Silvester

Andere Länder, andere Sitten: Zehn Silvesterbräuche aus aller Welt

am 30.12.2015 um 13:39 Uhr

Das Jahr ist fast vorbei und die Silvesterplanung dürfte bei vielen mittlerweile auch schon abgeschlossen sein. Auf dem Programm stehen bei uns in Deutschland, neben einem reichhaltigen Essen und einigen Flaschen Sekt, typischerweise Bräuche wie Raketen in die Luft schießen, Bleigießen und kleine Schornsteinfeger-Figuren, am besten noch mit vierblättrigem Kleeblatt in der Hand, als Glücksbringer verschenken. Dazu, wie immer, „Dinner for one“ einschalten, eben „the same procedure as every year“. Doch wie geht es in der letzten Nacht des Jahres eigentlich in anderen Ländern zu? Welche Bräuche und Sitten sich bei internationalen Silvesterfeiern abspielen, verraten wir Ihnen hier und in der Fotoshow .

Möglichst laut, bunt und feuchtfröhlich wird das neue Jahr in Deutschland begrüßt. Doch dieses Prozedere findet nicht überall auf der Welt statt: In einigen Ländern geht es besonders ruhig zu, in anderen gehören wiederum spezielle Speisen zu den Silvester-Feierlichkeiten dazu. Diese Silvesterbräuche führen rund um die Welt ins Neujahr.

Rote Unterwäsche in Italien

Bei den Italienern geht es an Silvester so heißblütig her, wie man es von ihnen erwartet: Die gesamte Bevölkerung kleidet sich dann nämlich in rote Unterwäsche. Denn Boxershorts, Spitzenhöschen und Co. in der feurigen Farbe sind das Must-have in der Neujahrsnacht und das aufregende Pendant zum deutschen Schornsteinfeger mit Kleeblatt. Wer in der Silvesternacht rote Dessous trägt, soll im kommenden Jahr von Glück und Erfolg gesegnet sein. Weil dieser Brauch eine so beliebte Tradition bei den Italienern ist, bringen viele Kaufhäuser und Unterwäsche-Geschäfte um die Jahreszeit extra rote Kollektionen heraus, sodass auch wirklich jeder mit der passenden Unterwäsche versorgt ist.

Weintrauben-Nascherei in Spanien

Mit einer lustigen, kulinarischen Sitte wird das neue Jahr in Spanien eingeläutet: Wenn die Glocke um Mitternacht 12 Mal schlägt, wird sich bei jedem Schlag eine Weintraube in den Mund geschoben. Wer sich verzählt, den erwarten im kommenden Jahr natürlich Pech und Unheil. Auch der spanische Brauch hat im Land schon längst Kultstatus erreicht und kommt deswegen den Besitzern der örtlichen Supermärkte zu Gute: Denn in den Tagen vor Silvester gibt es dann Trauben in Hülle und Fülle zu erstehen, ob frisch oder in passenden Portionen in Konservendosen abgefüllt. Und wer kurz vor 12 noch immer ohne Trauben da steht, der kann sich bei Straßenhändlern noch ein Dutzend der süßen Früchtchen kaufen, natürlich zu entsprechenden Preisen. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Glück?

Typische Nonchalance in Frankreich

Elegant, ruhig und ungezwungen geht es bei den Franzosen an Silvester zu. Statt lauter Böllerei und wilder Parties heißt es bei unseren Nachbarn lieber: Freunde und Verwandte einladen und in geselliger Runde typische Landesspezialitäten wie ein Glas Champagner und Foie Gras, also Stopfleber, genießen. Wer Silvester in der Landeshauptstadt Paris verbringen möchte, der sollte sich ebenfalls auf eine besonders ruhige Nacht einstellen: Denn dort sind private Feuerwerke strengstens verboten. Natürlich findet zum Beispiel am Eiffelturm trotzdem ein organisiertes Feuerwerk statt, über das sich Einwohner und Touristen um Mitternacht freuen können.

Altlasten zerschreddern in Argentinien

Die Argentinier schließen ihr Jahr ganz konsequent ab: Sie zerschreddern vor der Silvesternacht alle nicht mehr benötigten Unterlagen und Akten, eben alles, was sich über das Jahr an Lasten angestaut hat und werfen es in einem Papierschnipsel-Regen aus dem Fenster. So befreien sie sich wortwörtlich von den Altlasten des vergangenen Jahres und sorgen auch bei dauerhaft sommerlichen Temperaturen für ein Schnee-ähnliches Gestöber auf den Straßen. In der Silvesternacht selbst wird dann aber ähnlich wie hier in Deutschland mit einem Glas Sekt angestoßen und ein frohes, neues Jahr auf Spanisch gewünscht: „Feliz Año Nuevo!“

Linsensuppe und „Auld Lang Syne“ in den USA

Vor allem in den amerikanischen Südstaaten setzen man am Silvesterabend auf Linsen oder Linsensuppe als Glücksspeise. Die Hülsenfrüchte sollen im kommenden Jahr für Glück und vor allem Geldsegen sorgen, da sie vom Aussehen her an kleine Münzen erinnern. Außerdem wird in den gesamten USA an Silvester gerne traditionell das alte, schottische Volkslied „Auld Lang Syne“ gesungen, um das vergangene Jahr zu verabschieden.

In unserer Fotoshow verraten wir Ihnen noch fünf weitere Silvesterbräuche aus anderen Ländern .

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