Tutanchamun-Ausstellung endlich auch in Berlin

am 11.03.2013 um 16:50 Uhr

Ähnlich wie ein Popstar werden die Ausstellung um Tutanchamun und die Relikte seiner Grabstätte gefeiert, die seit 2008 durch Asien und Europa touren. Nun macht der Pharao auch in Berlin Halt und zeigt in Treptow auf unschlagbaren 4.000 Quadratmetern, wie der Archäologe Howard Carter 1922 den Grabschatz entdeckte. Neben der schönen Nofretete nun noch ein Stück mehr Ägypten in der deutschen Hauptstadt.

Nein, es ist nicht Lady Gaga und es ist auch nicht Rihanna – der Grund dafür, warum Berlin derzeit Kopf steht, ist nicht etwa die Ankunft eines großen Popstars, sondern die der Ausstellungstour von Tutanchamun. Der einbalsamierte Pharao und seine Grabschätze wurden 1922 in Ägypten von Howard Carter entdeckt, der seinen unglaublichen Fund folgendermaßen beschrieb: „Der entscheidende Augenblick war gekommen. Mit zitternden Händen machte ich eine kleine Öffnung in der linken oberen Ecke. Zuerst konnte ich nichts sehen, da die aus der Kammer entweichende heiße Luft das Licht der Kerze zum Flackern brachte. Als meine Augen sich aber an das Licht gewöhnten, tauchten bald Einzelheiten im Innern der Kammer auf. Seltsame Tiere, Statuen und Gold – überall glänzendes, schimmerndes Gold!“

Aufwendige Nachbildungen

Carter entdeckte ein 3.300 Jahre altes Grab aus mehreren Grabkammern im Tal der Könige, von einem der interessantesten Pharaonen: Tutanchamun. Mit nur 18 Jahren verstarb der Herrscher der 18. Dynastie Ägyptens, bis heute wird noch spekuliert, wie es dazu kam: Die Rede ist von Sichelzellanämie, einer Entzündung, einem Reitunfall, einer Kopfverletzung – oder war es doch Mord? Nachbildungen von 1.000 Relikten und auch seine berühmte, golden-blaue Totenmaske werden nun in Berlin ausgestellt. „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ macht vom 9. März an bis zum 1. September Halt im alten Busdepot in der Arena Treptow. Dort werden in einer einzigartigen und sehr aufwendigen Inszenierung die Grabbeigaben und der Schmuck gezeigt, alles Nachbildungen, die mit viel Mühe und Liebe zum Detail den Eindruck erwecken, es könne sich um die Originale handeln.

Authentische Inszenierung

Aufgebaut sind die Räume genauso wie beim Fund vor 91 Jahren: Dem Besucher wird die Atmosphäre von damals vermittelt und man kann sozusagen hautnah dabei sein. Eine teilweise verwirrende, aber eben authentische  Anordnung der Ausstellungsstücke bis hin zu dem rund 100 Kilogramm schweren Sarkophag bieten einen detaillierten Rundum-Überblick über einen der wichtigsten archäologischen Funde der Neuzeit. Lehrreich und unterhaltsam mithilfe eines Audio-Guides können Sie sich drei Schreine, drei Särge, den Sarkophag, Mobiliar, einen Streitwagen und viele hunderte kleinerer Gegenstände anschauen und das Ägypten im Jahre 1.300 vor Christus in sich aufnehmen. Nicht nur für Fans ein absolutes Muss!

Bereits vier Millionen Besucher

Bereits vier Millionen Besucher sahen sich die Schätze seit der Premiere in Zürich an, in Deutschland war „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ schon in München, Hamburg, Köln und Frankfurt zu Gast, nun eben auch in der deutschen Hauptstadt. Und die Resonanz ist überwältigend. Die Arena Berlin öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr seine Pforten für stolze 17 Euro pro Erwachsenem.

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