Spot on: Ein Blick auf den Designer Tom Ford und sein Luxus-Label

am 13.09.2013 um 17:29 Uhr

„I don’t pop Molly, I rock Tom Ford”: Jay-Z braucht also keine Drogen, um high zu werden, dazu reicht einzig und allein ein schöner Herrenanzug von Designer Tom Ford. Seine modische Vorliebe für den US-Amerikaner hält der Rapper nie hinterm Berg, auf seinem neuen Album „Magna Carta Holy Grail“ hat er ihm nun sogar ein ganzes Lied gewidmet. In wenigen Tagen zeigt der 52-Jährige seine neueste Kollektion auf der London Fashion Week, ein guter Grund für uns, den “Spot on” zu drehen. Was die Faszination an Tom Ford ausmacht und warum ihm die Promis reihenweise verfallen, lesen Sie hier.

„Wer würde sich denn nicht geehrt fühlen, wenn ein ganzer Jay-Z-Song nach einem benannt wird? Ich meine, kommen Sie, es ist ziemlich selten, dass so etwas passiert. Ich liebe es, dass er von meiner Kleidung ‘high’ wird. Ich kleide ihn bereits seit Jahren ein und ich muss sagen, er sieht fantastisch aus in meinen Entwürfen“, sagte Tom Ford gegenüber der Women’s Wear Daily. Doch zu dieser Bromance gehört noch ein Dritter im Bunde.

Bromance Buddies

Denn nicht nur Jay-Z bringt seine Liebe gegenüber dem Modeschöpfer musikalisch zum Ausdruck, auch Mr. „Suit & Tie“ himself, Justin Timberlake, ist ein großer Fan von Tom Ford und kollaborierte mit ihm für seinen neuen Style zum Erscheinen des Albums „The 20/20 Experience“. Aber nicht nur, dass Tom-Ford-Anzüge in den Videos und auf den CD-Covern winken, der Sänger heiratete seine Jessica Biel sogar in einem maßgeschneiderten und extra angefertigten Smoking aus dem Hause Tom Ford. Neben den beiden Musikgrößen gehört aber zum Beispiel auch Schauspieler Colin Firth zur Anhängerschaft des Designers, der inzwischen mit seinem Partner Richard Buckley in London lebt. Dem Oscarpreisträger wurde sogar die große Ehre zuteil, in Tom Fords erstem eigens produzierten Film „A Single Man“ die Hauptrolle zu spielen. Regisseur des guten Stücks: natürlich Tom Ford.

Allround-Talent und Workaholic

Der Workaholic, der Gucci aus der Pleite holte und wieder zu einem prestigeträchtigen Luxus-Unternehmen machte, bietet neben seiner eigenen Filmproduktionsfirma „Fade to Black“ und seinen Herrenmode-Kollektionen auch Damenmode, Brillen, Sonnenbrillen und Beauty-Produkte für sie und ihn an. Talent, Zielstrebigkeit, Commitment und eine große Brise Bodenständigkeit haben Tom Ford dahin gebracht, wo er sich im Moment befindet: am oberen Ende der modischen Nahrungskette.

Eine Hand wäscht die andere

Und da hinzukommen, ist nicht so einfach, wie es sich anhört: In den heutigen Zeiten ist es für Designer immer schwieriger, sich dem Internet zu entziehen und doch hat Tom Ford eine Art Antipathie gegenüber dem neuen Medium. So waren zu seinen ersten Schauen zum Beispiel keine Online-Magazine eingeladen. Auch hält er nichts von der eigenen Degradierung. Dass es heutzutage auch auf eine gewisse Massentauglichkeit ankommt, um noch weiter zu wachsen, versteht er, würde sich aber nie wie andere Kollegen für Billigmarken hergeben, um durch die Kollaboration eine größere Masse an Menschen zu erreichen und sich bekannter zu machen. Seine Jeans kosten nun eben mal 1.000 Dollar. Durch seine zwei bis drei sehr guten Freunde im popkulturellen Business mag er aber genau den gleichen Effekt erzielen.

Klassische Überraschung

Seine Männermode zeichnet sich durch figurbetonte Anzüge aus edlen Stoffen und mit kantigen Schultern aus. Seine Designs für die Dame von Welt bestechen durch aufregende Materialmixe in den verschiedenen Looks, ausgefallene Schnitte mit klaren Linien, die tragbar sind und definitiv eine luxusaffine, selbstbewusste, starke Business-Frau ansprechen, die sich Qualität kaufen möchte und zeitlose sowie leicht verspielte Looks liebt. Seine letzte Kollektion bestach durch überraschend viele wilde Muster und bunte Farben, wenn es „Schwarz in Schwarz“ sein sollte, dann triumphierte er mit auffälligen Schnitten, Drapierungen und Fransen. Umso aufgeregter sind wir schon auf das, was er uns während der London Fashion Week als seine Vision für den Frühling/Sommer 2014 zeigen wird. Dort werden wir dann sehen, was sich der talentierte Mann ausgedacht hat, der bis zu viermal am Tag badet, gleich nach dem Aufstehen erst einmal einen Blick auf die Waage wirft und die Abwechslung liebt.

Ein paar Eindrücke von dem attraktiven Designer Tom Ford und seinen bisherigen Entwürfen bekommen Sie in unserer Fotoshow.

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