Kochen

Festtags-Schmaus: So gelingt Ihnen die perfekte Weihnachtsgans

am 16.12.2014 um 15:59 Uhr

An Heiligabend gehört die Weihnachtsgans für viele so selbstverständlich auf den Tisch, wie die Geschenke unter den Christbaum. Dabei ist die Zubereitung der Gans eine Kür und kann schon einmal zu einer echten Herausforderung werden. Denn das Ergebnis ist klar definiert: Extra zart soll das Fleisch der Gans sein und die Haut so knusprig wie möglich. Damit Ihnen dieses Festmahl in jedem Fall gelingt, haben wir bei Profi und Köchin Sybille Schönberger nachgefragt, die aus Fernsehsendungen wie „Lanz kocht!“, die „Kocharena“ oder der „Küchenschlacht“ bekannt ist, und der wir Tipps und Tricks für die Zubereitung entlocken konnten. Erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie, was die Expertin für die perfekte, klassische Weihnachtsgans rät und welche exotische Variante Sie ausprobieren können.

Die Erwartungen sind an diesem besonderen Abend noch einmal etwas höher als sonst: Denn nicht alle Tage kommen Familie und Freunde zusammen, um ein gemeinsames Mahl zu genießen und sich gegenseitig zu beschenken. Alles soll perfekt sein und so kann nicht nur bei der Wahl der Geschenke ein vorweihnachtlicher Stress entstehen, sondern auch in der Küche. Aber keine Panik, diese Ratschläge lassen Sie dem Festtags-Schmaus ganz gelassen entgegen sehen und die Expertin Sybille Schönberger nimmt Ihnen die Angst: „Jeder kann sich an die Zubereitung ran wagen, wenn man einige Kniffe beachtet.“

Vorbereitung ist das A und O: Die Wahl der Gans

Die Vorbereitung fängt bereits beim Kauf der Weihnachtsgans an, wobei entschieden werden muss, woher die Gans stammt. Tiefgefroren, aus der Kühltheke oder doch vom Bauern Ihres Vertrauens? Hier rät die Expertin selbstverständlich dazu, die Gans immer frisch zu kaufen, diese im besten Fall im Vorfeld bei einem Bio-Bauernhof zu bestellen und am Tag der Zubereitung abzuholen. „Man isst ja für gewöhnlich nur einmal im Jahr Gans und da lohnt es sich in jedem Fall darauf zu achten, dass die Gans artgerecht gehalten und unter bestmöglichen Bedingungen geschlachtet wurde“, so Sybille Schönberger.

Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass sich das Fleisch fest anfühlt und keine Hemmatome, also blaue Flecke aufweist, dass die Haut im Ganzen, der Geruch angenehm ist und kein schmieriger Film aufliegt. Für die Planung rät Sybille Schönberger: „Eine 4 bis 4,5 Kilogramm-Gans reicht für etwa 6 Personen und man sollte bedenken, dass es an Weihnachten auch noch jede Menge anderes zu essen gibt. Einen guten Vormittag sollten man außerdem zeitlich einplanen, damit man in aller Ruhe das Essen vorbereiten kann“.

Zubereitung: Als erstes kommt die Füllung

Am Tag der Zubereitung wird die Gans für gewöhnlich zunächst gefüllt. „Ich verwende gerne eine Füllung für die Gans, die anschließend nicht mitgegessen wird und nur für das Aroma sorgt. Denn die Gans verliert beim Braten unglaublich viel Fett und dementsprechend wird auch die Füllung mit Fett durchtränkt“, erzählt Köchin Sybille Schönberger. Es gibt unzählige Rezept-Varianten für die Füllung, ganz klassisch wird die Gans allerdings mit Äpfeln, Zwiebeln, Beifuß und Butterflocken gefüllt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. „Für eine weihnachtliche Note gehören für mich noch eine halbe Stange Zimt und Sternanis dazu, aber da hat jeder sein eigenes Rezept“, verrät die Expertin.

Das ganze wird dann anschließend in die Gans gestopft und das Füllloch verschlossen. Wer einmal etwas neues ausprobieren möchte, der kann die klassische Variante zu einer asiatischen abwandeln. „Ich würde hier wieder Äpfel als Grundbasis nehmen und jetzt ein paar Orangen- sowie Mangostücke, Zitronengras, Koriandersamen und Chilipaste hinzufügen und ganz normal zubereiten“, rät Sybille Schönberger.

So wird die Gans außen knusprig und innen ganz zart

Wenn die Gans gut vorbereitet ist, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. „Ist die Gans gefüllt, kommt sie bei 155 Grad für etwa zweieinhalb Stunden in den Backofen. Das ist, wie ich finde, die optimale Temperatur, denn das ist weder Niedertemperaturgaren, noch zu heiß, sondern eben ein gesundes Mittelmaß, mit dem ich sehr gut arbeiten kann,“ verrät Köchin Sybille Schönberger im desired.de-Interview. Damit die Gans gut durchgegart ist, aber dennoch saftig ist, stellt die Expertin noch eine kleine Schale Wasser mit in den Backofen, um Dampf zu erzeugen.

Die im Idealfall goldbraune, knusprige Haut bekommt die Gans folgendermaßen: „Zum Schluss den Backofen auf 200 Grad hochdrehen, die Grillfunktion anmachen, um richtig Temperatur von oben auf die Haut zu geben. Dabei empfiehlt es sich, richtig bei der Sache zu bleiben und die Gans zu beobachten, ansonsten kann die Haut schon mal verbrennen“, so die Köchin. Wenn die Haut kross ist, kann die Gans aus dem Backofen genommen werden.

Die Gans servieren: Ganz klassisch oder exotisch

Während die Gans im Ofen warm gehalten wird, können die Beilagen auf dem Teller arrangiert werden. Rotkohl und Klöße sind dabei natürlich die Klassiker und passen hervorragend zu dem Gänsebraten und einer traditionellen Bratensauce aus Gänseklein, Schmorgemüse, Rotwein, Tomatenmark, Lorbeerblättern und Co.

Wer hier allerdings wieder auf die asiatische Alternative der Füllung zurückkommen möchte, der kann das versuchen: „Zu dem Braten passen in diesem Fall ganz toll Glasnudeln. Darüber kann beispielsweise eine leichte Sauce aus Soja- und Teriyakisauce und Erdnussöl gegeben werden und man hat gleich einen anderen Geschmack“, erzählt Sybille Schönberger. Falls etwas von der Gans übrig geblieben sein sollte, können die Reste pur auf einem Brot gegessen oder zu einem Salat verarbeitet werden.

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie die Tipps und Tricks von Köchin Sybille Schönberger , die Ihnen eine schmackhafte Weihnachtsgans garantieren.

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