Saunaregeln
Anna Groß am 04.11.2016

Dein erster Besuch in der Sauna steht an und Du hast keine Ahnung, wie Du Dich beim Saunieren zu verhalten hast? Gibt es Regeln und Normen, denen Du unbedingt folgen solltest? Was sind die absoluten No-Gos beim Saunabaden? In der Tat gibt es auch beim Heißluftbaden einiges zu beachten. Welche dieser ungeschriebenen Saunaregeln Du als Sauna-Neuling unbedingt kennen solltest, haben wir Dir in unserer Badeanleitung einmal aufgelistet.

Regelmäßige Besuche in der Sauna können nicht nur als Wellness-Programm für Körper und Geist dienen, sondern auch bei vielen gesundheitlichen Beschwerden helfen. So oder so sind vor allem Sauna-Neulinge gut beraten, wenn sie sich vor ihrem ersten Saunabesuch mit unserer Badeanleitung für das richtige Saunieren befassen. Um das Dampfbad mit all seinen gesundheitlich positiven Wirkungen voll ausschöpfen zu können, solltest Du alle wichtigen Saunaregeln nicht nur kennen, sondern natürlich auch entsprechend befolgen.

Saunaregeln befolgen und entspannen

Um alle positiven Wirkungen ausschöpfen zu können, solltest Du die Saunaregeln kennen.

Saunaregeln: Die Badeanleitung für’s Saunieren

  1. Verpflegung: Gehe nie mit leerem Magen oder direkt nach dem Essen in die Sauna. Bedenke, dass Dein Nebenmann auf eine etwaige Zwiebel-, Knoblauch oder gar Alkohol-Fahne Deinerseits gut und gerne verzichten kann.
  2. Bekleidung: Badelatschen und Kleidung haben im Schwitzbad nichts zu suchen. Ein Handtuch solltest Du allerdings immer dabei haben, um Dich leicht bedecken und es als Sitz- oder Liegeunterlage verwenden zu können. Betrete ein Heißluftbad niemals gänzlich unbekleidet!
  3. Duschbad: Vergiss nicht zu duschen, bevor Du eine Sauna aufsuchst. Damit hältst Du Dich nicht nur an die Hygiene-Vorschriften, sondern entfernst auch den störenden Fettfilm auf Deiner Haut.
  4. Trocknen: Trockne Dich vor der Sauna gut ab, denn trockene Haut schwitzt besser.
  5. Fußbad: Ein warmes Fußbad vorab akklimatisiert Deinen Körper und bereitet Dich bestens auf die Hitze vor.
  6. Platzwahl: Wähle als Sauna-Anfänger eine Sitzbank der unteren oder mittleren Reihen und lege Dein Badelaken unter Deinem ganzen Körper aus. Da warme Luft nach oben steigt, ist es auf den oberen Bänken heißer – für den Einstieg zu heiß. Quetsche Dich nicht zwischen andere Saunagäste und halte mindestens 30 Zentimeter Abstand zu Deinem Nebenmann.
  7. Entspannung: Da Saunieren zuallererst der Entspannung dient, verhalte Dich ruhig. Hektische Bewegungen und alle Lautstärken übers Flüstern sind hier fehl am Platz.
  8. Wohlbefinden: Deine Gesundheit steht an erster Stelle. Solltest Du Dich während des Dampfbades unwohl fühlen, dann verlasse dieses umgehend!
  9. Dauer: Ein Dampfbad dauert zwischen acht und zwölf, jedoch nicht über 15 Minuten.
  10. Aufguss: In manchen Bädern ist es üblich, einen Aufguss durchzuführen. Nach einer Phase des Vorschwitzens (5 bis 10 Minuten) folgt der Aufguss als „Höhepunkt“ (6 bis 8 Minuten) und eventuell noch eine Phase des Nachschwitzen von ein bis zwei Minuten. Verlasse oder betrete die Sauna nicht während eines Aufgusses.
  11. Kreislauf-Check: In den letzten paar Minuten, bevor Du Deinen Saunabesuch beenden möchtest, solltest Du Dich von Deiner Liege- in die aufrechte Sitzposition begeben. Bewege dabei Deine Beine, sodass Dein Blut nicht in Deinen Unterkörper gelangt und es womöglich zu einem Schwindel oder gar einem Ohnmachtsanfall kommt.
  12. Abkühlung: Nach dem Verlassen der Sauna und noch vor Dusche oder Tauchbecken, ist es üblich für etwa zwei Minuten an die frische Luft zu gehen. Hier kühlen Deine Atemwege ab und Du tankst Sauerstoff. Die gewünschte gesundheitsfördernde Wirkung erzielst Du nur, wenn die Abkühlung durch Frischluft stark genug ist.
  13. Zweites Duschbad: Nach der Sauna und Abkühlung ist ein Duschbad Pflicht. Erfrische Dich mit einem Kneippschlauch oder unter der Schwallbrause. Nachdem Du Dich vom Schweiß und allen Unreinheiten befreit hast, kannst Du das Tauchbecken nutzen.
  14. Zweites Fußbad: Ein warmes Fußbad empfehlen wir Dir auch nach dem Abkühlen. Die noch im Körper verbliebene Wärme wird abgeführt, ein Nachschwitzen verhindert und ein vollständiger Temperaturausgleich geschaffen.
  15. Ruhezone: Zur nachträglichen Entspannung kannst Du entsprechende Ruheräume aufsuchen.
  16. Saunagänge: Weitere Dampfbäder führst Du in gleicher Abfolge durch. Es genügen drei Wiederholungen hintereinander, um die gewünschte gesundheitliche Wirkung beim Saunieren zu erreichen.
  17. Trinken: Erst nach Deinem letzten Saunagang solltest Du wieder Flüssigkeit zu Dir nehmen, um den Effekt des Entschlackens nicht zu unterbinden. Natürlich keinen Alkohol! Wir empfehlen calcium- und magnesiumreiche Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte. Trinke davon mindestens einen Liter, um Deinen Körper nach dem Dampfbad wieder mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.
  18. Massagen: Für maximale körperliche und geistige Entspannung können Massagen zwischen und nach Deinen Schwitzbädern sorgen. Auf sportliche Betätigungen aller Art solltest Du nach Deinem Besuch im Dampfbad verzichten.
Saunaregeln Aufguss

Saunaregeln: Verlasse oder betrete die Sauna nicht während eines Aufgusses.

Übrigens: Sich den Schweiß mit der Hand vom Körper zu wischen, sodass der dabei im schlimmsten Fall auf eine andere Personen spritzt, gilt als absolutes No-Go. Weitere große Fouls in der Sauna sind ausladende Körperhaltungen wie breitbeiniges Sitzen, Starren oder das Nutzen fremder Handtücher als Fußabtreter.

Mit unseren Saunaregeln solltest Du nun bestens für Deinen ersten Besuch in der Sauna gewappnet sein. Und so schwer ist der Sauna-Knigge doch nun wirklich nicht! Wenn sich bei dir gerade eine Grippe anbahnt und Du Dir nicht sicher bist, ob Du mit Erkältung in die Sauna gehen kannst, findest Du alle wichtigen Infos dazu hier.

Bildquelle: iStock/g-stockstudio, iStock/jean-marie guyon, iStock/Péter Mács


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