Solarium in der Schwangerschaft

Gesundes Bräunen für werdende Mütter

Ein schöner, brauner Teint ist für viele Menschen ein Zeichen für Gesundheit. Gerade Frauen besuchen daher gerne ein Solarium. In der Schwangerschaft ist der Besuch der Sonnenbank – oder auch das ausgiebige Sonnenbad in der freien Natur – allerdings bei vielen werdenden Müttern mit einem schlechten Gewissen verbunden. Doch schadet das Solarium in der Schwangerschaft wirklich dem noch ungeborenen Kind oder kann man sich auch weiterhin sorgenfrei bräunen?

Viele Frauen wünschen sich einen dunkleren Teint und knackig gebräunte Haut. Da in Mitteleuropa leider nicht das ganze Jahr die Sonne scheint, helfen zahlreiche Frauen künstlich nach und besuchen ein Solarium. In der Schwangerschaft sind jedoch viele werdende Mütter verunsichert und fragen sich, ob der Sonnenbank-Besuch ihrem Baby schaden könnte. Endgültige Entwarnung kann hierbei leider noch nicht gegeben werden, denn fundierte Studien zum Thema „Solarium in der Schwangerschaft“ stehen noch aus.

Solarium in der Schwangerschaft – Erlaubt oder nicht?

Es gibt noch keine eindeutigen Erkenntnisse, die den Besuch eines Solariums in der Schwangerschaft als Gefahr darstellen. Die meisten Frauenärzte raten jedoch zu einem vorsichtigen Umgang mit dem Bräunen im Solarium in der Schwangerschaft. Vor allem in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass es durch zu intensives Sonnenbaden zu Neuralrohrdefekten kommen kann, da der Folsäurespiegel im Körper durch die starke UV-Strahlung sinkt. Werdende Mütter sollten daher auf einen zu ausgiebigen Besuch im Solarium in der Schwangerschaft verzichten.

Zum Thema „Solarium in der Schwangerschaft“ gibt es bisher nur Vorstudien. Diese haben jedoch gezeigt, dass ein intensives Sonnenbaden dazu führen kann, dass im Körper Folsäure abgebaut wird. Folsäure ist besonders in den ersten Wochen wichtig, damit sich das Baby gut entwickeln kann. Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine, die im menschlichen Körper maßgeblich für Wachstum und Entwicklung verantwortlich sind. Zu wenig Folsäure in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass der Fötus sich nicht ausreichend entwickelt und vor allem die Ausreifung des Gehirns gehemmt wird, wodurch dauerhafte neurologische Schäden entstehen können.

Der Besuch des Solariums in der Schwangerschaft ist aber auch für die Haut nicht gerade förderlich: Denn während der Schwangerschaft ist die Haut einer werdenden Mutter empfindlicher als sonst, sodass sie schneller einen Sonnenbrand bekommen kann. Durch die Ausschüttung der Schwangerschaftshormone kommt es zudem zu einer stärkeren Pigmentierung der Haut, den so genannten „Mutterflecken“. Sie treten vorwiegend im Gesicht, am Hals und an den Armen auf. Bei einigen Frauen verschwinden sie auch nach der Schwangerschaft nicht wieder komplett. Sonnenbaden oder ein Besuch im Solarium in der Schwangerschaft können die Flecken vergrößern. Wenn eine werdende Mutter bereits unter den Pigmentflecken leidet, sollte sie auf weitere Besuche im Solarium in der Schwangerschaft besser verzichten.

Weitere mögliche gesundheitliche Risiken, die das zu ausgiebige Sonnenbaden im Solarium oder in der Natur mit sich bringen kann, sind Kreislaufprobleme und Dehydrierung. Besonders in der Schwangerschaft ist der Kreislauf aufgrund der körperlichen Anstrengung und der hormonellen Umstellung starken Belastungen ausgesetzt und kann empfindlich auf die starke UV-Strahlung reagieren. Eine Dehydrierung ist in der Schwangerschaft unbedingt zu vermeiden, da auch das Baby im Mutterleib mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden muss und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr auch für die Durchblutung essentiell ist.

Solarium in der Schwangerschaft – Wie lange darf eine werdende Mutter sich bräunen?

Es gibt in diesem Punkt keine genaue Vorgabe, da es noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Folgen des Besuchs im Solarium in der Schwangerschaft gibt. Schwangere sollten aber unbedingt auf ihren Körper hören und lieber eine leichtere Bank wählen. Zudem sollten werdende Mütter nicht länger als eine Viertelstunde am Stück auf der Sonnenbank verbringen. Zur Sicherheit sollte vor dem Besuch beim Solarium in der Schwangerschaft immer der behandelnde Arzt konsultiert werden, um mögliche gesundheitliche Risiken für die werdende Mutter und ihr Baby auszuschließen. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto eher wird die werdende Mutter einschätzen können, wie gut ihr das Solarium bekommt. Bei Kreislaufbeschwerden, Überhitzung oder Dehydrierdung sollte je nach Schwere der Beschwerden die Dosis verringert werden oder die werdende Mutter sollte ganz auf das Solarium in der Schwangerschaft verzichten.

Solarium in der Schwangerschaft – Welche Alternativen gibt es?

Wenn eine werdende Mutter zwar auf das Solarium in der Schwangerschaft verzichten möchte, aber nicht auf einen gebräunten Körper, kann sie unbesorgt zu Selbstbräunern oder Bräunungstüchern greifen. Diese sind im Gegensatz zum Solarium in der Schwangerschaft ungefährlich. Zuvor sollte jedoch unbedingt an einer unauffälligen Stelle ausprobiert werden, ob die Haut der Schwangeren vielleicht nicht doch durch die Hormonumstellung allergisch auf die Inhaltsstoffe reagiert. Im Zweifel kann ein vorheriges Gespräch mit dem Frauenarzt oder einem Dermatologen Sicherheit geben.

Auch in der Schwangerschaft möchte eine werdende Mutter gepflegt und gebräunt aussehen. Das ist mehr als verständlich, doch der Gang ins Solarium ist in der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen. Selbstbräuner bieten Schwangeren eine unbedenkliche Alternative. Daher ist es empfehlenswert, diese gut verträgliche Methode des Bräunens einmal auszuprobieren, bevor das Solarium in der Schwangerschaft weiter besucht wird.


Kommentare (2)

  • LouiseLouise13 am 14.05.2014 um 14:20 Uhr

    Ich finde einen Besuch im Solarium in der Schwangerschaft äußerst heikel. Da würde ich wirklich kein Risiko eingehen!

  • Felinchen82 am 16.05.2013 um 10:03 Uhr

    Ich würde auf Solarium in der Schwangerschaft ehrlich gesagt verzichten! Es gibt doch tolle Selbstbräuner, die sind viel gesünder und definitv keine Gefahr für das Ungeborene!