Baby schwitzt am Kopf
Katja Nauckam 30.08.2017

Dein Baby schwitzt am Kopf und du machst dir große Sorgen? Kein Grund zur Beunruhigung. Das ist meistens sogar ganz normal. Hier erfährst du, warum Babys oft stärker schwitzen und was du dann tun kannst.

Darum schwitzt dein Baby am Kopf

Zunächst einmal sei dir gesagt: Babyschweiß ist ganz normal. Viele Babys neigen dazu beim Schlafen oder Stillen zu schwitzen. Du musst also nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn du feststellst, dass dein Baby ab und zu schwitzt. Doch natürlich geht es vielen jungen Müttern vor allem beim ersten Kind ähnlich wie dir und sie machen sich Sorgen, dass etwas Ernsthaftes dahinter stecken könnte.

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht richtig regulieren und stabilisieren. Daher steigt sie in einer warmen Umgebung eher an und sinkt bei Kälte. Unabhängig von ihrer Körpertemperatur haben viele Babys und Neugeborene eine vermehrte Schweißbildung. Meistens schwitzen Babys daher an den Händen, Füßen, im Nacken oder am Kopf. Vor allem in den Hautfalten staut sich die Wärme und Schweiß entsteht. Babys schwitzen generell auch bei Tätigkeiten mehr, die für den kleinen Körper eher anstrengend sind, auch intensives Träumen und Umherwerfen im Schlaf oder auch das angestrengte Trinken beim Stillen verbraucht viel Energie und kurbelt die Schweißbildung an.

Dein Baby schwitzt am Kopf? Dann kann es daran liegen, dass …

  • die Zimmertemperatur einfach sehr warm ist und daher seine Körpertemperatur ansteigt.
  • es zu warm angezogen ist und daher vermehrt Schweiß am Kopf und Nacken bildet.
  • sein Bettchen nicht ausreichend belüftet ist.
  • es im Auto zu warm ist.
  • es im Tragetuch zu dick angezogen ist.
  • es im Schlaf intensiv träumt.
  • es sehr durstig ist und sich beim Stillen sehr anstrengt.
Baby schwitzt am Kopf beim Schlafen

Ein Baby schwitzt am Kopf oft beim Schlafen und intensiven Träumen.

Das kannst du tun, wenn dein Baby am Kopf schwitzt

Auch wenn es normal ist, wenn dein Baby am Kopf schwitzt, solltest du das genau beobachten und für eine Abkühlung sorgen. Ein schwitzendes Baby wird schnell unruhig und macht sich durch Schreien bemerkbar. Früher galt immer: Zieh dein Baby möglichst warm an, sonst friert es. Diesen Rat gibt heute keiner mehr, denn man weiß, dass Babys auch ab und zu schwitzen und jedes Kind ein anderes Kälteempfinden hat. Daher ist es am besten, wenn du herausfindest, in welchen Situationen dein Kind am häufigsten schwitzt und dann dementsprechend regulierst.

#1 Das Baby schwitzt beim Stillen

Viele Babys schwitzen beim Stillen, weil sie das Trinken sehr anstrengt. Vor allem Neugeborene werden schnell müde, wenn sie sehr fest saugen und ziehen müssen. Meistens wird das im Alter von 5 Monaten besser, weil sich der Körper dann besser auf das Trinken einstellen kann und es nicht mehr so anstrengend findet. Zieh ihm daher für das Stillen am besten nur einen dünnen Body oder Strampler an und ggf. auch die Söckchen aus, damit es sich wohler fühlt und sich die Hitze nicht staut. Halte am besten ein Handtuch bereit, mit dem du ihm Kopf und Nacken trocknen kannst.

#2 Das Baby schwitzt in der Nacht und beim Schlafen

Wenn es vor allem beim Babyschlaf zu starker Schweißbildung im Kopf und Nacken kommt, ist wahrscheinlich die Zimmertemperatur zu warm oder die Bettdecke zu dick. Ob das Baby nachts stark schwitzt, findest du heraus, indem du den Finger in den Nacken legst. Meist sammelt sich dort der ganze Schweiß. Wechsle dann am besten den durchschwitzten Strampler sowie das Laken und kühle den Nacken mit einem feuchten Lappen und trockne auch den Schweiß am Kopf. Sollte sich dein Baby wohler fühlen und wieder einschlafen können. Manche Kinder bewegen sich so intensiv beim Träumen, das sie wild gestikulieren und das führt natürlich auch zur Schweißbildung. Wenn du weißt, dass dein Kind einen solchen Schlaf hat, dann zieh ihm am besten immer luftige Strampler an und achte auf eine gut Belüftung des Bettchens. Ob du das Fenster nachts auflässt, musst du ausprobieren. Es ist natürlich auch nicht gut, ein Neugeborenes kühler Zugluft auszusetzen.

#3 Das Baby schwitzt im Auto

Vor allem im Sommer schwitzen viele Babys in Auto-Babyschalen und Kindersitzen sehr. Im Auto staut sich nicht nur die Hitze sehr. Auch im Kindersitz reibt die Haut verstärkt am synthetischen Stoff. Dann sammelt sich die Wärme am Hinterkopf und Nacken. Daher solltest du deinem Baby auch in der Babyschale nicht zu viel anziehen und in Abständen die Kleidung wechseln. Es kann auch helfen, den Sitz mit einem feuchten, kühlen Tuch abzuwischen und so etwas für Kühlung zu sorgen. Setze dein Baby in heißen Sommermonaten am besten nicht mehrere Stunden der stickigen Autoluft aus.

Baby schwitzt am Kopf Tragetuch

Babys mögen deine Körperwärme, aber im Tragetuch schwitzen sie im Sommer auch häufig.

#4 Das Baby schwitzt im Tragetuch

Auch in Tragetüchern schwitzen manche Kinder mehr als andere. Je nach Außentemperatur solltest du es daher nicht zu dick anziehen. Das Tuch und deine Körperwärme wirken für dein Baby wie ein Heizkessel. Hab daher am besten Wechselkleidung dabei und zieh ihm bei Kälte lieber etwas mehr an, als es von Anfang an zu dick einzupacken. Auch kühle Füße sind nicht immer ein Zeichen dafür, dass das Kind friert, sondern eher ein Indiz, dass es an anderen Körperstellen schwitzt. Bei der Wahl des Tuchs kannst du auch darauf achten, dass es auch natürlichen Fasern wie Baumwolle besteht und nicht aus Synthetik.

Achtung: Sollte dein Baby trotz deiner Maßnahmen seine Temperatur nicht regulieren und weiterschwitzen, empfehlen wir dringend den Gang zum Kinderarzt. Dieser kann abklären, ob es noch andere Ursachen für den Schweißausbruch gibt. Ein Arztbesuch ist außerdem dringend nötig, wenn das Kleine dazu extrem unruhig ist, weint, einen sehr roten Kopf bekommt, sich die Lippen verfärben und es schwer atmet.

Video: Dein Baby zahnt? So übersteht ihr diese schwierige Zeit

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Ein schwitzendes Baby ist nichts Ungewöhnliches. Beobachte einfach regelmäßig, wann dein Baby am Kopf schwitzt und sorge für luftige Kleidung und etwas Abkühlung. Wenn der Schweiß nach der Abkühlung jedoch nicht aufhört, dann solltest du Fieber messen und gegebenenfalls den Arzt besuchen. Wenn dein Baby im Sommer an Hitzepickeln leidet, hilft Babypuder und Apfelessig. Hast du weitere Tipps für ein schwitzendes Baby? Dann verrate sie uns doch in den Kommentaren.

Bildquellen: iStock/Halfpoint, FamVeld, Halfpoint

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