Sommer

Achtung, Beauty-Irrtümer: Zehn Mythen über Sonnenschutz

am 16.07.2015 um 10:26 Uhr

Es gibt gewisse „Weisheiten“, die wir immer wieder von altklugen Freunden oder der Familie zu hören bekommen und die sich mit der Zeit so im Kopf festsetzen, dass wir ihnen, ohne sie zu hinterfragen, einfach Glauben schenken. Gerade jetzt im Sommer fällt dies mal wieder beim Thema Sonnenschutz auf: Gut gemeinte Ratschläge werden hier gerne so großzügig verteilt wie Sonnencreme. Dass jene in der Regel jedoch nicht so hilfreich sind wie das Eincremen, das erklären wir Ihnen anhand von zehn Mythen über Sonnenschutz hier und in der Fotoshow .

Sie halten sich hartnäckig, die Behauptungen über Sonnenschutz: Hilft das Tragen eines T-Shirts wirklich gegen Sonnenbrand? Bedeutet eine doppelte Ladung Sonnencreme auch doppelten UV-Schutz? All das erklären wir Ihnen hier.

Mythos 1: „Je mehr Sonnencreme, desto länger kann ich in der Sonne bleiben.“

Das wäre natürlich schön, wenn wir einfach regelmäßig nachcremen und uns so bestens geschützt über Stunden in der Sonne aufhalten könnten. Doch so einfach ist es leider nicht, denn der Lichtschutzfaktor von Sonnencremes lässt sich nicht einfach so addieren. Wenn Sie eine Creme mit LSF 20 nehmen, wird daraus nicht automatisch LSF 40 beim zweiten Auftragen. Halten Sie sich also an die einfache Regel, mit der Sie Ihre Verweilzeit in der Sonne berechnen können: Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor. Hellhäutige Menschen haben einen natürlichen Eigenschutz von etwa 10 Minuten, während dunklere Typen schon 30 Minuten ohne zusätzliches Eincremen in der Sonne verweilen können. Diese Zeit wird bei einer Creme mit LSF 20 folglich 20 Mal erhöht, länger sollten Sie dann jedoch nicht in der Sonne bleiben!

Dennoch sollten Sie sich während der Zeit in der Sonne regelmäßig nachcremen, um den UV-Schutz aufrecht zu erhalten. Durch Bewegung und Reibung der Kleidung kann dieser nämlich schnell verloren gehen.

Mythos 2: „Mit T-Shirt im Schatten bekomme ich keinen Sonnenbrand!“

Auch das stimmt leider nicht so ganz. Sonnenschirme, Strandmuscheln und selbst Bäume mit vermeintlich dichtem Laub können Sonnenstrahlen nicht ganz abhalten. Auch ein T-Shirt hilft mit einem eigenen Lichtschutzfaktor von etwa 6 nicht wirklich. Selbst, wenn die Sonne nicht direkt zu sehen ist, sondern sich hinter ein paar Wolken versteckt, lauert nämlich ohne ausreichenden UV-Schutz Sonnenbrandgefahr. Der Grund: Das Licht wird durch feinste Staub- und Wasserpartikel in der Luft gebrochen und kann so weiterhin unbemerkt auf unsere Haut reflektieren. Etwa 50 Prozent der UV-Strahlung bekommen wir an vermeintlich ungefährlichen Schattenplätzen trotzdem noch ab. Eincremen gehört demnach auch hier zum Muss!

Mythos 3: „Vorbräunen im Solarium bereitet die Haut auf die Sonne vor.“

Wer vor dem eigentlichen Sonnenbad im Freien meint, dass ein Besuch im Solarium eine gute Vorbereitung auf die Strahlung ist, der täuscht. Nicht nur, dass die starke UV-Strahlung das Hautkrebsrisiko erheblich ansteigen lässt, auch die dabei entstehende Bräune hilft der Haut nicht wirklich, sich auf spätere Sonnenbäder einzustellen. Diese ist nämlich nur ein kurzfristiger Schutzmechanismus der Haut, der jedoch bei einem erneuten Sonnenbad keinen nennenswerten Eigenschutz bietet. Lassen Sie es mit der natürlichen Sonne also einfach ruhig angehen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Mythos 4: „Make-up mit Lichtschutzfaktor bietet mir tagsüber genügend Schutz!”

Viele Beauty-Produkte werden heutzutage mit integriertem Lichtschutzfaktor beworben, weshalb man auf die Idee kommen könnte, dass die Sonnencreme dadurch im Alltag nicht notwendig sei. Das stimmt so aber leider nicht, denn der Schutz durch Make-up und Co. ist nur sehr gering und hilft leider zum Beispiel nicht bei UVA-Strahlung, welche die Haut schneller altern lässt. Deshalb sind Kosmetikprodukte lediglich als zusätzlicher Schutz zur Sonnencreme, die auch im Alltag zum Einsatz kommen sollte, zu betrachten.

Mythos 5: „Wenn der Sonnenbrand schnell braun ist, war er gar nicht so schlimm!“

Wie der Name „Sonnenbrand“ schon sagt, erleidet die Haut einen erheblichen Schaden, wenn Sie der aggressiven Strahlung durch die Sonne zu lange ausgesetzt ist. Auch wenn die Hautfarbe nach und nach von Rot zu Braun wechselt, sind Schäden kurz- und auch langfristig bemerkbar: Als rasche Konsequenz pellt sich die Haut ab, später können Pigmentflecken und vermehrte Faltenbildung unschöne Auswirkungen sein. Nicht zuletzt sollte natürlich auch das Hautkrebsrisiko mit solchen Aktionen nicht auch noch gesteigert werden. Schützen Sie sich also ausreichend und lassen Sie es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand kommen!

Erfahren Sie in unserer Fotoshow, welche weiteren Mythen über Sonnenschutz es gibt und worauf Sie beim Sonnenbad achten sollten.

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