Zwischen gut gelackt & Ölkrise: Haarspray, Haarlack, Gel oder Schaumfestiger?

am 05.04.2013 um 21:33 Uhr

Da wird gesprüht, gegelt und vor Styling-Wut geschäumt; ein wenig Wachs hier und noch ein Nebelschleier Haarspray dort – schließlich sitzt das liebe Haar nicht von alleine so perfekt. Doch für welches haarige Vorhaben eignet sich welches Produkt eigentlich am besten?

Wir Frauen haben es mit dem Styling manchmal nicht so einfach und besonders unser heiß geliebtes Haar kann da das eine oder andere Mal zur Herausforderung werden. Um dem „Bad Hair Day“ ein wenig den Kampf anzusagen oder um die mühsam herbeigeführte Lockenpracht möglichst lange zu erhalten, gibt es zum Glück die richtigen Helferlein. Vorausgesetzt, sie werden richtig eingesetzt.

Haarige Schaumparty

Mit dem feinen, weißen Mousse sollte Ihr Haar-Styling beginnen. Je nach Haarlänge und -dicke reicht jedoch eine tennisballgroße Menge aus, um Ihrem Haar beim Föhnen nicht nur den nötigen Halt, sondern auch ausreichend Schutz zu geben. Dabei ist es wichtig, dass Sie auf das richtige Produkt achten. Da jede Haarstruktur andere und ganz eigene Ansprüche hat, nützt Ihnen bei feinem Haar ein Schaumfestiger, der speziell für Locken ist, eher wenig. Die Entscheidung nimmt Ihnen zum Glück die Beschriftung auf den jeweiligen Fläschchen ab.

Für den perfekten Halt sollten Sie dann den passenden Schaum entweder mit der Hand oder mit einem Kamm ins handtuchtrockene Haar einarbeiten und erst dann Ihr Haar föhnen. Zudem sollten Sie bei der Verwendung eines speziellen Volumenschaums beachten, den Schaum wirklich nur dort einzuarbeiten, wo Fülle erwünscht ist – beispielsweise am Ansatz.

Haargel und Haarwachs: Vermeiden Sie die Ölkrise

Heißt übersetzt: Vorsichtig dosieren und erst einmal schwindend geringe Mengen einarbeiten, sonst ist ein perfekt geföhnter Look schnell ruiniert. Gele und Wachse sind zudem nur für kurzes bis mittellanges Haar geeignet und Sie sollten bereits vor dem Kauf und der Anwendung genau wissen, was Sie mit Ihrem Haar anfangen wollen.

Bei Kurzhaarfrisuren eignet sich Haargel hervorragend, um einzelne Partien zu betonen und an die richtige Stelle zu bringen. In langen Haaren dient es zum Beispiel der Betonung einzelner Strähnen im Pferdeschwanz oder kreiert den strengen, aber coolen Look zurückgehaltener Haare. Hier werden die offenen Haare bis zur Höhe des Ohres streng und meist ohne Scheitel nach hinten gegelt. Gewagt, aber wirkungsvoll.

Der Unterschied zwischen Haargel und Wachs besteht darin, dass Haargele schnell fest werden und die Haarstruktur nicht mehr locker fällt. Wollen Sie das vermeiden, sollten Sie zum Herausarbeiten einzelner Haarpartien eher zum Wachs greifen, das dem Haar – je nach Produktart – entweder zu Glanz oder einem matten Look verhilft. Frauen mit sehr feinen Haaren sollten die Anwendung von Wachs jedoch vermeiden, da das Wachs zu schwer für die feine Struktur ist.

Haarspray und Haarlack

Haarspray und Haarlack gehören wohl zu den Klassikern unter den Haar-Styling-Produkten und es gibt kaum eine Frau, die keine dieser Sprühdosen besitzt. Vor allem Haarspray sorgt bei jedem Styling für das perfekte Finish. Auch beim Haarspray gibt es allerdings verschiedene Ausführungen, die sich für verschiedene Stylings eignen. Wollen Sie lediglich vermeiden, dass Ihre Haare wild umherfliegen, eignet sich am besten ein Haarspray mit leichtem Halt (Haltegrad 1 & 2). So wird Ihr Haar nicht unnötig beschwert und behält seinen lockeren Look.

Haarsprays mit einem Haltegrad von 3 oder 4 sind perfekt geeignet für lockiges oder in Locken gelegtes Haar, die nach dem Einsprühen perfekt halten ohne zu verkleben. Aufwendige Steckfrisuren, bei denen alles vom langen und tadellosen Halt abhängt, verewigt man am besten mit Haarsprays der Stufe 5.

Was darüber hinausgeht, wird als Haarlack bezeichnet – auch diese eignen sich für die Fixierung von Hochsteckfrisuren oder anderen Haarexperimenten, bei denen sich das Haar den ganzen Tag möglichst keinen Millimeter bewegen darf. Zudem verleiht der Haarlack, wie der Name schon sagt, dem Haar einen extremen Glanz.

Bei beiden Varianten sollten Sie jedoch darauf achten, mindestens 20 cm Abstand zu halten, wenn Sie drauf los sprühen. Ansonsten kann es zu unschönen Verklumpungen kommen. Ganz wichtig: Das Haar danach nicht mehr zu kämmen oder bürsten – dann war nämlich alle Mühe umsonst!

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