Ernährung

Food-Trend: Teff erobert nicht nur Hollywood

am 11.04.2014 um 08:10 Uhr

Teff ist derzeit in aller Munde: Denn Hollywoodgrößen und Clean-Eating-Fans wie Gwyneth Paltrow oder Victoria Beckham haben das begehrte Power-Getreide, welches zur Gattung der Zwerghirse gehört, jetzt für sich entdeckt. Was das Mini-Korn alles kann und was hinter dem Hype steckt, zeigen wir Ihnen hier und in unserer Bildergalerie.

Quina und Chia-Samen sind längst in den Bio-Supermärkten angekommen: Jetzt kommt Teff hinzu und reiht sich damit in die Familie der sogenannten Superfoods ein. Als Superfoods bezeichnet man übrigens alle Lebensmittel, die einen besonders hohen und konzentrierten Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen besitzen und so jünger, vitaler und schöner machen sollen. Sie können zudem über eine lange Zeit gelagert werden und sind nicht saisonabhängig.

Teff: Es kommt nicht auf die Größe an

Teff kommt ursprünglich aus Äthiopien, wird dort bereits seit über 5000 Jahren angebaut und hat sich wohl nicht zuletzt deswegen durchsetzen können, weil es unter den niedrigsten Umständen, sprich ohne viel Wasser und direkte Sonneneinstrahlung, überleben kann. Da es sich bei Teff um das kleinste Getreide der Welt handelt, entsprechen 150 Teff-Körner in etwa einem normalen Weizenkorn. Unterschieden wird zwischen rotem, weißem und braunem Teff, wobei die weiße Variante im Anbau am teuersten ist. Teff wird in erster Linie als Mehl verarbeitet, ein Kilogramm kostet hier etwa 10 Euro.

Warum ist Teff so gesund?

Das Teffkorn ist vollkommen glutenfrei, eignet sich daher besonders für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit und verfügt über mehr Mineralien als irgendein anderes Getreidekorn. Das Mini-Korn ist so ergiebig, dass es die Energie in Form von Glukose für viele Stunden zur Verfügung stellen kann. Heißhungerattacken bleiben somit aus, da der Blutzuckerspiegel konstant bleibt, im Gegensatz zum Verzehr von Weizenerzeugnissen. Der hohe Eisen-, Kalzium- und Zinkgehalt kurbelt die Anzahl der roten Blutkörperchen an, somit kann Sauerstoff schneller gebunden werden. Das verbessert die Ausdauer und das Konzentrationsvermögen enorm.

So kocht man mit Teff

Teff ist relativ geschmacksneutral, dennoch hat es ein leicht nussiges Aroma und schmeckt süßlich. Es kann beim Kochen wie normales Weizenmehl für Brot, Kuchen-, Nudel- und Pizzateig, eingesetzt werden. Aber Vorsicht: Teig aus Teff lässt sich nicht kneten, weil hier der Weizenkleber Gluten fehlt. Übung macht den Meister und nach ein paar Malen sollte Ihnen der perfekte Teig gelingen.

Wer es etwas exotischer mag: Traditionell wird aus Teff Injera hergestellt, ein Fladenbrot, das vor allem in Äthiopien zu jeder Mahlzeit gegessen wird. Das brauchen Sie für etwa 10 kleine Brote: 85g Teffmehl, 700ml Wasser, etwas Salz und Sonnenblumenöl. Geben Sie das Teffmehl und das Wasser in eine Schüssel und verrühren Sie die beiden Zutaten. Nun verdecken Sie die Masse mit einem Geschirrtuch und lassen diese bei Zimmertemperatur gehen, bis sich Blasen bilden und der Teig sauer geworden ist. Dies ist nach etwa drei Tagen der Fall. Der Teig sollte jetzt die Konsistenz von Pfannkuchenteig haben. Nun können Sie den Teig ganz normal verwenden, als würden Sie Pancakes in der Pfanne damit zubereiten. Lassen Sie es sich schmecken!

Entdecken Sie in unserer Fotoshow das neue Superfood Teff und erfahren Sie, warum dieses Getreide jetzt im Trend liegt.

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