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„36 Grad und es wird noch heisser“: Was Sie beim Sporttreiben im Sommer beachten sollten

am 11.08.2015 um 10:16 Uhr

Ausgelassene Grillabende und gute Drinks gehören ganz einfach in den Sommer. Allerdings sind all diese genussvollen Sachen mit allerhand Kalorien verbunden. Ein wenig Sport zum Ausgleich wäre also nicht schlecht, aber bei der Hitze? Das geht. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow , was Sie beim Sporttreiben im Sommer zu beachten haben und warum Sie auch bei 36 Grad nicht gänzlich auf Ihre Trainingseinheit verzichten müssen.

Das Herz und der Kreislauf müssen bei hohen Temperaturen enorm viel leisten, um den Körper vor Überhitzung zu schützen. Demzufolge fühlen Sie sich während eines sommerlichen Workouts schnell erschöpft und können keine Bestleistungen abrufen. Doch hat all das auch einen Vorteil: Sie müssen für den gleichen Effekt weniger trainieren.

Nicht komplett aufs Training verzichten

Wir verstehen schon, dass Sie im Sommer besseres im Sinn haben, als sich bei den Wahnsinns-Temperaturen in die Sport-Kluft zu schmeißen. Ein Pool wäre da sicher deutlich angenehmer. Dennoch sollten Sie auch im Sommer nicht komplett auf den Sport verzichten, da Ihr Leistungslevel und Ihre Muskeln deutlich schneller abgebaut als aufgebaut werden und Ihre Bemühungen der letzten Wochen und Monate beinahe an Bedeutung verlieren könnten, sollten Sie das Training komplett aufgeben. Solange Sie einige wichtige Tipps beachten, können Sie und Ihre sportliche Aktivitäten auch im Sommer wunderbar miteinander harmonieren.

Senken Sie Ihr Trainingslevel

Durch die sommerliche Hitze schlägt das Herz bei herkömmlicher Trainingsbelastung bis zu 20 Schläge mehr als normal. Die logische Folge ist also, dass man im Sommer keine Leistungssteigerungen und Höchstleistungen von seinem Körper fordern, sondern einfach mal auf ihn hören sollte. Senken Sie Ihr Trainingspensum sowie die Intensität Ihres Workouts und beachten Sie die Anzeige auf Ihrer Pulsuhr – mehr als zehn Herzschläge sollte Ihr Puls nicht über Ihrem normalen Wert liegen.

Dennoch sollten Sie mit dem Workout aufhören, wenn Sie sich schlapp und erschöpft fühlen, Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle bekommen. Und das auch, wenn die Pulsuhr etwas anderes sagt. Das alles können nämlich Signale einer Überhitzung sein, Ihr Training gehört also sofort abgebrochen.

Schutz vor aggressiven Sonnenstrahlen

Der Körper kühlt sich bei warmen Temperaturen dadurch ab, dass er Schweiß absondert und dieser dann auf der Haut verdunstet. Nackte Haut unterstützt diesen Effekt am besten. Da jedoch nicht jede Frau lediglich im Sport-BH und knappen Höschen sporteln möchte, ist lockere Funktionskleidung bei Hitze besonders wichtig. Sie gibt den Schweiß ab und lässt gleichzeitig frische Luft an die Haut. Verzichten Sie außerdem nicht auf eine Kopfbedeckung, eine Sonnenbrille und Sonnencreme, um sich vor den UV-Strahlen der Sonne zu schützen. Denken Sie jedoch daran, dass die Creme etwa 20 Minuten braucht, bis sie wirklich etwas nützt und in die Haut eingezogen ist.

Trinken, trinken, trinken

Ganz logisch eigentlich, dass man dem Körper mehr Flüssigkeit zur Verfügung stellen muss, wenn er im Sommer auch deutlich mehr Flüssigkeit verbraucht. Weist der Körper auch nur einen Wassermangel von zwei Prozent auf, entstehen bereits erhebliche Konzentrations- und Leistungsstörungen.

Es ist also wichtig, etwa eine halbe Stunde vor dem Training einen halben Liter Wasser zu trinken und auch während des Trainings alle 15 Minuten zur Trinkflasche zu greifen und langsam ein paar Schlucke zu nehmen. Wem Wasser nicht passt, der kann auch eine leichte Apfelsaftschorle mit zum Trainingsplatz nehmen. Verzichten Sie allerdings auf zu zuckerhaltig Getränke, die können nämlich ganz schnell zu Magenbeschwerden führen.

Achtung, schädliche Atemluft

Mit dem Ansteigen der Temperatur, erhöht sich auch der Ozonwert in der Atemluft. Dieses Gas ist schädlich, wirkt sich negativ auf die Lunge und die Schleimhäute aus und verursacht Kopfschmerzen. Man sollte sich dem Ozon also nicht unnötigerweise aussetzen und das Training bei Ozonhochwerten sehr locker gestalten oder gar ganz auslassen.

Idealerweise trainieren Sie im Sommer in den frühen Morgenstunden, wenn die Luft noch rein ist und die Ozonkonzentration niedrig. Auch in den späten Abendstunden bietet sich ein Workout an. Stürmen Sie allerdings nicht direkt nach Feierabend los, sondern warten Sie, bis es sich wirklich abgekühlt hat, 21 Uhr könnte eine gute Zeit sein.

Gänzlich auf Training verzichten sollten Sie allerdings in der prallen Mittagssonne zwischen 11 und 13 Uhr. Auch, wenn sich die Sonnenstrahlung danach etwas beruhigt, haben die Ozonwerte erst zwischen 16 und 17 Uhr ihren Höhepunkt erreicht. Auch dann sollten Sie sich das Training also lieber sparen.

Ruhiges Cool Down

So verlockend die Vorstellung auch sein mag: Eine kalte Dusche oder der Sprung ins kalte Nass sind nicht die beste Lösung, um den Körper von der Anstrengung einer Trainingseinheit zu erholen. Dieser kalte Schock nach der körperlichen Leistung kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Warten Sie also nach dem Training die Nachschwitzphase ab, entspannen und stretchen Sie sich für 15 Minuten und nehmen Sie lediglich eine lauwarme Dusche.

Welche weiteren Tipps Sie beim Sporttreiben im Sommer zu beachten haben, verraten wir Ihnen in unserer Fotoshow.

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