Frühjahr-Sommermode 2013: Trend Report: Patchwork Party

am 22.01.2013 um 12:49 Uhr

Alles andere als bieder. Die neuen Patchwork-Looks sehen im Frühjahr/Sommer 2013 gar nicht mehr alt aus und erscheinen im fein abgestimmten Material- und Mustermix. Wir zeigen Ihnen die neuen Catwalk Styles und wie man sie kombiniert.

Patchwork, zu deutsch Flickwerk, erinnert uns in erster Linie an die 70er Jahre, an die Leichtigkeit des Seins und die Verbundenheit mit der Natur. Doch der Ursprung dieser Textiltechnik liegt Jahrtausende zurück und diente vorrangig dazu, aus der Not heraus Reste verschiedener Materialien zu etwas Neuem zu verwerten. Gekonnt eingesetzt, ist dies ein Stilmittel, das ein Kräftemessen der unterschiedlichsten Designkomponenten darstellt.

Experimentierfreudig: Color Blocking trifft auf romantische Spitze

Diese Experimentierfreudigkeit zieht sich im Frühjahr/Sommer durch die Kollektionen. Kräftige Farben werden mit eindrucksvollen Mustern und ungewöhnlichen Materialien zu frischen, frühlingshaften Looks kombiniert, ohne im Geringsten altbacken zu wirken.

Es wird kombiniert, was scheinbar gar nicht zusammenpasst. Auf diese Weise überzeugt uns Paul Smith mit kraftvollem Color Blocking, welches er mit warmen Farben wie Senf, Petrol, Rost und Tannengrün mixt. Vollendet werden die Looks durch angesetzte Blumenmusterstoffe und Spitze, sowie transparente Applikationen, vorwiegend in klassischem Schwarz.

Auch Akris setzt romantische Akzente zur Unterstreichung weiblicher Individualität.

Zarte Chiffonstoffe werden mit Netz in verschiedener Beschaffenheit kombiniert und scheinbar willkürlich zusammengesetzt. In starkem Kontrast dazu stehen körpernahe, geradlinige Schnitte.

Cool und gar nicht kühl – Patchwork im neuen Kontext

Erdem Moralioglu, Designer des Labels Erdem, ließ sich von den Werken Zenna Hendersons inspirieren, eine der ersten Science Fiction Autorinnen und übersetzt dies in eine außergewöhnliche Farbpalette. Grelle Töne wie z.B. Eisblau und Neonorange, in ungewöhnlichen Zusammensetzungen erschaffen ein ganzes Szenario der Andersartigkeit. Stoffkombinationen wie Spitze und Python gemixt mit Blumendrucken unterstreichen dies und lassen Patchwork in einem ganz modernen Kontext erscheinen. Auch zeitgemäß interpretiert, aber eher blumig und punkig sind die Entwürfe von Anna Sui. Hier wird das Blumenkleid zur Cargo-Pant getragen und Blüten- Streifen werden durch löchrige Netzkombinationen in einen Grunge-Look integriert.

Ursprünglich: Patchwork im Hippie-Look

Bei Roksana Ilincic werden wir an die 60er und 70er erinnert, die Zeit, in der Patchwork sein großes Revival feierte und verbunden mit der Hippie-Ära regelrecht ein Zeichen für die Besinnung auf Ursprüngliches wurde. Große Farbflächen in unterschiedlichen Tweed-Stoffen treffen auf Farbakzente in kräftigen Neonorange- und Gelbtönen.

Sich auf das Wesentliche besinnen und trotzdem immer wieder neu erfinden. So experimentierfreudig wie möglich. Frühling, wir können dich kaum erwarten!

Kommentare