Make-up

Make-up: „Contouring“ war gestern, jetzt ist „Strobing“ an der Reihe

am 30.06.2015 um 16:57 Uhr

Die wenigsten von uns werden mit perfekt proportionierten Gesichtszügen geboren. Ein Glück also, dass sich markante Wangenknochen, strahlende Augen und eine schmale Stupsnase mit der richtigen Make-up-Technik kreieren lassen. Mit gezielten Farbakzenten können nämlich ganz einfach neue Konturen geschaffen werden. Während dafür bisher vor allem die „Contouring“-Methode eingesetzt wurde, ist jetzt ein schimmerndes „Strobing“-Make-up die angesagte, zarte Alternative unter den Gesichts-formenden Make-ups. Worin der Unterschied zwischen diesen beiden Schminktechniken liegt und wie Sie den „Strobing“-Look selbst hinbekommen, das erklären wir Ihnen hier und in der Fotoshow .

Einen sommerlich strahlenden Teint und eine zarte Konturierung der Gesichtszüge kreieren wir jetzt mit dem „Strobing“-Make-up, welches sich von der bisher bekannten Methode, dem „Contouring“, in einigen Punkten unterscheidet.

Contouring vs. Strobing

Der große Unterschied zwischen „Contouring“ und „Strobing“ liegt in der Farbpalette, die für das Gesicht verwendet wird: Bei ersterem kommen vor allem dunkle Foundations, Blushes und Bronzer zum Einsatz, die zum Beispiel unterhalb der Wangenknochen und seitlich entlang der Nase aufgetragen werden, um diesen Gesichtspartien mehr Tiefe zu geben und dadurch eine stärkere Kontur zu schaffen.

Das „Strobing“-Prinzip funktioniert genau andersrum: Dunkle Farbnuancen, mit denen Schattierungen gemalt werden, kommen hier nicht zum Einsatz, stattdessen wird das Gesicht mit hellen, schimmernden Nude- und Rosétönen modelliert. Diese kommen beispielsweise entlang der Wangenknochen, auf dem Nasenrücken oder unterhalb der Augenbrauen zum Einsatz, wo sie für sanfte Glow-Highlights sorgen.

Der englische Begriff „Strobing“ kommt übrigens passenderweise von „Strobe Light“, zu Deutsch „Stroboskop“, womit das gerne in Diskotheken verwendete Gerät gemeint ist, das für blitzartiges Licht sorgt. Wie bei diesem sollen auch bei der Make-up-Variante gezielte Lichtreflexe im Gesicht gesetzt werden.

Zu sehen war der „Strobing“-Look beispielsweise bei der Issey Miyake Show für Frühjahr und Sommer 2015, wo ihn Make-up-Artistin Alex Box zu weiß getuschten Wimpern und einem zarten Lipgloss kombinierte:

Das Schöne am „Strobing“-Look: Dadurch, dass das Gesicht nur mit hellen Farben konturiert wird, ist der Effekt nicht gleich überdeutlich zu sehen, weshalb sich die Methode perfekt für ein frisches, leichtes Sommer-Make-up eignet. Außerdem gelingt der Look auch Anfängern schnell, da man sich nicht so leicht „vermalen“ kann wie mit dunklen Make-up-Nuancen. Probieren Sie es doch also gleich einmal selber aus!

So schminken Sie den Strobing-Look

Nachdem Sie die zu Ihrem Hautton passende Foundation aufgetragen haben, geht es los mit dem „Strobing“: Hierfür gibt es verschiedenste Produkte, mit denen Sie Ihren Teint zum Schimmern bringen können. Dazu gehören zum Beispiel Gesichtscremes mit lichtreflektierenden Partikeln und Highlighter-Produkte in Puder-Form oder als flüssige Varianten. Auch hier sollten Sie nicht wahllos zugreifen, sondern Ihrem Teint entsprechend wählen: Für trockene Haut eignen sich Flüssig-Highlighter am besten, bei glänzenden Gesichtern ist ein Puder die bessere Alternative. Und nicht nur die Konsistenz, auch die Farbe sollte hier mit Bedacht gewählt werden: Damit Ihr Gesicht im Endeffekt nicht zu „eisig“ glänzend aussieht, sollten die Farben mit Ihrer natürlichen Hautfarbe harmonieren und nicht zu hell gewählt werden.

Haben Sie die passenden Beauty-Produkte gefunden, geht es ans Auftragen: Je nachdem, welche Gesichtspartie Sie mit dem „Strobing“ hervorheben wollen, tragen Sie den Highlighter mit einem breiten Pinsel auf den entsprechenden Teil auf und blenden Sie die Schimmer-Partikel sanft nach außen hin aus, damit das Ergebnis nicht zu gezeichnet und dadurch künstlich aussieht. Sie können den Highlighter auch mit dem Finger ganz leicht auf Wangenknochen, Nase und Co. auftupfen, wodurch Sie ebenfalls nur für einen Hauch von hellem Glanz sorgen können.

Wer jetzt neugierig auf das schimmernde „Strobing“-Make-up geworden ist, für den haben wir in unserer Fotoshow passende Produkte zum Nachschminken zusammengestellt.

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