Beauty-Tipps

Die perfekte Sommerbräune: Experten-Tipps zum richtigen Sonnenbaden

am 12.08.2014 um 16:16 Uhr

Kommen Sie gerade frisch aus dem Urlaub und Ihr Teint strahlt bereits wie von der Sonne geküsst? Oder steht der Jahresurlaub noch vor der Tür und Sie wollen sich auf die kommenden, ausgiebigen Sonnenbäder am Strand vorbereiten? Wir sprachen mit der Dermatologin Dr. Andrea Küchler aus Berlin Mitte, die uns Ihre Experten-Tipps für die perfekte Sommerbräune verriet. Erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow alle wichtigen Fakten rund um makellos gebräunte Haut und welche Vor- und Nachbereitung bei Ihrer Haut sinnvoll ist, um den Urlaubsteint möglichst gesund und lange zu behalten.

Sonnengebräunte Haut sieht gesund aus und lässt uns strahlen. Doch beim Sonnenbaden werden allzu oft  Fehler gemacht, die der Haut kurzfristig und im schlimmsten Falle unserer Gesundheit langfristig schaden können. Deshalb sollte man einige Tipps beachten, um eine gesunde und auf natürliche Weise perfekt gebräunte Haut zu erzielen.

Bräune ist nicht gleich Bräune

Grundlegend ist zunächst einmal festzuhalten, dass der Grad der Bräune immer vom individuellen Hauttyp abhängig ist. Dieser ist maßgeblich durch Vererbung festgelegt, lässt sich daher natürlich auch leider nicht beeinflussen und ist bestimmend dafür, wie braun wir überhaupt werden können. Zudem spiele die individuelle Fähigkeit der Pigmentzellen, wie viel Melanin sie bilden können, in die natürliche Bräunung mit ein, erklärt die Dermatologin Dr. Andrea Küchler. Von Natur aus hellhäutige, blonde oder rothaarige Typen sollten von daher gar nicht erst versuchen, eine starke Bräune durch Power-Sonnen zu erzielen, denn das ist schlichtweg nicht möglich und endet eher in einem schlimmen Sonnenbrand: „Biologie kann man nicht außer Kraft setzen“, resümiert Dr. Küchler, „das Ziel sollte niemals eine möglichst starke Bräune sein, sondern das allmähliche Erreichen der individuell möglichen Bräune ohne Sonnenbrand.“

Neben den natürlichen Voraussetzungen sollte man auch bedenken, dass es verschiedene Arten von Bräune gibt, die die Haut aufbaut. Das ist unter anderem die leichte „Sofortbräune“, die durch UVA-Strahlen ausgelöst wird, sich schnell aufbaut und mindestens genauso schnell wieder verschwindet. Außerdem gibt es noch die „Tiefenbräune“, die durch UVB-Strahlen auf der Haut entsteht und etwas länger zum Aufbauen braucht, dafür aber auch langanhaltender ist, wie Dr. Küchler erklärt. Auf diese sollte langfristig und vorsichtig hingearbeitet werden, statt auf die ungesunde, kurzfristige Bräune.

Den Sommer-Teint gemächlich angehen

Die Haut schonend zu bräunen, hilft dabei nicht nur gegen unschönen, schmerzenden Sonnenbrand, sondern bewahrt uns auch vor langfristigen Schäden, die erst nach Jahren oder sogar Jahrzehnten zum Vorschein kommen können in Form von unschönen, dunklen Hautflecken und einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Um das zu umgehen, sollte man einige Dinge beachten, wie uns Dr. Küchler verrät: „Mindestens 30 Minuten vor dem Sonnen ausreichend Sonnenschutz großzügig auftragen und sowohl im Süden als auch in den Bergen mit Lichtschutzfaktor 50 beginnen.“ Viele Sonnenanbeter schreckt der hohe Faktor ab, doch: „Auch damit wird man noch braun, nur langsamer und somit gesünder.“ Dazu ist es wichtig, immer wieder nachzucremen, denn auch wasserfester Schutz verschwindet bei zu starken, äußeren Einwirkungen wie Reibung. Erst bei deutlich gebräunter Haut kann man auf eine Sonnencreme mit niedrigerem, aber nicht zu geringem Lichtschutzfaktor umsteigen, denn niemand schmiert sich die Creme perfekt auf die Haut: „Der effektive Schutz ist daher eher geringer“. Viele Sonnenschutz-Produkte besitzen mittlerweile übrigens multifunktionale Fähigkeiten und eignen sich zusätzlich als Anti-Aging-Pflege oder als Creme-Basis unter Make-Up und Co.

Gerade, wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist, rät die Dermatologin zu vielen Sonnenpausen im Schatten, warnt aber gleichzeitig davor, diese Plätze zu unterschätzen: „Auch im Schatten, zum Beispiel unter Bäumen oder dem Sonnenschirm, bekommt man noch 65% Sonnenlicht ab.“

Sommerbräune nicht künstlich verlängern

Ist die Haut dann erstmal gebräunt, möchte man den Teint natürlich möglichst lange beibehalten. Doch auch hier heißt es wieder: Unser Hauttyp bestimmt, wie lange wir wie eine Sonnengöttin aussehen dürfen. Das können wenige Wochen bei helleren Typen bis zu mehrere Monate bei dunklen Typen sein. Viele versuchen daher, ihre Bräune auf künstliche Weise durch den Gang auf die Sonnenbank zu verlängern. Davon rät Dr. Küchler ab: „Das ist medizinisch nicht empfehlenswert, weil das UVA-Licht aus dem Sonnenstudio Falten macht.“

Finger weg von bestimmten Beauty-Produkten

Um den natürlich gebräunten Teint auch so ebenmäßig zu behalten, wie er ist, sollte auf bestimmte Schönheitsmittelchen gerade zur Urlaubszeit verzichtet werden. Dazu zählt vor allem Parfüm, dessen ätherische Öle in Verbindung mit der Sonne im schlechtesten Falle zu einer phototoxischen Reaktion auf der Haut führen und unschöne, braune Flecken entstehen lassen: „Die verschwinden zwar auch irgendwann wieder, aber das kann Monate dauern“, warnt die Dermatologin. Mit Peeling-Produkten für die Haut kann man die Bräune zwar nicht direkt wegschrubben, doch dennoch bewirken sie eine schnellere Regeneration der Haut und können die Bräune daher leichter verschwinden lassen. Von daher sollte die Haut nur sanft gereinigt werden, um ihrer Bräune optimale Chancen zum Überleben zu geben. Chlorwasser im Schwimmbad sei hingehen, laut Dr. Küchler, kein Einflussfaktor für die Bräune, sodass wir dort auch mit unserer Sonnenbräune unbesorgt ins Wasser springen können.

Sehen Sie in unserer Fotoshow nochmal alle wichtigen Fakten rund um die perfekte Sommerbräune und wie Sie den Sonnen-Teint gesund und langanhaltend hinbekommen.

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