Ruhiger Schlaf durch Pucken

Baby pucken: Das solltest Du beachten

am 19.12.2010 um 10:29 Uhr

Beim Pucken handelt es sich um eine spezielle Wickeltechnik, mit der Du Dein Kind ganz fest einpackst. Ziel des Puckens ist es, vor allem Schreibabys zu einem ruhigeren Schlaf zu verhelfen. Die Methode ist jedoch umstritten. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du daher einige Dinge beachten.

Baby pucken: Wickeltechnik für einen besseren Schlaf

Beim Pucken handelt es sich um eine spezielle Wickeltechnik. Die Methode zielt darauf ab, Babys gerade in den ersten Lebensmonaten zu einem ruhigen Schlaf zu verhelfen. Dafür werden die Babys eng in Tücher gewickelt. Ziel des Puckens ist es, den Säuglingen Grenzen in der Bewegungsfreiheit ihrer Arme und Beine zu setzen, da gepuckte Babys durch die Tücher nicht mehr in der Lage sind, unkontrolliert ihre Arme und Beine zu bewegen. Weil Neugeborene ihre Arme und Beine vor allem nachts bewegen und daher häufig keinen Schlaf finden und zu schreien beginnen, kommt die Puckmethode insbesondere in der Nacht zum Einsatz. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du jedoch einige Dinge beachten.

Baby pucken: Baby mit Decke

Um Dein Baby zu pucken, wickelst Du es eng in eine Decke.


Baby pucken: Ein wohliges Gefühl

Um Dein Baby zu pucken, solltest Du ein spezielles Wickeltuch verwenden. Wenn Du es in dieses Tuch gewickelt hast, sieht es aus wie eine Raupe im Kokon. Durch diese Enge fühlt Dein Baby sich in den Mutterleib zurück versetzt, was für Wohlbehagen und Entspannung sorgen kann. Wenn Dein Kleines sich tatsächlich eingepuckt wohl fühlt, wird es auch besser schlafen. Du solltest das Pucken auf die Nacht beschränken, da sich irgendwann das Strampeln bei Deinem Baby einstellen wird. Viele Eltern glauben, dass ein Pucksack ihr Baby einengt. Einige Babys lieben jedoch die Enge und wollen erst im Strampelalter ihren Freiraum. Vor allem, wenn es einen sehr unruhigen Schlaf hat, kannst Du versuchen, Dein Baby zu pucken. Durch den frühen Moro-Reflex, bei dem Dein Baby überraschend in die Rückenlage fällt und in Folge dessen ruckartig die Arme streckt und die Finger spreizt, kann es am Schlafen gehindert werden. Um dieses plötzliche Erschrecken zu vermeiden, wickelst Du Dein Baby fest in die Tücher.

Baby pucken: Das richtige Wickeltuch

Um Dein Baby zu pucken, brauchst Du ein bestimmtes Wickeltuch, das Du in jedem Babygeschäft erhalten kannst. Eine Wolldecke reicht aber auch schon aus. Knicke die obere Ecke des Tuches um und lege Dein Baby auf die Decke. Anschließend schlägst Du abwechselnd die untere Ecke unter die Schulter Deines Babys sowie auch die obere Ecke unter die rechte Schulter und die rechte Ecke unter die linke Schulter. So ist Dein Baby gepuckt und kann sich nicht mehr bewegen. Achte aber darauf, dass Du es nicht zu eng puckst. Es muss noch atmen und sich leicht bewegen können. Allerdings muss das Pucktuch so fest gewickelt sein, dass es sich nicht frei strampeln kann. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du zwar darauf achten, dass es eine Windel unter dem Pucksack trägt, aber ansonsten kann es ruhig nackt im Pucksack schlafen. Im Winter kannst Du Deinem Kind einen leichten Baumwollbody anziehen, damit es auf keinen Fall friert. Wichtig ist, dass es Deinem kleinen Schläfer im Pucksack nicht zu warm wird. Es kann sich nicht selbst befreien und könnte bei einem Hitzestau dem plötzlichen Kindstod erliegen.

Baby pucken: Vorteile

Die Befürworter des Puckens führen das Argument an, dass gerade Neugeborene keinen Drang zum ungehinderten Strampeln haben und stattdessen eine begrenzte Umgebung bevorzugen, weil sie diese an den Mutterleib erinnert. Die durch das Pucken erzeugte warme und enge Hülle soll dem Baby genau dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Wenn Du Dein Baby pucken willst, ist es gut möglich, dass es aufgrund der Wärme schneller einschläft. Auch haben gepuckte Babys weniger mit Blähungen zu kämpfen als andere Babys. Zudem kannst Du, wenn Du Dein Baby pucken möchtest, dadurch verhindern, dass es sich durch unkontrollierte Bewegungen der Arme und Beine selbst erschreckt und aufwacht. Die Befürworter dieser Methode sind der Auffassung, dass gerade sogenannte Schreibabys durch das Pucken schneller einschlafen und auch besser durchschlafen.

Baby pucken: Nachteile

Es hat aber nicht nur Vorteile, Dein Baby zu pucken. Während Hebammen diese Wickeltechnik häufig empfehlen, raten viele Kinderärzte von der Methode ab und führen mehrere Argumente gegen das Pucken an. So kann dieses an heißen Tagen etwa zu einem Hitzschlag oder einer Dehydrierung Deines Babys führen. Wenn es zu fest gepuckt ist, können ihm zudem Nerven abgeklemmt werden. Auch das Risiko einer Fehlstellung des Hüftgelenkes, Hüftdsyplasie genannt, wird durch das Pucken nach Meinung einiger Kinderärzte begünstigt. Eine weitere mögliche Nebenwirkung des Puckens ist die Förderung eines platten Hinterkopfes. Zudem haben zu fest gepuckte Babys nicht genug Platz zum tiefen Luftholen und Schreien. Aus diesem Grund sind einige Ärzte der Auffassung, dass gepuckte Babys eventuell gar nicht mit dem Schreien aufhören, weil sie sich wohlfühlen, sondern vielmehr, weil sie frustriert sind und kaum noch Luft haben. Eine weitere Befürchtung der Kinderärzte ist, dass das Pucken den natürlichen Bewegungsdrang der Säuglinge bremst. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du es daher immer im Auge behalten und es nur so lange in die Tücher wickeln, bis es sich beruhigt hat. Gerade nach den ersten sechs Lebenswochen empfiehlt es sich, genau zu prüfen, ob Dein Baby die durch das Pucken erzeugte Enge wirklich mag.

Pucken ist eine spezielle Wickeltechnik, die Säuglingen die Wärme und Geborgenheit des Mutterleibes suggerieren soll. Gerade bei Schreibabys findet diese Wickelmethode daher oft Anwendung. Das Pucken ist jedoch umstritten, da Kinderärzte befürchten, dass es fatale Nebenwirkungen hat. So kann es nach Meinung der Ärzte zu einer Fehlstellung des Hüftgelenkes führen und sogar einen Hitzschlag verursachen. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du es daher immer im Auge behalten.

Kommentare (20)

  • Jacky8576 am 02.06.2015 um 15:10 Uhr

    Ich konnte das bei meinem kleinen Neffen auch beobachten. Er war immer total am rumzappeln nachts und ist auch unruhig geworden, wenn er zu viel Platz hatte. Haben dann gemerkt, dass er sich in einem engeren Kinderbettchen schon etwas wohler gefühlt hat. Das mit dem pucken haben wir nicht gewusst. So ein Mist :D

  • Bonbonlise am 08.04.2015 um 11:49 Uhr

    Das Baby auf dem Foto ist ja süß!

  • Hausgarten am 21.01.2015 um 10:20 Uhr

    Ich finde es gar nicht gut, das Baby zu pucken, weil es dabei so viele Risiken gibt!

  • cinnamom am 05.12.2014 um 13:35 Uhr

    Meine mochten als Baby pucken gar nicht! Muss man wohl ausprobieren..

  • Lichtmia am 03.11.2014 um 14:02 Uhr

    Ein Baby zu pucken, finde ich ehrlich gesagt gar nicht gut! Hab gehört, dass das wirklich gefährlich werden kann.

  • Anke81 am 18.06.2014 um 14:26 Uhr

    Ach, ich bin hin- und hergerissen, wenn's ums Pucken geht. Eine Freundin von mir erzielt gute Erfolge bei ihrem Sohn damit, aber ich finde schon, dass es auch einiges von ruhigstellen hat... bleibt dem Kind ja nichts anderes über als zu schlafen, wenn es stundenlang bewegungslos verharren muss.

  • Anna_Banana123 am 20.01.2014 um 11:03 Uhr

    Ich bin mir nicht sicher, was ich vom Pucken halten soll. Einerseits macht es Sinn, dem Baby das Gefühl von Nähe zu geben, aber ich habe auch schon mal gehört, dass Pucken Babys quasi künstlich ruhigstellt. Ich bin echt unschlüssig...

  • Franzsiska am 17.10.2013 um 07:30 Uhr

    Hallo zusammen, ich pucke meinen kleinen heute 9 Wochen Alt seit 3 Tagen. Ich kann es euch nur empfehlen, bei ein und durch Schlaf Problemen auch zu tun. Er schläft 6 Stunden am Stück durch. Vorher kam er fast alle 2-3 Stunden. Und war sehr unruhig, so das er schlecht in den Schlaf kam.Bin Echt begeistert. Vlg

  • Franzsiska am 17.10.2013 um 07:30 Uhr

    Hallo zusammen, ich pucke meinen kleinen heute 9 Wochen Alt seit 3 Tagen. Ich kann es euch nur empfehlen, bei ein und durch Schlaf Problemen auch zu tun. Er schläft 6 Stunden am Stück durch. Vorher kam er fast alle 2-3 Stunden. Und war sehr unruhig, so das er schlecht in den Schlaf kam.Bin Echt begeistert. Vlg

  • erdbeermum293 am 25.09.2013 um 11:23 Uhr

    Die Pucken Anleitung ist richtig wunderbar.

  • Tirolana am 24.09.2013 um 08:26 Uhr

    Pucken ist echt eine tolle Sache. Bei meinen ersten beiden wusste ich noch nichts davon. Beim dritten Kind habe ich dann das Pucken ausprobiert und war begeistert!

  • Bibi3103 am 29.06.2012 um 07:11 Uhr

    Ich könnte mein Baby nicht pucken..>Habe irgendwie das GEfühl,dass es das Kind einengt.

  • Oxana1989 am 13.03.2012 um 07:10 Uhr

    Hallo Also meine Maus ist jetzt 8wochen alt,ich pucke sie nachts immer ein und sie schläft sehr gut.Ohne pucken nachts gehts gar nicht,weil sie erschreckt sich vor ihren Händen ...

  • SusanneSafran am 16.02.2012 um 12:34 Uhr

    Pucken hört sich ja echt gut an =) werde ich mal ausprobieren!

  • givemethefood am 09.11.2011 um 16:47 Uhr

    Meine Tochter brauchte das nicht, die hat immer ohne Probleme geschlafen. Bei meinem Sohn war es verdammt schwierig. Als ich mit dem pucken anfing war es aber sofort besser.

  • sarahlena am 30.09.2011 um 14:22 Uhr

    Aber das heißt natürlich nicht, dass Pucken nicht hilft.

  • sarahlena am 30.09.2011 um 14:21 Uhr

    Ob das wirklich hilft? Eine Freundin von mir hatte da nicht so den Erfolg..

  • morethanfun12 am 23.09.2011 um 12:54 Uhr

    Ich hatte auch einen Pucksack, habe ihn aber nie verwendet. Ich glaube aber das Pucken wirklich gut ist.

  • Bubenmama am 10.06.2011 um 08:03 Uhr

    Hallo, meine Schwester ist Hebamme und kann eine Alternative zur Puckdecke empfehlen: eine mit Rapssamen gefüllte Decke, die man wie eine normale Decke verwendet (das Kind wir nicht eingewickelt!), aber den gleichen Effekt wie eine Puckdecke hat. Du findest Sie unter www.mein-name.info !

  • sabinchen_76 am 16.03.2011 um 09:48 Uhr

    Das Wort Pucken habe ich vorher noch nie gehört. Aber das Konzept finde ich sehr logisch, vielleicht kaufe ich für meinen Krümel auch einen Pucksack.