Close-up of baby crying in parents' arms
Diana Heuschkelam 05.01.2017

Es gibt Leute, die lieben Kinder. Und dann gibt es solche, die nichts mit ihnen anfangen können. Vom Personal einer Flugzeugairline sollte man allerdings meinen können, dass es seine persönlichen Ansichten im Dienste der Professionalität und Kundenorientierung zurückstellen kann. Auf einem Flug der amerikanischen Fluggesellschaft „Delta Air Lines“ schien den Bordangestellten genau das nicht in den Sinn zu kommen, denn sie verwiesen eine Mutter und ihr Baby der ersten Klasse, weil das Kind schrie.

Als die New Yorkerin Arielle Noa Charnas gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter von New York nach Los Angeles reisen wollte, reagierte ihr neun Monate altes Baby, wie man es wohl von fast allen Kleinkindern erwarten würde, die zum ersten Mal mit der geräuschvollen Kulisse eines Flugzeugs konfrontiert werden: Es begann zu weinen. Die anderen Passagiere machten den Eltern schnell klar, dass sie kein Verständnis für sie hatten: „Immer wieder sah ich sie mit den Augen rollen und die Köpfe schütteln“, erinnert sich Arielle.

My Ruby Lou. ❤️

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Arielle und ihr Mann hatten sich für ihre Reise extra einen Flug in der ersten Klasse geleistet, um dem Kind genug Bewegungsfreiraum zu geben und es zum Schlafen neben sich legen zu können. Und so bemühten sich die beiden Eltern, ihrem Töchterchen ein Gefühl von Geborgenheit auf ihrem aufregenden ersten Flug zu geben. Als sich der Säugling nach zehn Minuten aber immer noch nicht beruhigt hatte, wurde die Familie von einer Flugbegleiterin gebeten, sich aus der ersten Klasse hinauszubegeben und ans hintere Ende der Maschine zu setzen. „Ich begann zu weinen, weil ich so gestresst war und mich unter Druck gesetzt fühlte“, erinnert sich die junge Mutter.

Empörung bei allen – außer der Airline selbst

Nachdem mehrere zehntausend Instagram-User auf diesen Vorfall aufmerksam geworden waren und ihrer Empörung in den sozialen Medien Luft gemacht hatten, äußerte sich nun auch Delta Air Lines zu dem Vorfall: „Die Flugbegleiter von Delta sind darin geschult, den Passagieren einen sicheren Flug und einen ausgezeichneten Kundenservice zu bieten. Wir unterstützen alle Fluggäste dahingehend, dass sie den Service bekommen, für den sie in ihrer Klasse bezahlt haben“, lautet das offizielle Statement.

Tja, nach einer Entschuldigung klingt das leider wirklich nicht. Dass Familie Charnas möglicherweise für die Herunterstufung finanziell entschädigt wurde, wagen wir daher auch zu bezweifeln. Wenigstens ein kleines Happy End hat diese Geschichte, denn schon beim Start konnte sich die kleine Ruby wieder beruhigen und schlummerte selig im Arm ihrer Mutter ein.

Bildquelle: iStock/goldenKG


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