So kurios beschenken sich die Superreichen zu Weihnachten

am 10.12.2012 um 15:11 Uhr

Ein Guinness-Pub, ein Learjet oder einen Gastauftritt im Musical – was schenkt man sich, wenn man alles hat? Die Nobelkaufhauskette Neiman Marcus bietet auch Weihnachten 2012 wieder kuriose Luxus-Geschenkideen für die Superreichen an.

Weihnachten steht vor der Tür, und wie jedes Jahr kommt es auch 2012 wieder überraschend. Plötzlich ist schon wieder Mitte Dezember, Heiligabend rückt immer näher und man schreckt davor zurück, Einkaufszentren zu betreten. Willkommen in der Jahreszeit der hastenden Mütter, gelangweilten Väter, weinenden Kinder und genervten Kassierer. Trotz der meist entspannenden Lieblingsbeschäftigung vieler Frauen – dem stundenlangen Shoppen – macht das weibliche Geschlecht in der prominenten, fünften Jahreszeit gern mal einen großen Bogen um Shopping-Center. Doch unaufhaltsam rückt er näher, der Tag der Tage, und man steht mal wieder vor dem großen Problem: Was schenke ich meinen Liebsten? Fragen wie “Was wünschst du dir dieses Jahr?” oder “Was brauchst du?” blieben wie immer unbeantwortet, und so kreisen schon fast greifbare Fragezeichen in rot-grünen Weihnachtskostümchen um den Kopf der geplagten Shopperin. Den Superreichen geht es da nicht anders, diese plagen zusätzlich noch ganz andere Sorgen: Was schenkt man sich, wenn man schon alles hat?

Neiman Marcus und die “Fantasy Gifts”

Die Nobelkaufhauskette Neiman Marcus bietet für diese Fälle nicht nur exklusive Mode, Deko- und Beautyprodukte in 42 Filialen in ganz Amerika an. Das alljährliche “Christmas Book”, ein 15 Dollar teurer Bestellkatalog, hilft zudem einerseits bei der Wahl der Geschenke und bietet eine Vielzahl an hochwertigen Produkten an – vom Dekoteller bis zum Lockenstab und vom Abendkleid bis zum Luxus-Stiefel. Andererseits muss man dafür nicht einmal außer Haus gehen und kann den Gatten, den Freund, die Kinder und Eltern mit einzigartigen Präsenten direkt von der Couch beglücken. Bereits seit 1939 gibt es diesen Katalog, doch um wirklich etwas Besonderes zu sein, musste ein neues Konzept her. So wurden die sogenannten “Fantasy Gifts“ erfunden – wirklich außergewöhnliche und fantasievolle Geschenkideen. Seit nunmehr fast 60 Jahren gibt es diese Rubrik und jedes Jahr versucht sich Neiman Marcus noch einmal selbst zu übertreffen. Deswegen werden der Katalog und insbesondere die “Fantasy Gifts“-Sektion zum regelrechten Hype in der Vorweihnachtszeit. Unter anderem konnte man schon ein Monopoly-Spiel komplett aus Milchschokolade (1978), einen authentischen Guinness-Pub (2008) oder einen Bombardier Learjet (2003) bestellen. “The sky’s the limit” darf hier nicht nur sprichwörtlich verstanden werden.

Musical oder Raketenrucksack?

Auch dieses Jahr haben sich die klugen und luxus-affinen Köpfe hinter Neiman Marcus wieder ganz besondere Geschenkideen ausgedacht. Für 30.000 Dollar könnte man beispielsweise der Tochter eine stumme Rolle in “ANNIE: The Musical” erwerben. Wer seinen Schatz richtig überraschen will, der entscheidet sich für den JetLev R200, einen Raketenrucksack, wie ihn auch James Bond oder Ethan Hunt glücklich gemacht hätte. 99.500 Dollar soll das Schmuckstück kosten und wird durch Wasserdruck angetrieben. Noch viel exklusiver ist der vulkanrote 2013 Neiman Marcus Edition McLaren 12C Spider – ja richtig gelesen. Das Gefährt beinhaltet einzigartige, limitierte Features, zum Beispiel Flügeltüren, einen 616 PS starken V8-Twinturbo-Motor und das sogenannte “brake steer”, eine Bremstechnologie aus der Formel 1. Von 0 auf 100 in 3,2 Sekunden – und das alles für 354.000 Dollar – allerdings ohne Steuern, Gebühren und Versand. Trotzdem schon fast ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass insgesamt weltweit nur zwölf Stück hergestellt werden. Hinzu kommen noch ein VIP-Trip nach England inklusive Dinner mit dem Vorsitzenden von McLaren’s und eine Tour durch das Technologiecenter. Der Traum jedes Mannes, der sicherlich keine Wünsche mehr übrig lässt.

Für den guten Zweck

So wird es dieses Jahr wohl auch den gut Betuchten gelingen, sich gegenseitig bei der Bescherung zu überraschen. Glänzende Augenpaare unterm Tannenbaum sind da sicher. Und um der amerikanischen Weihnachtsmentalität noch die Krone aufzusetzen: Von jedem gekauften “Fantasy Gift” geht ein Teil des Geldes an gemeinnützige Organisationen. 3.000 Dollar pro verkauftem McLaren 12C Spider gehen zum Beispiel an Big Brothers Big Sisters, ein Mentoren-Programm für benachteiligte Kinder. Dann kann Weihnachten ja nun doch kommen – stressfrei, tiefenentspannt und prall gefüllt mit guten Taten.

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