Hair Trend

Love, Peace & Woodstock Hair: Wilde Wellen und frecher Shag

am 26.02.2015 um 14:58 Uhr

Wild, frei, frech und crazy: In den späten 60er-Jahren fand nicht nur eine gesellschaftliche Revolution statt, sondern auch gleich die totale Beauty-Revolte. Die perfekt frisierten Locken, toupierten Glam-Wellen und satinglänzenden Haarbänder wurden verabschiedet, die Lockenwickler aus dem Fenster geworfen und die lange drangsalierte Mähne endlich von der alten Steifheit der 50er-Jahre befreit. Der frische Wind brachte lange, natürliche Schöpfe, wilde Texturen und freche, neue Schnitte – es war die Geburtsstunde des unkomplizierten, lässigen Undone-Looks! Heute, gut 45 Jahre nach dem legendären Woodstock-Festival, erobern die wilden Waves und fransigen Shag-Cuts wieder unsere Köpfe. Alles zum frechen Woodstock-Revival und den zwei Trendfrisuren des kommenden Frühjahrs, erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie .

Woodstock, das vielleicht einflussreichste Festival der Musikgeschichte, verkörpert seit jeher den Mythos von Love & Peace und leitete ganz friedlich ein globales, gesellschaftliches Umdenken ein. Aber auch in puncto Beauty & Fashion sprengte das Festival alte Routinen: Haut und Haare wurden von der steifen Perfektion des vergangenen Jahrzehnts befreit, Frauen zeigten sich erstmals ungeschminkt, unfrisiert und einfach natürlich schön. In diesem Frisuren-Frühling 2015 wird die Natürlichkeit zu einem neuen Revival geführt: Wilde, gesund-glänzende Wellen, lockere Strukturen und freches, stufiges Volumen, das sind die haarigen Trendattribute fürs kommende Frühjahr!

Wilde Woodstock-Wellen

Hallo Woodstock 2.0: Das Coachella- und Glastonbury-Festival lassen auch heute noch für einen Moment die Atmosphäre und Flowerpower der späten 60er- und frühen 70er-Jahre aufleben und ziehen jedes Jahr nicht nur unzählige Musikliebhaber, sondern auch viele Hollywoodstars und Celebrities in ihren Bann. Inspiriert vom frechen, freien Festival-Charme sind die wilden Woodstock Waves also eine Trendfrisur, die auch den schwierigsten Bedingungen wie Wind, Wetter und Regen standhält und sich auch ganz easy mit ein wenig Texturing Spray und ganz ohne Bürste und Spiegel aufrechterhalten lässt.

Und so geht’s:

Waschen Sie Ihre Haare und geben Sie ein leicht formendes Wellen-Spray in Ihre Spitzen, zum Beispiel das „Spray à Porter“ von Kérastase Paris. Föhnen Sie im Anschluss Ihre Haare, ohne Bürste oder Kamm, leicht an. Geben Sie dann ein Volumenspray in Ihre Mähne: Dies ist vor allem sehr wichtig für die wilde Struktur und den nötigen Glanz. Tragen Sie das Produkt, zum Beispiel den „3-D Volumiser“ von Toni & Guy, zuerst auf Ihre Spitzen auf und verteilen Sie es dann in den Längen, sparen Sie jedoch auch hier den Ansatz aus!

Föhnen Sie nun das Haar auf mittlerer Stufe sanft trocken. Um für zusätzliche, leichte Bewegung zu sorgen, nehmen Sie im letzten Schritt vereinzelte Strähnen heraus und rollen Sie diese bis zur Hälfte auf große XXL-Lockenwickler auf.

Wichtig: Lassen Sie die Strähnen leicht auskühlen, bevor Sie die Wickler wieder entfernen. Auch beim Finish gilt: Finger weg von einer Bürste! Kämmen Sie Ihren Schopf lediglich mit den Fingern aus und lockern Sie so die Wellen nochmals sanft und natürlich auf. Zuletzt ein wenig Haarspray – und fertig sind Ihre trendigen Woodstock Waves.

Do the Shag!

Ja, die Kultfrisur ist zurück! Wir freuen uns über das freche Revival, denn der Schnitt ist nicht nur absolut pflegeleicht, sondern auch super lässig und unkompliziert zu stylen. Dementsprechend haben die Profis bei L’Oréal Professionnel den Shag auch kurzerhand zum „It-Look“ des Frühjahrs gekürt und damit neben den wilden Wellen einen zweiten Woodstock-inspirierten Hairstyle aufgegriffen. Jane Birkin und Joan Jett machten den legendären Cut damals populär, heute kann der rebellische Look sowohl wild als auch verspielt und sanft gestylt werden. Für alle Ladies, die mit dem kultigen Schnitt aber nicht so recht etwas anzufangen wissen, geben wir hier nochmals eine kleine Nachhilfe-Stunde:

Was ist ein Shag?

Ein Shag ist ein stark durchgestufter Fransenschnitt mit kürzerem Deckhaar, der in verschiedenen Varianten von lang bis kurz getragen werden kann. Der Begriff „Shag“ leitet sich aus dem englischen Wort „Shake“ für Schütteln ab und will sagen: Die Frisur ist einfach, pflegeleicht und braucht kein aufwendiges Styling – kurz schütteln und fertig! Da der Haarschnitt sehr dynamisch ist, mag er gerne klare, einheitliche Farbtöne und sanfte Nuancen-Spiele. Farbchaos oder dicke Strähnen sind in Kombination mit dem Shag ein No-Go.

Shag 2.0?

Der Shag in seiner klassischen Urform zeichnet sich durch einen sehr spitzen Look mit extremen Längenunterschieden aus: Vorne kurz und hinten lang. Man denke hier zum Beispiel nur an David Bowie und seinen kultigen Shag, den er während der wilden 70er-Jahre trug. Heute ist der Shag-Cut jedoch moderner und ausbalancierter: Die Proportionen stimmen, die Übergänge sind harmonisch und soft.

Sind stufige Schnitte nur etwas für kräftiges Haar?

Nein, mit der richtigen Schnitttechnik ist der Shag auch sehr gut für feines Haar geeignet und kann sogar für mehr Volumen sorgen! Vor allem die Technik des „stufigen Overcuts“, bei der nur das Deckhaar gestuft wird, sorgt optisch für mehr Fülle.

Wer kann‘s tragen?

Gerade in der mittleren Länge ist der Shag ein absolut tragbarer Allrounder, weil sich die Stufen jeder Gesichtsform anpassen. Die Faustregel lautet: Je runder Ihr Gesicht ist, desto grafischer darf der Schnitt ausfallen. Je größer und schlanker Sie sind, desto kürzer dürfen die Haare sein. Besonders halsverlängernd wirkt ein kinnlanger Shag!

Wie style ich den Shag?

Zunächst einmal ist der Shag ein Trend, der eine Schere und gekonnte Friseurfinger erfordert! Wenn Sie sich also nach einem stufigen Befreiungsschlag sehnen, besuchen Sie den Friseur Ihres Vertrauens und kommen Sie ja nicht auf die Idee, Ihre Mähne in Eigenregie unter der Dusche zu malträtieren.

Haben Sie sich für den stufigen Schnitt entschieden, dann können Sie sich freuen: So pflegeleicht ist so gut wie keine Trendfrisur! Waschen Sie Ihre Haare und greifen Sie, für einen wilden Look und das nötige Volumen, zum „Tecni.Art Wild Stylers Crêpage De Chignon“ von L’Oréal Professionnel. Geben Sie das Spray lediglich auf Ihre Spitzen und unteren Längen und föhnen Sie anschließend Ihr Haar trocken, ebenfalls von unten nach oben. Wichtig: Verzichten Sie in jedem Fall auf eine Rundbürste, dies würde die Frisur nur unschön aufplustern!

Ein kleiner Geheimtipp zum Schluss: Haben Sie am zweiten oder dritten Tag mal keine Zeit, Ihren welligen Shag frisch zu waschen oder zu stylen? Dann geben Sie etwas Haarpuder oder Trockenshampoo, wie etwa das „Dust It“ von osis+ in Ihr Haar: Das Puder sorgt für eine frische Griffigkeit, coole Struktur und neues Volumen.

Entdecken Sie hier in unserer Bildergalerie nun einen Blick auf die Finger des international erfolgreichen L’Oréal Professionnel Haarstylisten James Rowe und sehen Sie, wie Model Alice Dellal und Schauspielerin Malika Haydon wilde Woodstock-Wellen und ein frecher Shag-Cut verpasst werden!

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