Fashion-Trend

Tierfreie Modelabels: So schön kann vegane Mode sein

am 25.11.2015 um 18:19 Uhr

Der Verzicht auf Fleisch und alle anderen tierischen Produkte ist seit einiger Zeit nicht nur in Sachen bewusster Ernährung, sondern auch in der Modewelt zum neuen Lifestyle avanciert. Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben, tierische Produkte aus ihrem täglichen Speiseplan zu verbannen, bleiben ihrer Einstellung inzwischen auch bei der Kleiderwahl treu. So entsteht gerade ein riesiger Markt an vegetarischen und veganen Modelabels, die ihren Kunden nicht nur schöne und tierfreundliche Produkte anbieten, sondern das gute Gewissen gleich mitliefern. Erfahren Sie hier und in der Bildergalerie , welche veganen Labels Sie sich unbedingt einmal anschauen sollten.

Bewusste Ernährung ist der Food-Trend der Stunde. Auch viele Stars achten darauf, keine tierischen Produkte mehr zu sich zu nehmen. Doch wer wirklich konsequent vegan leben will, muss natürlich auch aus allen anderen Lebensbereichen die tierischen Produkte verbannen. Das stellt inzwischen jedoch kein großes Problem mehr dar. Kosmetik und Beauty-Produkte sind immer öfter vegan und auch in der Modeindustrie können sich immer mehr vegane Labels behaupten.

Was macht vegane Mode aus?

Der Fair-Fashion Trend ist inzwischen fast schon ein alter Hut. Selbst große Modeketten werben mit nachhaltiger Mode aus biologischer Baumwolle und vermeintlich fairen Produktionsbedingungen. Doch die veganen Labels setzten dem in Sachen Nachhaltigkeit und Fairness noch einen drauf. Sie verzichten auf alle tierischen Bestandteile wie Leder, Pelz, Wolle, Kaschmir, Angora und Federn. Sogar Seide, Horn und Perlmutt werden aus der gesamten Produktion verbannt. Doch dank modernster Technik können diese tierischen Bestandteile durch vegane Alternativen ersetzt werden. Optisch ist ein Unterschied teilweise kaum erkennbar. So bestehen vegane Kleider und Schuhe oft aus Baumwolle, Leinen, Sojaseide, Viskose, Kunstleder oder Kunstpelz.

Welche Designer setzen auf vegane Mode?

Vegane und faire Mode wurde als Öko-Fummel und Hippie-Mode lange Zeit nicht ernst genommen und wenig beachtet. Doch immer mehr große Labels besinnen sich auf eine tierfreundliche Produktion und viele noch relativ unbekannte Designer entwerfen elegante Mode, die vom schicken Mantel über reizvolle Unterwäsche bis hin zur lässigen Streetwear so einiges zu bieten hat.

UMASAN: Dass vegane Mode auch stilvoll und elegant sein kann, beweist das Berliner Label „Umasan“ mit seinen zeitlos schönen Kollektionen. Die jungen Designerinnen Anja Umann und Sandra Umann haben es sich zur Aufgabe gemacht, höchste Qualität mit fairen und nachhaltigen Produktionsbedingungen zu verbinden. So werden hochwertige Materialien in traditionellen Produktionsbetrieben zu wunderschönen Looks verarbeitet.

Stella McCartney: Und auch die großen Labels sind auf den Geschmack veganer Mode gekommen. Stella McCartney gilt dabei als Vorreiterin unter den Luxusmarken. Ihre Schuhe und Taschen sind zu 100% vegan, ihr Unternehmen gilt offiziell als vegetarisch und steht für verantwortungsbewusste Produktion. Die Tierliebhaberin kooperierte unter anderem schon mit Adidas und H&M und unterstützt zudem die Tierschutzorganisation PETA.

Von Fake-Fur bis Fake-Leather: Vegane Mode ist so angesagt wie nie

Auf der Suche nach einem warmen Mantel stoßen wir oft auf Pelzmäntel oder dicke Wollmäntel, doch kuschelige Mäntel gibt es auch ohne tierische Produkte. Vegane Kleidung heißt also keinesfalls, dass man auf angesagte Trend-Pieces verzichten muss. Meist gibt es sogar weitaus kreativere Ideen und Designs, als bei den großen Modehäusern.

Shrimps: Das britische Label „Shrimps“ hat sich auf Fake-Fur Mäntel spezialisiert. Dahinter steht die junge Engländerin Hannah Weiland, die ihr Label erst 2013 ins Leben gerufen hat. Die Mäntel machen mit ihrem Fake-Fur in allen möglichen Farben auch an grauen Wintertagen gute Laune. Und inzwischen gibt es bei dem jungen Label sogar auch Pullover, Taschen und Accessoires aus veganen Materialien.

Adolfo Dominguez: Der spanische Designer Adolfo Dominguez kleidete schon den „Miami Vice“-Cast ein und entwarf eine Kollektion für Barbie. Heute bekommt man bei ihm zum Beispiel wunderschöne Wintermäntel aus Eco-Leder, einem speziellen Kunstleder, das dem echten zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem verzichtet er auch bei Schuhen und Taschen auf tierische Produkte.

Schuhe, Schuhe, Schuhe!

Auch bei der Mode für die Füße stehen vegane Labels hoch im Kurs. Das Label „Beyond Skin“ führt elegante Damenschuhe und klassische Pumps im Angebot, die gerne mal mit einer verspielten Schleife verziert sind. Aber auch warme Winterstiefel aus Kunstleder und mit einer Fake-Fur-Fütterung gehören zum veganen Sortiment. Von festen Schnürstiefeln, über Ankle Boots bis hin zu Loafern und Ballerinas, beim italienischen Label „Noah“ werden alle veganen Schuhfantasien erfüllt.

Bag to Nature

Natürlich sind auch hochwertige Handtaschen heute längst nicht mehr nur aus echtem Leder erhältlich. Das vegane Pendant zur edlen Ledertasche wird aus einem hochwertigen Imitat hergestellt, das dem tierischen Vorbild in nichts nachsteht. Das Label „Matt&Nat“ ist längst kein Geheimtipp mehr, wenn es um stilvolle und qualitativ hochwertige vegane Taschen geht. Bei der Suche nach einer schicken Schultertasche oder Clutch wird man sicherlich bei „Wilby“ oder „La Bante“ fündig. Beide Labels bieten hauptsächlich vegane Taschen und Accessoires an.

Entdecken Sie nun in der Bildergalerie die schönsten veganen Labels .

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