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Die Gedanken einfach mal schweifen lassen: Warum Tagträume so wichtig sind

am 07.08.2015 um 14:10 Uhr

Ins Büro kommen, E-Mails checken, aus dem Fenster schauen, über einen Urlaub am Meer nachdenken, welcher Bikini zum Strandkleid am besten passen würde… huch! Schon sind die Gedanken von der eigentlichen Tätigkeit mal wieder abgeschweift. Aufrichten, Selbsttadel und weiter geht es im Tagesgeschäft. Wer kennt ein solch kurzes oder mal längeres Abdriften im Alltag nicht? Tagträumereien sind keine Seltenheit, sondern gehören zu unseren Gedankengängen tagsüber so regelmäßig dazu wie die Träume in der Nacht, haben allerdings ein wesentlich schlechteres Image. Warum sie dieses völlig zu Unrecht haben, erklären wir Ihnen hier und in der Bildergalerie .

Wer sich am Tag kleinen Träumereien hingibt, wird gern mal als unproduktiv und faul abgestempelt. Einmal dabei ertappt, bekommen wir sofort ein schlechtes Gewissen, denn es gibt ja noch so viel zu tun, also Konzentration! Auch wenn es in manchen Situationen natürlich wichtig ist, sich voll und ganz auf anstehende Aufgaben zu fokussieren, ist es genauso wichtig, sich auch mal eine kleine, verträumte Auszeit zu gönnen. Warum?

… weil Tagträume eine natürliche Reaktion des Gehirns sind

Wenn wir uns im Geiste mit anderen Dingen beschäftigen als denen, die gerade vor uns auf dem Schreibtisch liegen, dann hat das nicht zwingend etwas mit Prokrastination zu tun, also dem bewussten, selbsttäuschenden Aufschieben von Aufgaben. Tatsächlich sorgt das Gehirn mit dem Abschweifen für eine effektive Nutzung seiner Denk-Kapazitäten. Unsere innersten Gedankengänge konkurrieren nämlich den ganzen Tag mit den eigentlichen Aufgaben, die wir zu erfüllen haben und die ebenso unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

Wenn wir uns bei der Arbeit nun unter- oder überfordert fühlen, dann kommt dieser ausgleichende Prozess in Gang. Heißt: Wenn wir eher eintönigen Beschäftigungen nachgehen, dann nutzt das Gehirn den gedanklichen „Leerlauf“, um uns zum Nachdenken über innere Bedürfnisse, Wünsche und Träume anzuregen. Andersrum neigen wir auch zu Tagträumen, wenn uns die Arbeit zu sehr auslaugt. Dann nimmt sich das Gehirn eine Pause, was zur Folge hat, dass unsere Konzentration sinkt und wir plötzlich anfangen, über ganz andere Dinge zu sinnieren. Gönnen Sie Ihrem Kopf also ab und zu mal eine Pause und lassen Sie Tagträumereien zu, natürlich nur im solchen Maße, dass Sie trotzdem noch zum Arbeiten kommen.

… weil wir aus Tagträumen neue Kreativität schöpfen

Mit Tagträumereien schaffen Sie außerdem eine förderliche Symbiose zu problematischen Aufgaben, mit denen Sie konfrontiert sind und zu denen Ihnen einfach keine Lösung einfallen will. Wenn Sie sich daraufhin einen Moment Zeit nehmen, um Ihre Gedanken in andere Richtungen treiben zu lassen, dann kann Ihnen das schon weiterhelfen! Was zunächst paradox erscheint, ist ganz einfach zu erklären: Während des Abschweifens kommt der Geist eigenständig auf fantasievolle Ideen und schafft neue Verknüpfungen zwischen Erinnerungen sowie eigenen Ideen und Visionen. Durch dieses Vorstellungsvermögen kann ein ganz neues Netzwerk an kreativen Ansätzen entstehen, welches wir für unsere eigenen Aufgaben und das Herangehen an sie verwenden können.

… weil Tagträume einem Kurzurlaub gleichen

Erholung tut gut und auch, wenn diese nur im kleinsten Maße stattfinden kann, sorgt das schon für gute Laune und einen neuen Motivationsschub. Nutzen Sie einen Tagtraum also für eine kurze Auszeit vom Alltag und den Umweltreizen, die uns ständig umgeben. Das Nachdenken über einsame Inseln und Sandstrände senkt ähnlich einer Meditation den Blutdruck und sorgt für kurze Momente der Entspannung, aus denen wir neue Kraft schöpfen können.

Wie Sie sehen, ist Tagträumen also keinesfalls schlecht! Erlauben Sie es sich also selbst öfter mal, die Augen zu schließen und die Gedanken abschweifen zu lassen.

In der Bildergalerie haben wir für Sie nochmal die wichtigsten Fakten zum Tagträumen und seinen positiven Effekten zusammengefasst.

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