“Stress kenne ich nicht, nur Strass!” – Was Sie über Stress wissen sollten

am 24.02.2013 um 10:54 Uhr

„Zu spät, zu spät! Ich komme viel zu spät!“ – Fühlen Sie sich auch manchmal wie das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“, das ständig der Zeit hinterherläuft und dabei fast den Kopf verliert? Und was wäre es doch alles viel einfacher, wenn auch wir dem Rate des Hutmachers folgen und bei der Zeit noch mehr Zeit bestellen könnten? Doch leider sieht die Realität anders aus: Wir hetzen von Termin zu Termin und verlieren uns dabei schnell aus den Augen.

Stress, in welcher Form auch immer, erfährt jeder – sei es im Beruf, in der Familie oder in alltäglichen Situationen. Man denke da nur an die nicht kürzer werdende Schlange im Supermarkt! Stress ist eine natürliche Reaktion auf jegliche Art von Umwelteinflüssen und im Prinzip nichts Dramatisches, wenn er nicht überhandnimmt. Deshalb ist es gerade in Zeiten großer Belastungen wichtig, zur Ruhe zu kommen, sich etwas zu gönnen und auf die Zeichen des Körpers zu hören. Nur Wenige können nämlich wie Karl Lagerfeld ihrem alltäglichen Wahnsinn locker entgegensetzen: „Ich kenne keinen Stress, nur Strass!“

Kein Stress ist auch Stress!

Ja, sie haben richtig gehört. Ganz ohne Stress würde das Leben auch nicht funktionieren, denn beim Stress unterscheidet man zwischen positivem (Eustress) und negativem (Distress) Stress. Positiver Stress sorgt dafür, dass Sie überhaupt ein gewisses Maß an Erregung verspüren und Ihr Leben nicht in Langeweile und Unterforderung fristen. Alles, was uns glücklich macht, unser Herz im wahrsten Sinne höher schlagen lässt, wird als positiver Stress verstanden. Das können ganz einfache Dinge wie ein Spaziergang oder ein Buch  sein, aber auch Treffen mit Vertrauten, sportliche Aktivitäten, die Aussicht auf ein bevorstehendes Ereignis, eine Ladung Strass – die Liste ist lang und in Zeiten von gehäuft auftretendem negativem Stress, sollten Sie sich dieser Liste bedienen!

Räumen Sie auf!

Das gilt nicht nur für das Chaos auf Ihrem Schreibtisch, sondern auch für ganz persönliche Ungereimtheiten. Ärgern Sie sich ständig über entfernte Bekannte, die Sie regelmäßig auf die Palme bringen, aber Sie sich trotzdem immer wieder verpflichtet fühlen, die samstägliche Essenseinladung anzunehmen? Hören Sie damit auf! Denn auch diese Ärgernisse führen zu negativem Stress, der zur Belastung werden kann. Aber auch ein ordentlicher Frühjahrsputz, das Sortieren aufgetürmter Unterlagen und das Entmisten des Kleiderschranks kann Stress reduzieren. Denn so verbringen Sie weniger Zeit mit wilden Suchereien und haben Zeit für schönere Dinge. Eine Ordnung, die Sie auch auf Ihren Arbeitsplatz übertragen sollten. Sie werden sehen, im Handumdrehen fällt Ihnen die Arbeit schon viel leichter.

Nicht die Zeit totschlagen! Zeitmanagement ist alles!

Ganz wichtig: Prioritäten setzen! Zeitmanagement bedeutet nicht, so viele Termine und Verpflichtungen wie nur möglich hübsch bunt im Kalender anzustreichen. Spätestens, wenn es irgendwo wieder einmal länger dauert, ist Stress vorprogrammiert. Sich bewusst zu machen, dass man nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann, ist zwar schwer, aber notwendig. Um Stress und seine Folgen auf die Gesundheit zu vermeiden, muss ein Gleichgewicht herrschen zwischen Arbeit, Familie/ Freunden und Freizeitaktivitäten.

Finden Sie Ihren Entspannungs-Favoriten

Jeder Mensch ist anders. Deswegen entspannt auch jeder auf eine andere Art und Weise und was für den einen zur absoluten Tiefenentspannung führt, ruft bei dem anderen nervöse Zuckungen hervor. Stress reduzieren Sie nicht nur mit weniger Terminen und mehr Ordnung, sondern auch mit dem richtigen Ausgleich zum stressigen Alltag. Wie wäre es mit Sport? Ein kleiner Ausdauerlauf nach der Arbeit an der frischen Luft wirkt schon so einige Wunder! Gleichzeitig tun Sie dabei auch etwas für Ihre Figur.

Brauchen Sie es etwas ruhiger? Dann zwacken Sie von ihrer Mittagspause doch einfach mal zehn Minuten ab und machen ein Nickerchen. Das Gleiche gilt für die Verabredung am Abend, die Sie vor lauter Stress schon wieder absagen wollen: Legen Sie sich in Ihrer Wohnung dorthin, wo sie sich am wohlsten fühlen, massieren Sie mit ein paar Tropfen Lavendelöl Ihre Schläfen, die Stirn und die Stelle, eine Handbreit unter ihrem Bauchnabel. Danach sollte es Ihnen schon weitaus besser gehen. Aber auch ein gemütliches Essen mit Freunden, bei dem ruhig viel gelacht werden darf, ist der absolute Stress-Killer.

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