Blutungen nach der Geburt: Der Wochenfluss

Wochenfluss – ein Wort, das bei vielen Frauen negative Gefühle weckt, denn die Blutungen nach der Geburt werden oft als unangenehm empfunden. Doch was ist der Wochenfluss eigentlich, wie lange dauert er und was passiert dabei?

Der Wochenfluss ist eines der unangenehmeren Dinge nach einer Geburt. Trotzdem ist er ganz natürlich und es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn bei Dir nach der Geburt Blutungen auftreten. Im Gegenteil: Der Wochenfluss dient der Heilung. Während der Schwangerschaft haftet der Mutterkuchen (die Plazenta) an der Gebärmutter. Dieser geht jedoch bei der Geburt ab und hinterlässt eine Wunde an der Gebärmutter. Diese sondert dann Blut, Schleim und Plazentagewebe ab – den Wochenfluss. Er kann sowohl in einzelnen Schüben erfolgen als auch gleichmäßig wie bei der normalen Menstruation. Mit dem Heilungsprozess nehmen die Blutungen zunächst eine rote, dann eine rosane und braune und schließlich eine gelblich-weiße Farbe an.

Wochenfluss: Frau im Wochenbett mit Baby.

Durch den Wochenfluss erholt sich Dein Körper.

Wie lange dauert der Wochenfluss?

Normalerweise dauern die Blutungen zwei bis sechs Wochen, teilweise aber auch bis zu acht Wochen. Das ist von Frau zu Frau verschieden – genau wie die Stärke des Wochenflusses. So bluten die einen mehr und stärker als andere: zwischen 200 und 500 Milliliter ausgeschiedener Wochenfluss sind im Wochenbett normal. Nur wenn die Blutungen plötzlich wieder auftreten, nachdem sie schon versiegt waren, solltest Du vorsichtig sein und lieber wieder einen Gang runterschalten!

Wie gehe ich am besten mit dem Wochenfluss um?

Erst einmal solltest Du nicht in Panik verfallen, denn wie bereits erwähnt, ist der Wochenfluss etwas völlig Normales und Natürliches und hilft Deinem Körper bei der Heilung. Trotzdem solltest Du wissen, wie Du Dich während dieser Zeit am besten pflegen kannst. So darfst Du während des Wochenflusses keinesfalls Tampons verwenden, da sonst Keime und Bakterien in die Gebärmutter gelangen könnten. Dadurch kann eine Infektion oder ein Blutstau verursacht werden. Besser ist es, spezielle Binden oder Vlieswindeln zu benutzen. Diese solltest Du aber alle zwei bis drei Stunden wechseln, um ein unangenehmes Feuchtigkeitsgefühl und Geruch zu vermeiden. Wenn Du Dir bei der Wahl der Binden oder Windeln unsicher bist, solltest Du Rat bei einer Hebamme oder dem Krankenhauspersonal suchen. Wichtig ist in der Regel, dass sie keinen Plastikrand besitzen, da sich auch hier bevorzugt Keime ansiedeln, die Dir in dieser Zeit gefährlich werden können. Weiterhin solltest Du nach jedem Gang zur Toilette Deinen Intimbereich mit lauwarmem Wasser reinigen, um angetrocknetes Blut zu lösen. Selbstverständlich solltest Du Dir anschließend stets die Hände waschen: Ansonsten können wieder Bakterien in die Gebärmutter übertragen werden. Die Ansicht, dass Du während Du Deinen Wochenfluss hast, nicht baden gehen darfst, ist im Übrigen veraltet. Sofern Du stillst, solltest Du nur generell darauf achten, dass Deine vermutlich noch wunden Brustwarzen nicht im Badewasser liegen.

Video: 9 Dinge, die Dich nach der Geburt erwarten

Nach der Geburt braucht Dein Körper noch etwas Zeit, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Nicht nur der Wochenfluss zeigt das. Welche weiteren Dinge Dich in den ersten Wochen erwarten können, erfährst Du in unserem Video.

Wie erkenne ich Warnsignale beim Wochenfluss?

Wenn bei einem Wochenfluss doch etwas nicht normal abläuft, solltest Du die Warnsignale erkennen können. Denn dann ist ein Besuch beim Arzt erforderlich. Doch was sind die Alarmzeichen? Wenn die Blutungen so stark sind, dass sie nach einer Stunde eine ganze Binde oder Windel vollkommen durchtränkt haben oder sogar schlimmer, solltest Du zum Arzt gehen. Auch wenn die Blutungen nach einer Woche immer noch hellrot und nicht schwächer geworden sind oder sogar wieder stärker werden, ist dies nicht normal. Wenn sich die Farbe des Wochenflusses von braun oder milchig weiß wieder zu rot verfärbt, ist ebenfalls ein Gang zum Arzt angesagt. Ein weiteres Warnsignal sind größere Blutgerinnsel im Wochenfluss. Außerdem ist ein Arzt von nöten, wenn Du neben dem Wochenfluss auch Fieber oder Schüttelfrost hast oder ein unangenehmer Geruch auftritt. Bei sehr heftiger Blutung und Schwindelgefühl: unbedingt einen Notarzt rufen! Wenn bei Dir allerdings keines dieser Symptome auftritt, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

Wochenfluss und Sex

Es gab noch bis vor einigen Jahren zahlreiche Geschichten, die über den Wochenfluss verbreitet wurden. Eine davon ist, dass man während dieser Zeit keinen Sex haben sollte. Dies ist allerdings nur bedingt korrekt. Grundsätzlich kannst Du nach der Geburt Deines Kindes dann wieder Sex haben, wenn Du Dich bereit dafür fühlst. Dies kann natürlich zusätzlich durch Vaginal- oder Dammriss beeinträchtigt sein. Doch solltest Du unter keinen großartigen Verletzungen leiden, spricht im Prinzip nichts dagegen. Beachten solltest Du allerdings, dass der Wochenfluss entsteht, da Deine Gebärmutter in dieser Zeit quasi eine gewaltige Wunde darstellt. Keime dürfen daher nach Möglichkeit nicht dorthin gelangen, da sonst die Möglichkeit einer Infektion besteht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du und Dein Partner während dieser Zeit mit Kondom verhütet, um eine mögliche Ansteckung mit Krankheitserregern zu verhindern. Dies dient allerdings nur Deinem Schutz. Die nach wie vor weit verbreitete Annahme, dass der Wochenfluss selbst infektiös sei und Dein Partner daher geschützt werden müsse, stimmt nicht. Er ist nicht mehr oder weniger gefährlich wie Deine Periode auch.

Der Wochenfluss hilft Deinem Körper, sich nach der Geburt wieder zu regenerieren. Bleib geduldig und lass Deinem Körper Zeit, in Ruhe zu heilen und sich zu erholen, dann ist auch dieses Kapitel im Nu vergessen.


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Was denkst du?

  • Bambibu am 11.06.2015 um 10:20 Uhr

    ich hatte das total schlimm . wollte kaum noch raus, weil mir das so unangenehm war -.-

    Antworten
  • Flausenfee1 am 16.04.2015 um 12:54 Uhr

    Vor der Schwangerschaft habe ich mir noch gar keine Gedanken über den Wochenfluss gemacht.

    Antworten
  • Miss_Clicked am 03.03.2015 um 17:29 Uhr

    Mein Wochenfluss war sehr leicht, weil ich einen KS hatte. Ich versteh aber auch nicht, wieso das dann weniger ist. Die Wunde ist doch trotzdem da von der Plazenta oder?

    Antworten
  • Seearielle am 22.01.2015 um 11:38 Uhr

    Vor der Schwangerschaft hatte ich mir gar keine Gedanken zum Wochenfluss gemacht.

    Antworten
  • Maja1410 am 12.12.2014 um 13:30 Uhr

    Der Wochenfluss ist zunächst zwar echt seltsam, aber man gewöhnt sich schnell daran!

    Antworten
  • Voegelchen79 am 07.11.2014 um 11:52 Uhr

    Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass der Wochenfluss so lange dauert. Aber der Wochenfluss heißt ja nicht umsonst so.

    Antworten
  • Tanjakleine am 16.09.2014 um 17:03 Uhr

    Der Wochenfluss ist etwas ganz Normales!

    Antworten
  • LolaTee am 14.02.2014 um 09:45 Uhr

    Ich habe mir bisher ehrlich gesagt noch nie über den Wochenfluss Gedankengemacht. War aber interessant zu lesen 🙂

    Antworten
  • Ritaninanura am 02.10.2013 um 10:37 Uhr

    Bei meiner 2.Geburt ging mein Wochenfluss ganze 10 Tage

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  • Zimtstern1984 am 28.08.2013 um 12:20 Uhr

    Der Wochenfluss war bei mir sehr stark und ich habe mich einige Tage tatsächlich sehr schlapp gefühlt. Meine Hebamme hat mir aber einen tollen Tee empfohlen.

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  • ErdbeerenEngel am 11.12.2011 um 21:05 Uhr

    Gibt es bei dem Wochenfluss auch Schmerzen?

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  • palme1982 am 05.10.2011 um 12:57 Uhr

    ich hatte auch wochenfluss, hab erst mal nen großen schreck bekommen, aber der arzt konnte mich glücklicherweise beruhigen!

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  • LoveMommy1 am 26.09.2011 um 13:12 Uhr

    meine freundin hatte auch blutungen und hat erst mal einen riesenschreck bekommen,für sie war es nicht so schön aber zum glück nichts schlimmes

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  • sabbelchen_4 am 23.09.2011 um 16:19 Uhr

    bei mi hat der wochenfluss grad zugeschlagen, echt nicht angenehm, hoffentlich dauert es nicht zu lange

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  • karatekruemel am 04.03.2011 um 11:51 Uhr

    Ich hatte Glück, bei mir hat der Wochenfluss nur zwei Wochen gedauert. Habe mich nach der Geburt aber auch ziemlich schnell erholt.

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  • Mamarina am 18.01.2011 um 13:41 Uhr

    Unangenehm ist es trotzdem 🙂

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  • Koelnmum am 19.11.2010 um 17:54 Uhr

    Es ist gut, dass man hier Antworten darauf findet, was normal ist und wann man zum Arzt gehen sollte.

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