Unisex-Parfum: Diese Düfte stehen Frauen und Männern gleichermassen

am 16.09.2015 um 17:04 Uhr

Frauen tragen süße und blumige Düfte und die Männer sollten stets zu holzigen, schweren Nuancen greifen? Soweit das Klischee. Dass es sich aber durchaus lohnt, sich diesem zu widersetzen, das zeigt der Trend hin zu Unisex-Düften, die beiden Geschlechtern gerecht werden. Wie schön dieser Kompromiss duften kann und wie man so ganz individuelle Duft-Nuancen findet, die nicht jeder Zweite hat, das zeigen wir Ihnen hier und in der Bildergalerie .

Wie praktisch und schön wäre es, wenn die bessere Hälfte den gleichen Duft trägt? Auf Reisen müsste man zukünftig nur noch einen Flakon mitnehmen und die Zusammengehörigkeit würde sich in einem Parfum vereinen, das einen immer an den Partner erinnert. Ein romantischer Gedanke, der mit Unisex-Düften möglich ist.

Seit den 90er-Jahren boomen Unisex-Düfte

Alles fing in den 90er-Jahren an, als die klaren Grenzen zwischen den Geschlechtern in der Mode weitestgehend verschwanden. Frauen trugen androgyne Kleidung, wenig Make-up, ultra-kurze Haare und als chic galt ein drahtiger Körper, anstelle weiblicher Kurven. Klar, dass da auch die Beauty-Industrie mitziehen musste. Als eine der ersten Marken überhaupt brachte das Label Calvin Klein einen Unisex-Duft raus: „CK One“, welches laut des Herstellers Grenzen zwischen Völkern, Altersgruppen und Geschlechtern aufweichen lassen sollte. Hier kommt noch heute ein Mix aus Bergamotte, Kardamom, Papaya, Ananas, Veilchen und Muskat zusammen. Außerdem war der Flakon erstmals vollkommen schnörkellos und hüllt den Duft in milchiges Glas. Viele weitere Nuancen folgten.

Seit den 90er-Jahren gab es zwar immer noch einige Unisex-Düfte, der Trend ging allerdings deutlich wieder zur Trennung der Geschlechter. Klassiker wie J’adore von Dior, der um die Jahrtausendwende erschienen ist, stehen jetzt an der Spitze. Der Duft? Sehr blumig, sehr süß, sehr weiblich und auch der Flakon lässt keine Zweifel übrig, dieses Parfum ist ausschließlich für Frauen komponiert worden.

Comeback: 2015 sind die Unisex-Düfte zurück

Das sieht heute wieder ganz anders aus. Viele Düfte werden nicht mehr speziell für ein Geschlecht entworfen, sondern sollen alle ansprechen, ob vom Design oder der Duft-Note. Und der neu entfachte Hype heute ist wieder einmal der Mode verschuldet. Genderless-Mode ist das Stichwort der Stunde und eine eindeutige Grenze zwischen Frauen- und Männermode ziehen viele Designer in diesen Tagen nicht mehr. Sie entwerfen Tops aus Spitze für Ihn und geradlinige Tweed-Sakkos für Sie. Bei den Menswear-Schauen für das Frühjahr/ Sommer 2016 liefen sogar erstmals auch weibliche Models und zeigten die neuen Menswear-Kollektionen für Labels wie Gucci oder Jeremy Scott. Designer-Größen wie Miuccia Prada machen mit Sätzen wie „I think to people, not to gender“ deutlich, wo es hin geht.

Das Zauberwort Cross-Scenting, so wird der Unisex-Duft im Fachjargon genannt, ist also wieder präsent. Wer jetzt als Frau allerdings Angst haben sollte, nicht mehr weiblich zu duften, dem sei gesagt, dass auch die Unisex-Düfte sich ganz individuell auf dem eigenen Körper entfalten. Gerade Unisex-Düfte sind so komponiert, dass sich bestimmte Nuancen auf der Haut von Frauen noch einmal ganz anders entfalten als beim männlichen Pendant. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung von Hormonen und Pheromonen riechen diese androgynen Düfte bei Frauen viel feiner und gar nicht maskulin. Eins zu eins wie Ihr Liebster werden Sie also auch mit Unisex-Düften nicht reichen.

Entdecken Sie nun in der Fotoshow unsere Top 10 an Unisex-Düften und überzeugen Sie sich beim nächsten Einkaufsbummel selbst.

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