Anti-Baby-Pille

Mehr als 10.000 US-amerikanische Verwenderinnen der Anti-Baby-Pille haben den Konzern Bayer wegen verstärkten Nebenwirkungen verklagt. Er habe unter anderem nicht deutlich auf die erhöhte Thrombose-Gefahr seiner Hormonpräparate hingewiesen. Der Konzern muss nun 107 Mio. Euro Entschädigung zahlen und die Hinweise auf seinen Packungsbeilagen verschärfen, so spiegel.de.

Im Jahre 2011 machte der Bayer mit den Anti-Baby-Pillen Yasmin, Yasminelle und Yaz mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Nun bekommt der Pharmakonzern die Nebenwirkungen seiner Anti-Baby-Pillen-Vermarktung zu spüren: Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA entschied im Dezember 2011, dass Bayer in den Packungsbeilagen der Anti-Baby-Pillen deutlicher auf die Risiken seiner Hormonpräparate hinweisen müsse.

Erhöhte Thrombosegefahr durch die Anti-Baby-Pille

Nun hat Bayer die Warnhinweise in seinen Packungen verschärft und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Einnahme von Anti-Baby-Pillen mit dem Wirkstoff Drospirenon das Thromboserisiko erhöhen könnte. Thrombosen entstehen durch Gerinnsel in den Blutgefäßen. Wenn diese in die Lunge oder das Gehirn wandern, kann es zu lebensgefährlichen Schlaganfällen oder Embolien kommen.

Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille: Bayer muss Schadensersatz zahlen.

Der Anti-Baby-Pillen-Wirkstoff Drospirenon erhöht die Thrombosegefahr. Darauf hätte Bayer hinweisen müssen.


Anti-Baby-Pille: Tausende von Schadensfällen

Mehr als 10.000 Frauen in den USA haben Klage gegen den Leverkusener Konzern eingereicht. Zahlreiche Klagen sind noch offen. „Auch in Deutschland gibt es aktuell eine Klage“, so Bayer-Sprecherin Frederike Lorenzen. Laut dpa und spiegel.de soll es auf der letzten Hauptversammlung einen Rechtsanwalt gegeben haben, der von weiteren Schadensfällen berichtete.

Bildquelle: Piotr Marcinski / Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • herryhermine am 17.09.2013 um 11:01 Uhr

    Ich habe eine zeitlang auch die Anti-Baby-Pille genommen aber mein Körper hat da gar nicht gut reagiert.

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  • Athene_ am 16.09.2013 um 13:16 Uhr

    Wie gut, dass ich auf Pille und sonstige hormonelle Verhütungsmittel verzichte!

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  • oemellie am 09.05.2012 um 11:21 Uhr

    Natürlich haben die Frauen in Amerika geklagt... die bekommen ja auch die Pille einfach so im Supermarkt und keine vernünftige Aufklärung von ihrem Frauenarzt. Hier weiß doch jeder um das höhere Thromboserisiko bei Einnahme der Pille!!

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  • moonbow am 30.04.2012 um 14:19 Uhr

    Manchmal bekommt man den Eindruck, hormonelle Verhütungsmittel stellen die einzige Möglichkeit dar, eine Schwangerschaft sicher zu verhindern. Dabei gibt es eben so sichere hormonfreie Methoden, die im Werbefeldzug der Pharmafirmen untergehen: Die Kupferkette (Gynefix) hat einen Pearl-Index von 0,1 - 0,4, kann auch bei jungen Frauen eingesetzt werden und hat durch ihre spezielle Form und geringe Oberfläche kaum noch Nebenwirkungen, wie das bei der Spirale der Fall ist. Kondome haben, wenn sie richtig angewendet werden, einen Pearl-Index von 0,6! Sensiplan, eine symptothermale Form der Zyklusbeobachtung, mit der alle Tage bestimmt werden können an denen Sex sicher nicht zu einer Schwangerschaft führt, wurde von Gynäkolgen der renomierten Uni Heidelberg entwickelt und hat einen Pearl-Index von 0,4. Und der tolle Pearl-Index der Pille zwischen 0,1 und 0,9 ist Augenwischerei! Er gilt nur bei absolut perfekter Einnahme der Pille. Die meisten Frauen bringen die notwendige Disziplin und Motivation dafür nicht auf, so dass der tatsächliche Pearl-Index der Pille zwischen 2 und 9 liegt - deutlich unsicherer als Kondome, Gynefix und Sensiplan!

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