Gesundheit

Es werde Licht: 10 Fakten über das Sonnen-Hormon Vitamin D

am 08.05.2015 um 10:22 Uhr

Nach vielen grauen und tristen Tagen ist die Sonne im Frühling eine wahre Wohltat, und das nicht nur für die Augen, die nun endlich wieder Licht am Ende eines langen, dunklen Winter-Tunnels sehen dürfen. Auch für den Rest des Körpers und für den Geist hat ein kleines Sonnenbad einige positive Effekte. Schuld daran ist vor allem das Vitamin D, welches dank der Sonne vermehrt in unserem Körper produziert wird. Wie sich das eine auf das andere auswirkt und welche weiteren, interessanten Fakten Sie zu Vitamin D kennen sollten, verraten wir Ihnen hier und in der Fotoshow.

Ein kleines Sonnenbad zaubert nicht nur eine schöne Bräune auf die Haut, sondern wirkt sich auch innerlich auf den Körper und unser Wohlbefinden aus. Das Stichwort heißt hier Vitamin D und gilt schon seit einiger Zeit als besonders wichtig für die Gesundheit. Doch was wissen wir eigentlich über das hochgelobte Vitamin? Nun, zum Beispiel, dass es eigentlich gar kein Vitamin ist.

1. Vitamin D ist eigentlich ein Hormon

Der irrtümliche Glaube, dass Vitamin D ein Vitamin ist, entstand bei seiner Entdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals war noch nicht bekannt, dass es sich eigentlich um ein Prohormon, also die Vorstufe eines Hormons handelt, welches zur Gruppe der Steroide gehört, zu der zum Beispiel auch Sexualhormone wie Östrogen und Testosteron zählen.

Ein richtiges Vitamin kann es übrigens auch deshalb nicht sein, weil der Körper es im Gegensatz zu „normalen“ Vitaminen selbst herstellen kann. Wie er das hinbekommt? Dank der Sonne!

2. Die Produktion wird durch die Sonne angeregt

Sobald genügend Sonnenlicht auf unsere Haut scheint, wird die Produktion von Vitamin D im Körper angekurbelt. Je mehr Haut in Kontakt mit den Sonnenstrahlen kommt, desto mehr kann von dem Hormon produziert werden. Von April bis Oktober, wenn die Sonne bei uns am intensivsten scheint, ist der Effekt natürlich am stärksten, doch auch die Winter-Sonne kann noch für eine Portion Vitamin D im Körper sorgen.

3. Sonnencreme beeinflusst die Bildung von Vitamin D negativ

Ohne UV-Schutz in die Sonne? Eigentlich ein No-Go! Doch für eine gesteigerte Vitamin-D-Produktion sollten Sie zumindest für kurze Zeit auf Sonnencreme verzichten. Der Grund: Ein hoher Lichtschutzfaktor block die UV-B-Strahlen der Sonne von der Haut ab. Diese benötigt der Körper jedoch dringend zur Produktion des Hormons. Die Lösung für dieses Dilemma lautet: Tanken Sie nur maximal 15 Minuten Sonne ohne Schutz und ziehen Sie sich dann in den Schatten zurück. So ziehen Sie sich keinen Sonnenbrand zu und ermöglichen dem Körper trotzdem eine ausreichende Vitamin-D-Gewinnung.

4. Vitamin D kann auch durch die Nahrung aufgenommen werden

Wenn die Sonne gerade mal nicht zur Verfügung steht, dann können Sie Vitamin D auch über die Nahrung aufnehmen. Am besten eignen sich hierfür Fisch, Eigelb, Pilze, Milch und Milchprodukte. Die Bedarfsdeckung ist allerdings schwierig, da selbst diese Produkte nur vergleichsweise geringe Mengen an Vitamin D enthalten. Die Sonne ist und bleibt Lieferant Nummer Eins!

5. Vitamin D wirkt sich positiv auf den Körper aus

Ob nun durch die Sonne oder über die Nahrung: Was bewirkt Vitamin D eigentlich? Vor allem sorgt es im Körper für starke Knochen, da es dabei hilft, Kalzium in die Knochen einzuschleusen und diese dadurch fester zu machen. Außerdem senkt es den Blutdruck und das Risiko für Herzinfarkte und Diabetes. Ganz allgemein ist Vitamin D auch noch wichtig für ein intaktes Immunsystem.

6. Auch die Stimmung profitiert von einer Extraportion Vitamin D

Fühlen Sie sich nach einem Sonnenbad nicht auch gleich viel entspannter und besser gelaunt als davor? Vitamin D wirkt in Verbindung mit dem Licht wie ein ganz natürlicher Stimmungsaufheller! Nutzen Sie also beispielsweise die Mittagspause, um sich von Arbeitsstress zu erholen und ein bisschen Glückshormone zu tanken.

7. Die meisten Menschen leiden von Natur aus an einem Vitamin-D-Mangel

Die kurzen Pausen in der Sonne sollten Sie allein deshalb schon einlegen, weil der Körper in der Regel ständig unter einem Vitamin-D-Mangel leidet, der so oft es geht ausgeglichen werden sollte. Die Gründe für einen solchen Mangel sind vielfältig: Zu wenige Sonnenstunden am Wohnort, zu oft hochgeschlossene Kleidung, stundenlanges Sitzen im schattigen Büro oder eine Vitamin-D-arme Ernährung sind nur einige Beispiele. Während der Schwangerschaft und Stillzeit benötigt der Körper besonders viel Vitamin D, um den doppelten Bedarf von Mutter und Kind zu decken, weshalb die richtige Ernährung und ausreichend Zeit in der Sonne in dieser Zeit besonders wichtig sind.

Der optimale Blutwert liegt übrigens bei etwa 40 Nanogramm pro Milliliter Blut, der Durchschnitts-Europäer hat allerdings einen Wert von unter 20 Nanogramm. Eine Blutprobe beim Arzt kann im Einzelfall ein genaueres Ergebnis bestimmen.

8. Ein Vitamin-D-Mangel bewirkt Krankheiten

Ein solch dauerhafter Vitamin-D-Mangel kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. So wird der Körper anfälliger für Infekte, sodass man sich auffällig oft schlapp und kränklich fühlt. Langfristig können sogar chronische Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Osteoporose als Folgen des Mangels auftreten. Was also tun, wenn der Körper einen akuten Vitamin-D-Mangel aufweist, der weder durch eine bewusste Ernährung, noch durch genügend Sonne auszugleichen ist?

9. Präparate können bei Vitamin-D-Mangel helfen

Für diesen Fall können Sie sich spezielle Vitamin-D-Präparate vom Arzt verschreiben lassen. Diese sind je nach Blutwert unterschiedlich dosiert, sodass Sie eine individuelle Behandlung durchführen können. So können Sie mögliche Konsequenzen eines akuten Mangels effektiv verhindern.

Achten Sie jedoch darauf, sich an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes zu halten. Denn mehr bewirkt nicht gleich mehr, ganz im Gegenteil!

10. Achtung: Auch Vitamin D kann überdosiert werden!

Eine Überdosierung von Vitamin D-Präparaten kann die positive Wirkung nämlich schnell zunichte machen und zu Vergiftungserscheinungen führen. Kurzfristige Symptome sind unter anderem Kopfschmerzen, Schwäche und Übelkeit. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum zu viel Vitamin D zu sich nehmen, riskieren Sie, dass Ihre Nieren erkranken, was zu Nierensteinen bis hin zum Nierenversagen führen kann.

In unserer Fotoshow haben wir die zehn Fakten über Vitamin D nochmal zusammengefasst.

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