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#SunburnArt: Ein gefährlicher Beauty-Trend

am 06.07.2015 um 14:09 Uhr

Das Internet hat mal wieder einen gefährlichen Hype hervorgebracht: Nach den neusten, skurrilen Beauty-Trends namens Collarbone Challenge, Waist Training oder Bellybutton Challenge, die die Thigh Gap und Bikini Bridge richtig alt aussehen lassen und ein gefährliches Mager-Ideal propagieren, wird mit dem neuesten Netz-Clou diesem Unsinn noch eins drauf gesetzt. Sonnenbrand ist schmerzhaft und äußerst gefährlich für unsere Haut – so weit, so gut. Sie denken, das würde sich niemand freiwillig antun? Dann haben Sie wohl noch nicht von der Sunburn-Art gehört, die derzeit mit einem eigenen Hashtag auf Instagram sowie Twitter für virale Wellen sorgt. Alles zum folgenschweren Hype erfahren Sie hier.

Mittlerweile sollte jeder wissen, dass ein schwerer Sonnenbrand wirklich nicht gut für unsere Haut ist und uns nicht nur unschön rot werden lässt, sondern auch schwere, gesundheitliche Folgen haben kann. Die Zeiten, wo man sich unaufgeklärt stundenlang und ungeschützt in der Sonne brutzelte, sind also endgültig vorbei – sollte man zumindest meinen!

Gefährliche Beauty-Trends aus dem Netz

Wie skurril können die Beauty-Hypes noch werden? Die Bellybutton-Challenge sorgte vor kurzem schon für reichlich Kopfschütteln. Wie diese geht? Man nehme seinen Arm, schlinge ihn um den eigenen Rücken nach vorne und versuche mit den Fingern den Bauchnabel zu berühren. Wie, klappt nicht? Dann sind Sie laut diesem fragwürdigen Schlankheitstest wohl zu dick und sollten dringend abnehmen. Aber keine Sorge – so auch der Großteil der Menschheit. Der fragwürdige Bauchnabel-Hype hatte seinen Ursprung übrigens überraschenderweise nicht in den USA, sondern in China. Auf der Plattform ‚Weibo‘, dem chinesischen Pendant zu Twitter, tauchten die ersten Bellybutton-Selfies auf und überschwemmten von dort aus das gesamte Netz. Rein medizinisch und physisch gesehen, sagt die Übung aber gar nichts über das Idealgewicht aus: Denn nicht nur eine ungesund schlanke Taille, sondern auch eine hohe Beweglichkeit und sehr lange Arme sind die Voraussetzung für diesen ominösen Test.

Auch die Collarbone-Challenge steht diesem zweifelhaften Hype an Idiotie in nichts nach: Für diese Challenge stapeln sich Frauen nämlich Münzen auf das Schlüsselbein. Wer die meisten Münzen auf seiner knochigen Schlüsselbein-Partie ansammeln kann, ist besonders schlank, gilt als ‚schön‘ und hat ‚gewonnen‘. Kaum zu glauben, dass es solche absurden Ideen überhaupt schaffen, sich derart zu verbreiten und im WorldWideWeb zu Tausenden von Followern finden. Meist sind es junge Frauen, die sowieso schon hinsichtlich ihres Körpergefühls leicht zu beeindrucken und beeinflussen sind, die sich dann auf diese Challenges einlassen. Ein gefährlicher Unsinn, der Essstörungen und Unzufriedenheit fördert!

Finger weg von #SunburnArt

Wenn Sie nun denken, es geht nicht schlimmer als Magerwahn und Verrenkungsspiele, dann eröffnet der Hashtag #SunburnArt eine ganz neue Dimension des Wahnsinns. Denn hier nehmen junge Menschen freiwillig und sogar mit Absicht Verbrennungen sowie Hautkrebs in Kauf, um Teil eines gefährlichen Beauty-Hypes zu sein. Wie das geht? Mit Sonnencreme oder ausgeschnittenen Handtüchern kreiert man Muster auf der Haut und brutzelt sich dann so lange in der Sonne, bis die nicht eingecremte Haut verbrennt, farblich abweicht und eine Art Sonnenbrand-Tattoo entsteht. Dieses ‚Kunstwerk‘ wird dann abfotografiert und unter dem passenden Hashtag #SunburnArt geteilt.

Das Gefährliche? Unsere Haut merkt sich jede Verbrennung und kann nur eine bestimmte Zahl an Reparaturen leisten. Um dies einmal vereinfacht auszudrücken: Hat man im Laufe seines Lebens zu viel Sonnenbrand erlitten, ist der körpereigene Reparaturmechanismus ausgereizt – es ist wie ein Konto, von dem man nicht beliebig abheben kann. Jeder Sonnenbrand könnte schon der eine sein, der das Budget überzieht und zu Hautkrebs und DNA-Veränderungen führt.

Deshalb raten wir mit Nachdruck und Dringlichkeit von dieser Challenge ab: Alles, was Ihre Gesundheit ernsthaft aufs Spiel setzt, ist es nicht einmal wert, ein Beauty-Trend oder ‚Kunst‘ genannt zu werden. Also: Nein, danke!

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