A very funny little boy.

Abgelehnt!

Diese Vornamen wurden 2016 nicht erlaubt

Juliane Timmam 04.01.2017 um 12:14 Uhr

Die Geburt eines Babys ist für alle Eltern der schönste Tag im Leben, doch sobald Junior auf der Welt ist, geht bei einigen Paaren der Ärger um den Namen los. Der zuvor ausgesuchte Name passt auf einmal nicht mehr zum Baby. Wie soll sie oder er denn jetzt bloß heißen?

Wer sich bei der Namensfindung schwer tut, kann sich von der Top-Ten-Liste der beliebtesten Vornamen in Deutschland inspirieren lassen. Bereits seit 1977 wird diese von der Gesellschaft für Deutsche Sprache e.V. veröffentlicht. Ein Blick auf diese List verrät, dass sich seit vielen Jahren einige Namen hartnäckig in der Liste halten.

Maximilian und Sophie sind die beliebtesten Vornamen

Bei den Jungen sind es Max, Paul und Alexander, bei den Mädchen Marie/Maria oder Sophie/Sophia. Sie halten sich wacker in den Top-Fünf. Wenn es um kuriose Kindernamen geht, ist die Hollywood-Prominenz besonders kreativ. Schauspielerin Gwyneth Paltrow nannte ihre 2004 geborene Tochter Apple (Apfel) Blythe Alison. Bob Gedolfs 2014 verstorbene Tochter hörte auf den fruchtigen Namen Peaches (Pfirsiche). Sängerin Christina Aguilera nannte ihre Tochter, die 2014 zur Welt kam, Summer Rain (Sommerregen).

In Deutschland werden die Eltern auch immer kreativer, haben es aber nicht ganz so einfach wie einige Stars im Ausland. Ein Kindername muss hierzulande immerhin vom Standesamt genehmigt werden. So kam es vor, dass manch ein Elternpaar seinem Kind im vergangenen Jahr den schönen Namen Holunda, Westend oder Ulme geben wollte. Das lehnten die Ämter aber ab. Weitere Namen, die nicht genehmigt wurden, waren Husqvarna, Uwelia, Pims und Univers.

Kinder dürfen Christmas, Blade oder Miracle heißen

Die Liste der 2016 zugelassenen Namen ist aber mindestens genauso ungewöhnlich: In wenigen Jahren werden neben den geläufigen auch folgende Namen auf dem Schulhof zu hören sein: Christmas, Vinsten, Elfina, Thorunn, Blade, Kedyra, Morticia, Feanor, Miracle oder auch Lunis. Eine wirklich bunte Mischung an kreativen Namen.

Christmas, auf Deutsch also Weihnachten, ist eine sehr spezielle Namenswahl. Ob das Kind an Heiligabend zur Welt kam oder die Eltern die größten Weihnachtsfans sind, ist nicht bekannt. In Amerika ist der Name Hope (Hoffnung) sehr weit verbreitet. In Deutschland dürfen Babys, die möglicherweise unverhofft zur Welt kamen dann zum Beispiel auch Miracle (Wunder) genannt werden. Englische Wörter oder gängige Vornamen aus dem englischsprachigen Raum sind generell keine Seltenheit in Deutschland und bei der Namensvergabe auch nichts Außergewöhnliches.

Beim Vornamen muss das Geschlecht erkennbar sein

Exotische Vornamen sind generell in Deutschland nicht verboten. Beim Vornamen sollte aber stets das Geschlecht des Kindes deutlich sein. Wie es die Gesellschaft für Deutsche Sprache beschreibt, gibt es aber oft Probleme, wenn die Namen selten sind oder einen ausländischen Ursprung haben und sie sowohl für Mädchen als auch für Jungen vergeben werden können. Auch das Wohl des Kindes ist bei der Genehmigung des Namens wichtig.

Wenn Dein Wunschname für Dein Kind vom Standesamt abgelehnt werden sollte, kannst Du Dir Unterstützung von der Gesellschaft für Deutsche Sprache holen. Sie kann Dir ein Gutachten ausstellen, ob der Name Deines Kindes eintragungsfähig ist.

Bildquelle: iStock/dimafoto


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