise zu pauschalisieren. Denn Sätze wie „Das ist ja wieder typisch für dich“ sind verhängnisvoll und verursachen Minderwertigkeitskomplexe.

3. Werden Sie zum Organisationstalent

Selbstgespräche helfen Ihnen, ihren Alltag besser zu organisieren. Sagen Sie laut vor sich hin, woran Sie vor dem Losgehen noch denken müssen oder gehen Sie ihren Tagesablauf noch einmal durch. So können Sie sich zum einen die einzelnen Punkte besser einprägen, zum anderen merken Sie sofort, wenn es Widersprüche oder organisatorische Engpässe gibt.

4. Die richtige Formulierung finden

Nicht nur inhaltlich ist es wichtig, die richtigen Worte zu finden. Auch die Formulierung spielt eine große Rolle. Wer in der Ich-Form mit sich selbst spricht, fokussiert vermehrt Unsicherheit und Angst. Wird im Selbstgespräch jedoch die Du-Form verwendet, macht man sich weniger Sorgen und ist konstruktiver. Achten Sie also beim nächsten Monolog mal auf Ihren Sprachgebrauch.

Warum Sie zu ihren persönlichen Dialogen stehen sollten und welche positiven Effekte Selbstgespräche haben können , zeigen wir Ihnen in der Bildergalerie. 

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