Baby Entwicklung: Reflexe

Ein Baby verfügt über zahlreiche Reflexe, die einerseits lebenswichtig sind und andererseits zur weiteren Entwicklung Deines Baby beitragen.

Welche Reflexe sind vorhanden und wozu dienen sie?

Reflexe: Kinder wollen saugen und greifen.

Kinder folgen ihren Reflexen, weil diesen lebenswichtig sind!

Reflexe bei einem Neugeborenen sind vollkommen natürliche Reaktionen des Körpers. Äußerliche Reize und Angebote lösen die frühkindlichen Reflexe eines Babys aus. Egal, ob Mamis Finger, eine Streicheleinheit oder ein plötzliches Geräusch – Dein Kind reagiert auf jeden kleinen Anreiz. Anhand der vorhandenen Reflexe kann ein Arzt prüfen, ob Dein Kind normal entwickelt ist oder unter einer neurologischen Störung leidet. Bei den ersten Untersuchungen wird der Arzt sich daher vorrangig auf die Reflexe beschränken, um eventuelle Körperschäden von vornherein zu erkennen.

Der Saug-Reflex zur Nahrungsaufnahme

Der Saugreflex gehört zu den lebenswichtigen Reflexen Deines Babys. Alles, was Du Deinem Kleinen an den Mund legst, wird es versuchen, anzusaugen. Sobald Dein Baby an den Lippen berührt wird, spitzt es diese und öffnet seinen Mund. Nur durch diesen Reflex ist Dein Baby fähig, Nahrung aus der Mutterbrust aufzunehmen. Denn schließlich kann Dein Baby nicht die logische Schlussfolgerung ziehen, dass Mamis Brust leckere Milch gibt. Sobald aber die Brustwarze Babys Lippen berührt, ist das Kleine fähig, die wichtige Muttermilch durch Saugen aufzunehmen.

Auch der Suchreflex dient dem Baby dazu, die Mutterbrust zu finden. Berührt die Brust der Mutter die Wange des Kindes, wird das Kleine sich sofort zu der Seite drehen, an der es berührt wurde. Es beginnt mit dem Mund nach der Brustwarze zu suchen. Ist Dein Kleines jedoch nicht hungrig, wird der Reflex nicht ausgelöst.

Der Greifreflex des Babys: Alles fest im Griff

Welche Mama kennt das nicht? Sobald man den Finger in die Handfläche des kleinen Kindes legt, greift es sofort fest zu. Forscher sehen hier immer noch den Ursprung bei den Primaten. Kleine Äffchen klammern sich fest im Fell der Mutter fest, um nicht herunterzufallen. Dieser Reflex ist bei Menschen immer noch vorhanden. Ein Baby könnte mit seiner Kraft, die es beim Greifreflex aufwendet problemlos sein eigenes Gewicht halten. Viele Eltern wundern sich immer wieder, wie fest ihr Kleines schon zugreifen kann. Ab dem vierten Monat sollte der Reflex irgendwann vom bewussten Greifen abgelöst werden.

Reflexe beim Baby treiben die Entwicklung voran

Laufen, schreiten, niesen – all diese Reflexe hat die Natur für das Kind angelegt, um ihm das Leben leichter zu machen. Was es noch nicht gelernt hat, können die Reflexe übernehmen.

Interessant ist auch der Schreitreflex, der beweist, dass kleinste Babys den Drang zur Fortbewegung verinnerlicht haben. Wenn Du Dein Kleines unter den Achseln hochhebst und seine Füßchen den Teppich berühren, wird es versuchen, mit schreitenden Schritten vorwärts zu kommen. Viele Eltern sind von diesem Reflex begeistert, da ihr Kleines schon früh versucht, ein Füßchen vor das andere zu setzen. Dies hat jedoch noch nicht so viel mit dem ersten Laufen zu tun, zeigt aber dennoch den Drang des Menschen, sich fortbewegen zu wollen. Der Reflex verschwindet nach dem zweiten Lebensmonat.

Auch wenn das Füßchen Deines Kleinen beispielsweise die Kante der Stuhllehne berührt, wird es sein Beinchen heben, so als ob es eine Stufe erklimmen möchte. Dieser Reflex verschwindet nach einem halben Jahr.

Der Reflex des Rückgrats: Der Weg nach draußen

Eltern können häufig das Phänomen beobachten, dass sich ihr Baby krümmt, wenn man ihm seitlich an der Wirbelsäule entlang streicht. Dein Baby wird sich dann nach links oder rechts krümmen. Experten erklären das Phänomen mit der Beweglichkeit bei der Geburt. Um den Weg durch den Geburtskanal zu finden, kann sich das Baby in alle Richtungen krümmen, um leichter voran zu kommen. Bis zu dem sechsten Monat sollte dieser Reflex verschwunden sein.

Weitere Reflexe

Dein Baby wird außer den oben beschriebenen wichtigsten Reflexen aber auch noch andere aufweisen. Beispielsweise muss es einmal niesen oder husten, was nicht gleich bedeutet, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Ein kleines Staubkörnchen hat sich womöglich in den Rachen Deines Kleinen verirrt und wird so wieder heraus manövriert. Auch das Gähnen gilt als Sauerstoffaufnahme. Das fällt Dir bestimmt auch bei Dir selber auf, wenn Du eigentlich überhaupt nicht müde bist und trotzdem das Gefühl hast, gähnen zu müssen. Dadurch wird das menschliche Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgt. Der Körper des Menschen ist von Mutter Natur bestens auf das Leben vorbereitet. Und was der kleine Mensch am Beginn seines Lebens noch nicht weiß, erledigen seine Reflexe wie von ganz alleine.

Reflexe sind beim Baby schon von Beginn an vorhanden. Sie sind überlebenswichtig. Als Mami kann man die verschiedenen Reflexe auf unterschiedliche Weise beobachten und fördern.

Bildquelle: Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • Flowermum am 09.12.2010 um 10:22 Uhr

    Ich freue mich schon darauf die Reflexe meines Kleinen zu erforschen, wenn er da ist

    Antworten
  • babygirl79 am 09.12.2010 um 10:20 Uhr

    Ich wusste gar nicht, dass es so viele Reflexe gibt und das die so wichtig sind für die Entwicklung des Babys.

    Antworten