Porträt

Vom Country-Sternchen zum internationalen Popstar: Taylor Swift im Close-up

am 30.10.2014 um 17:23 Uhr

Viele Teenager, die schon in frühen Jahren eine steile Weltkarriere hinlegen, haben später mit den negativen Folgen ihres Ruhms zu kämpfen: Seien es peinliche Alkohol-Eskapaden, übermäßige Party-Exzesse, skandalöse Auftritte in knappen Outfits oder Prügelattacken auf Paparazzi. Bei vielen jungen Stars wird dann schnell das Sprichwort wahr: „Hochmut kommt vor dem Fall“. Nicht so bei Taylor Swift. Seit vielen Jahren begeistert sie schon weltweit mit ihrer Musik und ihrem Stilempfinden und das ohne einen einzigen, skandalträchtigen Auftritt. In unserem desired.de Close-up werfen wir einen Blick auf das Leben und die bisherige Karriere der jungen Sängerin, die sich vom Country-Girl zum Popstar ohne Diven-Attitüde entwickelt hat.

Sie ist das Girl-next-door, immer gut drauf und hat eine engelsgleiche Stimme: Taylor Swift ist mit Mitte Zwanzig im Musik-Olymp angekommen und liefert einen Hit nach dem anderen. Der Anfang dieser beachtlichen Karriere war kein Zufall, sondern hart erarbeitet.

Beschauliches Familienleben

Taylor Alison Swift wurde am 13. Dezember 1989 in Reading, Pennsylvania geboren. Ihr Vater, Scott Kingsley Swift, ist Vermögensberater, ihre Mutter Andrea Swift war zunächst im Marketingbereich tätig, bevor sie Hausfrau wurde. Taylor und ihr 1992 geborener Bruder Austin wuchsen stark gläubig auf und verbrachten ihre frühe Kindheit auf einer Farm, auf der Weihnachtsbäume gezüchtet wurden. Neben dem Reiten entdeckte Taylor Swift schon früh ihre Leidenschaft fürs Singen und speziell für die Country-Musik von Shania Twain, den Dixie Chicks und Dolly Parton.

“Ich bin eingeschüchtert von der Angst, durchschnittlich zu sein.”

Ihre Wochenenden verbrachte sie fortan damit, bei lokalen Festen, in Cafés und bei Events aufzutreten sowie an Wettbewerben teilzunehmen. Ihre Überambitioniertheit entfremdete sie schnell von ihren Mitschülern. Mit 11 Jahren reiste sie mit ihrer Mutter nach Nashville, um größeren Plattenfirmen ihre Demoaufnahmen zu überreichen. Doch eine Absage nach der anderen verdeutlichte, dass die Musikkarriere noch auf sich warten lassen sollte.

Mit frühem Ehrgeiz zum Erfolg

Mit 12 Jahren lernte Taylor Swift die ersten Akkorde auf der Gitarre spielen, was sie dazu veranlasst, ihren ersten eigenen Song zu verfassen, „Lucky you“. 2003 begann sie, mit dem Musikmanager Dan Dymtrow zusammenzuarbeiten. Er ermöglichte ihr nicht nur eine Modelkampagne für Abercrombie & Fitch und einen ihrer Songs auf einer Kompilation von Maybelline, sondern vor allem endlich Gespräche mit wichtigen Plattenfirmen.

“Menschen waren nicht immer für mich da, die Musik schon.”

Als Achtklässlerin erhielt sie vom Label RCA einen Vertrag, der darauf abzielte, Swifts Songschreiber-Fähigkeiten durch die Hilfe von Profis auszubauen. Mit 15 Jahren verließ sie das Label wieder, weil sie ihre eigenen Songs veröffentlichen wollte, anstatt, wie von RCA gefordert, von anderen geschriebene Lieder singen zu müssen. Das neu gegründete Label Big Machine Records nahm Swift schließlich unter Vertrag. Der Weltkarriere stand nun nichts mehr im Wege und Swift widmete sich mit Leidenschaft dem Songschreiben für ihr Debütalbum.

Die steile Karriere

Taylor Swifts gleichnamiges, erstes Album erschien im Oktober 2006 und wurde von wichtigen Zeitungen wie der New York Times und dem Rolling Stone hochgelobt. Doch statt ob des großen Lobes gleich abzuheben, blieb Swift auf dem Boden der Tatsachen und half sogar persönlich dabei, Exemplare ihrer ersten Single, „Tim McGraw“, versandfertig einzupacken, weil das junge Label bei ihrem großen Erfolg noch nicht hinterherkam. Für Radiostationen, die ihre Songs spielten, backte sie Kekse als Dank. Nach einer monatelangen Radiotour folgten Fernsehauftritte und ihre Etablierung in sozialen Netzwerken, die ihr schnell viele Fans einbrachte.

“Was auch immer im Leben geschehen mag, sei nett zu anderen. Nett zu anderen zu sein, ist ein wunderbares Vermächtnis, das man hinterlassen kann.”

Was Swift von anderen, hübschen, jungen Sängerinnen unterschied, war vor allem ihre Liebe zur Country-Musik. Mit ihrer Debütsingle und den folgenden Songauskopplungen erreichte sie die höchsten Chartplatzierungen in den Country-Charts in den USA. Es folgten ausgiebige Touren, bei denen sie sich besonders um ihre Fans mit stundenlangen Meet & Greets kümmerte. Sie war Opening-Act bei den Touren von Amerikas größten Country-Stars wie Faith Hill, Tim McGraw, Brad Paisley und George Strait. 2008 folgte ihr zweites Album, „Fearless“. Dieses verhalf ihr endgültig dazu, zu einer der international erfolgreichsten Country- und Popsängerinnen zu avancieren.

Bis heute hat Taylor Swift fünf Alben veröffentlicht, ihr letztes, „1989“, erschien Ende Oktober 2014. Mit dem bahnbrechenden Erfolg ihrer Musik folgte schließlich auch eine große Anzahl an Ehrungen. Seit 2007 hat die Sängerin mehr als 50 Preise eingeheimst, darunter sieben Grammy Awards. Einen erhielt sie unter anderem für das beste Album 2010 für „Fearless“, den sie als jüngste Sängerin aller Zeiten gewann. Unvergessen bleibt wohl auch ihr Gewinn des MTV Video Music Awards 2009: Während ihrer Dankesrede stürmte Rapper Kanye West die Bühne, entriss Taylor das Mikrofon und begann eine etwas unangenehme Lobeshymne darüber, dass Beyoncé den Preis viel mehr verdient hätte. Mit einem Lächeln und stoischer Ruhe überstand Taylor auch diesen Moment. Wenig später gab Beyoncé Taylor auf der Bühne nochmal die Chance, ihre Rede würdevoll zu vollenden. Chapeau an beide Damen, die diesen Ausrutscher seitens Kanye West mit Würde gemeistert haben.

Turbulentes Liebesleben

Taylor Swift und die Liebe schien lange Zeit ein nicht enden wollendes Wirrwarr an kurzen Beziehungen und schmerzhaften Trennungen zu sein. Diese verarbeitet sie regelmäßig in ihren Songs und muss dafür auch hämische Kommentare einstecken, welche sie aber mit Humor nimmt:

“Wenn du böse zu mir bist, werde ich einen Song darüber schreiben und das wirst du nicht mögen. So mache ich das.”

Ihre erste medienwirksame Beziehung führte sie zu Sängerkollege Joe Jonas, darauf folgte eine kurze Liaison mit Schauspieler Taylor Lautner. Auch John Mayer, Jake Gyllenhall, Harry Styles und sogar Conor Kennedy, Spross des berühmten, politischen Kennedy-Clans, standen schon auf Swifts Dating-Liste. Im Moment soll sie, laut eigener Aussage, übrigens Single sein und sowieso keine Zeit für eine Beziehung haben.

Die modische Entwicklung

Nicht nur Taylor Swifts Musik unterlief über die Jahre hinweg einer Veränderung, weg vom typischen Country-Stil, hin in Richtung tanzbarer Popmusik. Mit dem Reifen ihrer Musik und Persönlichkeit – schließlich begann ihre Karriere schon im zarten Teenager-Alter – zeigte sich auch in ihrem Fashion-Style eine sichtbare Wandlung. In den Anfangsjahren ihrer Karriere bestand Swifts Signature-Look aus mädchenhaften Sommerkleidern und Cowboy-Stiefeln. Zu Red-Carpet-Events zeigte sie sich gern in glänzenden, funkelnden Prinzessinnenkleidern, die bestens zu ihrem Image als süßes Girl-next-door, das in ihren Songs von der großen Liebe träumt und erzählt, passten. Ihr Beauty-Look wurde durch ihre lange, hellblonde Lockenmähne bestimmt. Seit 2011 trägt sie einen Pony und glatte Haare. Den Abschlussball-ähnlichen Kleidern hat die mittlerweile 24-Jährige auch abgeschworen und trägt lieber körperbetonte, kurze oder fließende, längere Kleider und Hosen, die ihre nahezu perfekten, langen Beine und Model-Silhouette betonen. In Sachen Make-up mag es Taylor Swift gerne dramatisch: Die Augen betont sie regelmäßig mit Cat-Eye-Lidstrich oder im Smokey-Eye-Look, dazu kommt roter Lippenstift. Die amerikanische Vogue betitelte sie 2011 als amerikanische Stilikone. Als Stilvorbilder nannte Swift, passend zu ihrem aktuellen Look, unter anderem Jane Birkin, Brigitte Bardot und Audrey Hepburn.

Darum liebt desired.de Taylor Swift:

Dass sich Hartnäckigkeit, Ehrgeiz und Talent auszahlen können, wenn man mit Leidenschaft seinem Traum folgt, beweist Taylor Swift seit acht Jahren. Mit Mitte Zwanzig zählt sie zu den erfolgreichsten und bekanntesten Popstars weltweit, ein Ende ihres musikalischen Weges ist nicht in Sicht. Dabei ist sie aber bis heute weder abgehoben, arrogant noch unnahbar für ihre Fans geworden, sondern hat ihren Girl-next-door-Charme beibehalten, auch wenn sie natürlich in ihrer Musik und in ihrem Aussehen deutlich erwachsener geworden ist.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie die modische Entwicklung von Popstar Taylor Swift nochmal veranschaulicht.

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