Fashion Week: Die neuen Trends unter der Lupe!

am 07.07.2013 um 11:41 Uhr

Die Berliner Fashion Week ist vorbei und alle Looks für den kommenden Sommer sind präsentiert worden. Ein Grund, sich einmal die Kollektionen genauer anzusehen: Entdecken Sie die heißesten Trends der nächsten Saison und erfahren Sie, welche Styles aus dem Kleiderschrank verbannt werden.

Mustergültig!

Das kommt: In diesem Sommer kann man scheinbar nicht genügend Muster miteinander mixen. Nächstes Jahr wird es wesentlich ruhiger und so sahen wir während der Fashion Week nur noch reduziert eingesetzte Prints, die zusammen mit einfarbigen Pieces kombiniert wurden. Tropisch anmutende Prints bei Marcel Ostertag, Palmen-Motive bei Lala Berlin, grafische Elemente bei Dawid Tomaszewski, Streifen bei Riani und dezente florale Verzierungen bei Lena Hoschek.

Das geht: Der übertriebene Muster-Mix verabschiedet sich fürs Erste. Keine Sorge, Ihre Print-Pieces aus dieser Saison werden natürlich nicht automatisch out, nur werden sie nicht mehr im Kopf-bis-Fuß-Look wild miteinander gemixt, sondern lieber zu Basics kombiniert – weniger ist im nächsten Sommer einfach mehr!

Den richtigen Ton treffen!

Das kommt: Die Farbwahl der deutschen Designer folgte komplett einem roten, pardon, beigen Faden! Tatsächlich nahezu alle Kollektionen griffen die „Nicht-Farbe“ auf: Mal in einer Nude-Version, dann als kräftigeren Erdton und klassischem Creme oder in sanfter Sandnuance. Aber auch Royal und Nachtblau, Smaragd- und Limettengrün, Altrosa, Koralle, Orange, Sonnengelb, Himmelblau, strahlendes Weiß, Rost und Tiefschwarz erfreuen sich bei den Designern an großer Beliebtheit.

Das geht: Was wir bei den aktuellen Schauen nicht sahen, waren grelle Farben leglicher Art – die Tage der schrillen Neon-Farben scheinen also gezählt zu sein. Machen Sie daher beim derzeitigen Sale lieber einen großen Bogen um die extravaganten Textmarker-Töne und investieren Sie lieber schon jetzt in die neuesten Trend-Farben, damit Sie im nächsten Jahr direkt punkten können.

Material-ismus!

Das kommt: Pailletten, die wie Fischschuppen angeordnet sind, wie bei Laurèl, leichter Sommerstrick der vielseitig eingesetzt wird, Cut-Out-Elemente, fließende Seide wie bei Michael Sontag, sehr viel transparente Pieces, was die Männerwelt erfreuen wird, Latex-Details, wie bei Blacky Dress, die ganz dezent und subtil verwendet werden, Spitzeneinsätze wie bei Augustin Teboul, viel Häkelkunst, die besonders bei dem Label Issever Bahri auffiel,und Lochmuster, die den Looks eine gewisse Sportlichkeit verleihen.

Das geht: Die Klassiker Leder, Leinen und Denim waren sehr wenig vertreten und können im nächsten Sommer pausieren,  was wohl nicht ganz so schlimm ist, denn diese Materialien sind doch eh immer angesagt! Zeit, für etwas Neues und Spannenderes.

Der Teufel steckt im Detail

Das kommt: Mit Accessoires wird in der nächsten Saison sehr sparsam umgegangen. Der Schmuck auf dem Laufsteg ist opulent, glitzernd, aus Funkel-Steinen und zum größten Teil in Silber gehalten. Viele Details spielen sich am Handgelenk ab oder es werden Swarovski-Steine auf die Kleidung genäht, um eine schimmernde-Reflektion zu erhalten, wie bei Designer Michael Sontag. Designerin Rebekka Ruétz erlaubte ihren Models Socken in den Schuhen zu tragen und setzte damit ein Statement. „Den“ neuen Taschen-Trend sucht man vergebens, nach wie vor sind Clutches und schlichte, kastenförmige Bags angesagt und fügen sich perfekt dem Gesamtbild. Viele Accessoires befinden sich auf dem Kopf der Models: Marcel Ostertag setzte seinen Models spitze Spikes auf. Das Design-Duo Augustin Teboul setzte auf verschiedenen Kopfschmuck, zum Beispiel perlenverzierte Vorhänge, und Guido Maria Kretschmar wählte extravagante Hüte und feine Kopftücher.

Das geht: Ein Trend, der in diesem Sommer nicht wegzudenken ist, fiel auf den jetzigen Schauen gar nicht mehr auf: verspiegelte Sonnenbrillen. Die Sonnenbrillen im nächsten Jahr scheinen wieder unauffälliger, dezenter und farbloser zu werden.

Hey, Schnitte!

Das kommt: In Sachen Schnitte und Passformen setzten die Designer auf modernen Business-Chic, der auf lässige Sportlichkeit trifft. Viele Designs fallen weit aus und sind nicht figurbetont. Jumpsuits, Kostüme, Midi- und Bleistiftröcke und coole Hosenanzüge bestätigen, dass Weiblichkeit nicht immer etwas mit kurzen Kleidern zu tun haben muss. Die Betonung liegt in der Mitte: Taillengürtel, A-Linien-Formen, Schößchen und Volants, wie bei Designer Dimitri, unterstützen die Looks. Asymmetrie und grafische Shapes passen sich den oft futuristischen Outfits an und verleihen ihnen einen klassischen Hauch.

Das geht: Wenn die Taille betont wird, ist die logische Konsequenz daraus, dass die Hüfte im nächsten Jahr nicht im Fokus steht. Vorteil: Eine betonte Taille zaubert eine wunderbar weibliche Silhouette – das dürfte wohl alle Frauen freuen.

Schuh-bi-du!

Das kommt: Wenn man sich das Schuhwerk auf dem Laufsteg ansieht, wird die Frage nach dem nächsten Trend nahezu einstimmig beantwortet: Denn ob Kaviar Gauche, Kiesel, Michael Sontag, Kilian Kerner oder Schumacher: Flache (!) Schuhe sind in der nächsten Saison die Trend-Treter! Sportliche Sneaker, spitze Ballerinas, coole Schnürschuhe oder funkelnde Sandalen sind herrlich praktisch, bequem und sehen einfach toll aus. Pluspunkt: Wenn Sie jetzt vor Freude einen großen Luftsprung machen möchten, ist das in flachen Schuhen auch nicht gleich so gefährlich!

Das geht: Des einen Freud, ist des anderen Leid. Waghalsige Killer-Heels wollen im nächsten Jahr nicht mit uns durch den Sommer spazieren – das klingt doch ganz entspannt, oder etwa nicht?

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