Ernährung

Superfood-Update: Kennen Sie schon Baobab, Moringa oder Freekeh?

am 21.09.2015 um 17:30 Uhr

Chia-Samen, Kimchi oder Acai-Beeren dürften mittlerweile jedem als super gesunde Superfoods geläufig sein. Doch die Reihe der exotischen Gesundmacher wird stetig aktualisiert und so bekommen wir immer wieder neuen Input für unsere Superfood-Einkaufsliste. Wir stellen Ihnen deshalb hier und in der Fotoshow die drei neusten Superfoods vor, die nicht nur gesund sind, sondern auch der Schönheit zugute kommen.

Superfoods heißen nicht umsonst Superfoods, denn hierbei handelt es sich um Lebensmittel, die weitaus mehr können als schnödes Obst und Gemüse. Mehr Power, mehr Gesundheit und mehr Exotik. Wirksam sind die Superfoods allerdings nur, wenn sie auch regelmäßig und in ansprechenden Mengen verzehrt werden, weshalb sie dauerhaft in einen ausgewogenen Ernährungsplan integriert werden sollten.

# Baobab

Woher es kommt: Baobab, das ist der afrikanische Affenbrotbaum, der in tropischen Gebieten Afrikas ebenso vorkommt wie in den Komoren und Madagaskar. Bis zu 30 Meter hoch kann der Affenbrotbaum werden und während in der afrikanischen Volksmedizin nahezu alle Teile des Affenbrotbaumes verwendet werden, ist es hierzulande besonders das aus der Baobab-Frucht gewonnene Pulver, das als Superfood gehandelt wird.

Was es kann: Die Baobab-Frucht ist reich an Antioxidantien, beinhaltet sogar einen höheren Gehalt als die Acai- oder Gojabeere. Außerdem wirken Polyphenole, enthalten in den Farb- und Geschmacksstoffen der Frucht, entzündungshemmend und beugen Krebs vor. Hinzu kommt ein ausgesprochen hoher Gehalt an Vitamin C (Stärkung des Immunsystems), Kalium (wichtig für Nerven und Muskeln) und Eisen (Bildung roter Blutkörperchen). Aber auch der Ballaststoffgehalt ist nicht zu verachten – ein Esslöffel Baobab-Pulver enthält ungefähr so viel Ballaststoffe wie eine Scheibe Vollkornbrot. Baobab regt nicht nur die Darmtätigkeit an, sondern kann auch die Verdauung sowie die Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen, weshalb Baobab-Kapseln besonders bei Models beliebt sind, da sie gleichzeitig auch den Appetit zügeln.

Wie es verwendet wird: Baobab-Pulver wird ganz einfach in Smoothies, Joghurt oder Müsli eingerührt. Es kann aber auch in Suppen verarbeitet werden. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie das Pulver erst hinzugeben, wenn die Suppe ein wenig abgekühlt ist, da sonst wichtige Vitalstoffe verloren gehen würden.

# Moringa

Woher es kommt: Der Moringa-Baum (oder auch Meerrettichbaum) stammt ursprünglich aus der Himalaya-Region Nordwestindiens. Er wird auch „Baum der Unsterblichkeit“ genannt, weil er bis zu 300 Krankheiten heilen kann, vertraut man einem alten indischen Volksglauben. Heute findet sich der Moringa-Baum allerdings in nahezu allen tropischen Gefilden, wie zum Beispiel in Afrika, Südostasien oder in der Karibik. Verwendet werden ursprünglich die Blätter, hierzulande jedoch nur das Pulver, da es die reinen und frischen Blätter in Deutschland nicht zu kaufen gibt.

Was es kann: Das Blattgemüse enthält ausgesprochen viele gute Nährwerte, besonders der Gehalt an Vitamin E (hält jung, reich an Antioxidantien, wichtig für den Zellschutz) und Vitamin B2 (regeneriert die Nerven, wichtig für die Gesundheit von Haut und Nägeln) ist jedoch beachtlich. Aber auch Vitamin C, Vitamin A, Kalzium (Knochen und Zähne), Zink (entzündungshemmend) und Omega-3-Fettsäuren (wichtig für die Funktionstüchtigkeit des Gehirns) kommen in den Moringa-Blättern oder auch im Pulver in hohen Konzentrationen vor.

Wie es verwendet wird: In Ländern, wo es die reinen und frischen Blätter zu kaufen gibt, wird Moringa ähnlich wie Spinat oder als Zutat für einen Smoothie verwendet. Da man in Deutschland allerdings nur Moringa-Pulver zur Verfügung hat, kann es durch seinen leicht salzig-pikanten Geschmack vor allem deftigen Gerichten beigefügt werden. Aber auch Smoothies lassen sich mit dem Pulver würzen. Man kann das Moringa-Pulver jedoch auch zum Tee aufbrühen. Ungefähr ein bis zwei Teelöffel Moringapulver pro Tag gelten hier als Richtwert.

# Freekeh

Woher es kommt: Man sagt, dass Freekeh, was im arabischen übrigens so viel heißt wie „reiben“, vor über 2000 (mancherorts heißt es auch vor über 9000 Jahren) Jahren im mittleren Osten entdeckt wurde. Man nennt Freekeh auch „grüner Weizen“, eine Getreideart, die nach der Ernte abgebrannt wird und dessen Samen so geröstet und danach noch einmal zerkleinert werden.

Was es kann: Man kann das grünliche Freekeh vom Geschmack her mit braunem Reis vergleichen, allerdings enthält Freekeh bis zu viermal so viel Proteine und Ballaststoffe. Auch der Kalzium- und Magnesiumgehalt ist um ein Vielfaches höher als bei vergleichbaren Getreideprodukten. Außerdem hat Freekeh einen sehr geringen glykämischen Index und ist damit optimal geeignet für Diabetiker.

Wie es verwendet wird: Freekeh, erhältlich am besten über das Internet oder in gut sortierten Bio-Läden, kann zu einer Vielzahl von Gerichten verarbeitet werden. Ob in Suppen, als Beilage oder als Salat, Freekeh darf quasi immer dort eingesetzt werden, wo man auch Reis oder Quinoa verwenden würde.

Wie die Superfoods Baobab, Moringa oder Freekeh aussehen, das erfahren Sie in der Fotoshow.

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