Accessoires

Trendiger Blickfang: Tribal-Ohrringe modern inszeniert

am 03.03.2015 um 16:33 Uhr

Mit Tribal-Schmuck verbindet man in erster Linie abenteuerliche, bunte Accessoires aus natürlichen Materialien wie Holz oder Stein, die in ungewöhnlichen Formen daherkommen und oftmals an Keile, Stacheln oder Pyramiden erinnern. Der Schmuck der neuen Tribal-Trendwelle zeigt diese unkonventionellen Silhouetten nun in einem völlig neuen, hochmodernen Gewand: Traditionshäuser wie Dior, Givenchy und Bottega Veneta kündeten die Tribal-inspirierten Eyecatcher bereits auf dem Laufsteg an, aber auch moderne, hochgehandelte Design-Newcomer wie Sophie Billie Brahe, Sabrina Dehoff oder Jane Konig spezialisieren sich auf den edgy Schmucktrend. Entdecken Sie die schönsten Tribal-Ohrringe hier in unserer Bildergalerie.

Viele Leute verwenden den Begriff Tribal wie ganz selbstverständlich, wenn Sie zum Beispiel von der neuen „Mise En Dior Tribal Collection“ sprechen. Aber weder Dior, noch Givenchy oder Bottega Veneta haben Tribal-Schmuck „erfunden“, sondern der unkonventionelle Accessoire-Trend hat einen uralten Ursprung.

Historischer Kult

Tribal heißt eigentlich „einem Stamm entspringend“ und spielt auf die historische Schmucktradition verschiedener, ethnischer Urstämme und Gruppen an. Daher ist der Ursprung des Tribal-Schmucks auch so unglaublich vielfältig: Von den rostroten Malereien der Indio-Stämme, den verschlungenen Maori-Symbolen aus Knochen, Perlmutt und Jade, den golden funkelnden geometrischen Spielereien der Maya, Azteken und Inkas bis hin zum keilförmigen, federbestückten Körperschmuck der Aborignies – all dies und noch vieles mehr, zählt in die diversen Tribal-Inspirationen mit hinein.

Moderne Re-Inszenierung: Der Tribal-Ohrring

Vergessen Sie die Statement-Kette! Der Ohrring als absolutes It-Piece erlebt zurzeit eine wahre Renaissance: Überall sieht man neue, extravagante Formen und Tragweisen, die den gewöhnlichen Ohrstecker ganz schön alt aussehen lassen. Zum einen findet die moderne, edgy Silhouette ihren Ursprung in der Piercing- sowie Earplug-Kunst. Zum anderen werden auch neue Trag-Arten, wie der Ear Cuff, ins Leben gerufen. Der perlige Tribal-Ohrring von Dior zum Beispiel kommt in der Form eines Ear Studs daher und „imitiert“ nur die Form eines Earplugs, ist aber dank aufsteckbarem Ende ganz schnell wieder ausgezogen. So schlägt man dann wohl zwei Fliegen mit einer Klappe, oder?

Couture Vorreiter: Dior und Givenchy

Beim Tribal-Ohrring-Trend in puncto Catwalk hatten diese zwei Traditionslabels definitiv die Nase ganz weit vorne: Sowohl bei Dior als auch bei Givenchy konnten die ungewöhnlichen Schmuck-Silhouetten das erste Mal Laufsteg-Luft schnuppern und wurden während der Frühjahrs/Sommer-Schauen 2015 präsentiert.

Bei Dior fand die Tribal-Referenz ihre ultimative Veredelung und wurde mit dem Trendmaterial Perle zusammengeführt: Die Ear Studs, bestehend aus einer großen Perle, die hinten am Ohr anliegt und einer kleinen Perle, die sich vorne ans Ohrläppchen schmiegt, sind ein absoluter Stilbruch und vereinen die klassische, luxuriöse Note des Labels mit einem modernen, asymmetrischen Design.

Bei Givenchy wurde das Tribal-Thema gleich etwas derber angegangen und erinnert umso mehr an den Piercing verwandten Ear Expander: Die keilförmigen Ohrringe sind geformt wie eine Klaue und werden im Zentrum von einem Magneten zusammengehalten, um einen täuschend echten Piercing-Effekt zu erhalten. Natürlich funkelt es hier trotz unkonventioneller Form um die Wette: Der „Double Horn Shark Earring“ ist so zum Beispiel mit vielen, schillernden Kristallen versehen und vereint die edgy Form mit einem Hauch von Glam.

Moderne, skandinavische Tribal-Kunst von Brahe, Konig & Co.

Abseits vom Laufsteg sorgen aber vor allem diese jungen, wilden Schmuckdesigner für eine sich verändernde Ohrring-Silhouette: Sophie Billie Brahe, Jane Konig, Ina Beissner und Sabrina Dehoff vertreten eine immer lässiger werdende Art, den guten, alten Ohrring zu tragen: Es darf auffällig, groß, unkonventionell und edgy zugehen!

Die Ear Rods von Sophie Billie Brahe erinnern, wie der Name es schon sagt, an Kordeln oder feine Stäbchen, die mit Perlen veredelt, einfach durchs Ohr gezogen werden. Jane Konig spielt mit der Keilform und lässt diese in einem roséfarbenen Gewand plötzlich fast feminin und filigran wirken. Ina Beissner verbindet Tribal-Wurzeln und neue Ideen: Der „Mono-In-Ear“ bezeichnet einen runden Ohrring, der ohne Verschluss daherkommt und den man sich einfach in die Ohrmuschel hängt. Sabrina Dehoff lässt sich vom Tribal-Trend auf eine ganz andere Art beeinflussen und setzt auf Azteken-inspirierte, geometrische Zusammenfügungen: Luxuriös funkelnde Pyramiden, Kreise und Rechtecke bringen eine gewisse Schlichtheit ins Spiel und sind eine gute Wahl für alle, die es doch lieber reduziert mögen.

Entdecken Sie die schönsten Tribal-Ohrringe der Saison jetzt hier in unserer Bildergalerie.

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