Zeitlose Mode

Ein modischer Evergreen: Die Tunikabluse ist in jedem Sommer unverzichtbar

am 20.05.2015 um 15:29 Uhr

Sobald die Temperaturen steigen und die luftigen Sommer-Lieblinge präsent in den Kleiderschrank gehangen werden, wird nicht selten auch die klassische Bluse gegen die Tunikabluse gewechselt. Denn diese symbolisiert automatisch Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und auch im Büro verleiht sie einen Hauch von Urlaubs-Feeling. Daneben zeigt sich die Tunika in Sachen Styling als ein echtes Allroundtalent und geht immer mit den aktuellen Trends. Gründe genug, um sich der Tunika einmal mehr zu widmen und die wichtigsten Fakten rund um das beliebte Kleidungsstück hier und in der Bildergalerie unter die Lupe zu nehmen.

Die Tunikabluse ist der Freigeist unter den Blusen, denn sie zeigt sich locker, luftig und leicht und scheint das Leben nicht allzu schwer zu nehmen. Dass diese Vorzüge bereits seit der römischen Antike und bis ins Mittelalter geschätzt wurden, das beweist ein Blick auf die Geschichte der Tunika.

Historischer Hintergrund: Die Tunika ist eines der ältesten Kleiderstücke

Schon Julius Caesar kam, sah und siegte in einem Tunika-ähnlichem Gewand: Denn unter der Toga, die zu besonderen Anlässen angezogen wurde, trug man in der Antike für gewöhnlich eine Tunika. Während die Tunika heute vorwiegend in der Damenmode vorkommt, war sie ursprünglich ein Kleidungsstück, das von Männern getragen, typischerweise in knielanger Form daher kam und mit einem Gürtel um die Taille versehen wurde. Erst im Mittelalter wurde die Tunika als Obergewand anerkannt und machte den Stand des Trägers durch den entsprechenden Arbeitsaufwand, den die Tunika einnahm, kenntlich: So waren die Tuniken der Bauern einfach und kürzer, sodass man in ihnen gut arbeiten konnte. Die gestandene Herrschaft hingegen ließ seine Tuniken mit Stickereien, breiten Borten und Paspelierungen verzieren.

Zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert verschwand die Tunika weitestgehend und kam mit der Frauen- und Hippiebewegung in den späten 50er- allmählich und spätestens in den 60er- und 70er-Jahren als das modische Must-have zurück. Endlich hieß es: Raus aus den engen Kleidern, Röcken und Hosenanzügen vergangener Jahrzehnte und rein in gemütliche, weite Tunikablusen, Schlaghosen und Maxikleider. Designer Christóbal Balenciaga soll das erste Tunikakleid entworfen haben, danach folgten Labels wie Balmain, Givenchy und Saint Laurent Paris, die das antike Kleidungsstück auf unterschiedliche Art und Weise interpretierten.

Aktuelle Trends: Die Tunika wird jedes Jahr neu aufgelegt

Seit den 70er-Jahren ist die Tunika also eines der beliebtesten Pieces für warme Tage und jede Saison lassen sich die internationalen Modeschöpfer immer wieder etwas Neues einfallen, um das gute Stück in Szene zu setzen. Diese Trends sind 2015 schwer angesagt:

Farben: Neben den Klassikern wie sämtlichen Facetten in Weiß, sind in diesem Jahr vor allem Gewürztöne im Trend. Beim französischen Modehaus Chloé sah man auf dem Laufsteg beispielsweise XXL-Tuniken mit aufwendigen Stickereien und in Nuancen wie Zimt, Curry, Orange oder Chilirot. Auch wenn diese Farben zunächst ungewöhnlich für den Sommer klingen mögen, sehen diese gut zu zart gebräunter Haut aus.

Muster: Ethno ist bei den Designern immer ein großes Thema und so sind viel der aktuellen Tuniken mit bunten und wilden Mustern versehen. Ganz im Hippie-Stil kommen psychedelisch-anmutende Paisley- oder Batik-Prints sowie ornamentale Stickereien und Schmuckstein-Verzierungen hinzu. Maritime Muster wie Streifen in Dunkelblau und Weiß wirken hingegen klassisch und machen die Tunika bürotauglich.

Materialien: Ursprünglich wurde die Tunika aus Leinen, Wolle oder Seide gefertigt und das ist bis heute so geblieben. Natürlich gibt es auch synthetische Fasern, diese sind bei hohen Temperaturen allerdings nicht zu empfehlen, da diese kaum atmungsaktiv sind.

How To Wear-Tipps:

1. Großer Pluspunkt der Tunika? Sie schmeichelt jeder Figur: Denn androgynen Frauen wird damit eine weiblichere Silhouette gezaubert und Problemzonen werden bei fülligeren Frauen optimal kaschiert.

2. Die Tunika wird am besten zu eng anliegenden Hosen wie einer leichten Jeans oder Leggings getragen, denn alles andere könnte schnell zu voluminös und unförmig wirken. Der Klassiker unter den Styling-Partnern ist allerdings die Jeansshorts: ob High-Waist, im Used-Look oder ganz gediegen in einheitlicher Waschung.

3. Wer sich für eine Boho-Tunika entscheidet, der kann zudem noch mit den richtigen Accessoires spielen und große Schlapphüte, Armreifen und große Cocktailringe kombinieren. Klassische Tuniken, gerade für einen Tag im Büro, sollten am besten pur und zu einer eleganten Zigarettenhose getragen werden.

Entdecken Sie in der Bildergalerie aktuelle Tunika-Modelle und wie die Designer die Bluse in diesem Jahr interpretieren.

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