Schreibaby

Dass Babys weinen und schreien, ist ganz normal. In manchen Fällen schreien sie jedoch ohne erkennbaren Grund und lassen sich kaum beruhigen. In diesen Fällen spricht man vom sogenannten Schreibaby. Wenn Dein Baby übermäßig viel weint und schreit, kann das für Dich als Mami ganz schön belastend sein. Trotzdem solltest Du versuchen, stets die Ruhe zu bewahren, denn es gibt einige Möglichkeiten, mit denen Du das Geschrei in den Griff bekommen kannst.

Was ist ein Schreibaby?

Alle Babys weinen und schreien. Meist hören sie damit auf, sobald ihre Bedürfnisse befriedigt wurden, doch manche Säuglinge schreien ohne erkennbaren Grund weiter. Diese Babys werden umgangssprachlich als Schreibaby bezeichnet, in der Fachliteratur spricht man vom exzessiven Schreien im Säuglingsalter. Hiervon sind ungefähr 16 bis 29 Prozent aller Babys in den ersten drei Lebensmonaten betroffen. Wenn Dein Baby ein Schreibaby ist, ist es oftmals kaum zu beruhigen – weder durch Stillen, Streicheln oder Herumtragen. Das kann dazu führen, dass Du Dich hilflos fühlst. Es gibt jedoch einige Dinge, mit denen Du das exzessive Schreien in den Griff bekommen kannst.

Schreibaby: Weinendes Baby

Einsogenanntes Schreibaby schreit auch ohne erkennbaren Grund.


So erkennst Du, ob Dein Baby ein Schreibaby ist

Dass Babys schreien, ist völlig normal. Wenn sich Dein Baby jedoch auch dann nicht beruhigt, wenn alle seine Bedürfnisse scheinbar gestillt sind, liegt der Verdacht nahe, dass Dein Baby ein sogenanntes Schreibaby ist. Es gibt einige typische Symptome für das exzessive Schreien im Säuglingsalter. Oftmals ziehen die betroffenen Kinder beim Schreien die Beine an und ballen die Hände zu Fäusten. Zudem ist ihr Gesicht meist sehr rot. Wenn Dein Baby beim Schreien den Rücken überstreckt, sein Bauch häufig hart und gebläht ist, sein Geschrei besonders schrill ist und vor allem am Abend auftritt, sind dies weitere Anzeichen dafür, dass es sich bei Deinem Baby um ein Schreibaby handelt. Schreibabys sind auch am Tag unruhig und können häufig nicht länger als eine halbe Stunde am Stück schlafen. Daher schlafen sie insgesamt weitaus weniger als andere gleichaltrige Babys. Ob das Schreien Deines Kindes als übermäßig einzustufen ist, kannst Du mit der sogenannten Dreier-Regel feststellen: Dabei brüllt Dein Kind ohne erkennbaren Grund mindestens drei Stunden pro Tag an mehr als drei Tagen in der Woche. Zudem dauert dieses Verhalten länger als drei Wochen an. In der Medizin ist in solchen Fällen von Dreimonatskoliken die Rede. Normalerweise setzen die Schreiattacken um die zweite Lebenswoche ein und werden bis zur sechsten Lebenswoche häufiger. Wenn Dein Baby schließlich vier Monate alt ist, hat das Schreien meist ein Ende.

Warum ist ein Baby ein Schreibaby?

Warum ein Baby ein Schreibaby ist, ist weitestgehend noch unbekannt. Früher gingen Ärzte davon aus, dass grundsätzlich Bauchschmerzen für das exzessive Geschrei verantwortlich seien und gaben dem Krankheitsbild daher den Namen Säuglingskolik. Mittlerweile weiß man jedoch, dass Koliken beziehungsweise Bauchkrämpfe nicht der Grund für das übermäßige Schreien sind, da die betroffenen Babys in der Regel nicht an Verdauungsproblemen leiden. Ob ein Baby tatsächlich ohne Grund schreit oder ob es für sein Schreien eine den Eltern unbekannte Ursache gibt, ist häufig nicht so leicht festzustellen. Dein Baby kann zum Beispiel auch schreien, wenn es allergisch auf ein bestimmtes Lebensmittel reagiert. Neben dem Schreien können Durchfall und Blutarmut ein Anzeichen für eine Lebensmittelallergie sein. Auch das KISS-Syndrom, eine Störung, bei der der Kopf Deines Babys etwas schief ist und ihm dadurch Schmerzen bereitet, kann für sein übermäßiges Schreien verantwortlich sein. Selbst wenn Dein Baby der sogenannten Dreier-Regel folgt und damit offensichtlich ein Schreibaby ist, solltest Du die Ursache seines Schreiens vorsichtshalber von einem Arzt abklären lassen. Denn auch Krankheiten wie zum Beispiel eine Blasenentzündung oder eine Magenverstimmung verursachen Deinem Baby Schmerzen und führen dazu, dass es schreit.

Schreibaby: Zu viele Reize

Wissenschaftler vermuten, dass der Grund für das übermäßige Schreien mit den vielen neuen Reizen zusammenhängt, mit denen Säuglinge konfrontiert werden. Nicht nur ein Schreibaby, sondern auch andere Babys befinden sich in den Wochen nach der Geburt in einer noch ungewohnten Situation. Sie müssen viele neue Dinge lernen, zahlreiche neue Reize verarbeiten und einen Schlafrhythmus finden. Diese Selbstregulation macht manchen Babys mehr zu schaffen als anderen. Wenn Dein Baby ein Schreibaby ist, ist es mit der neuen Situation überfordert. Es ist häufig überreizt und schläft schlecht. Die Folge ist das übermäßige Schreien. Warum manche Babys so empfindlich sind, während andere mit der neuen Situation gut klar kommen, ist bislang nicht geklärt. Wissenschaftler gehen jedoch von einem Zusammenhang mit der Schwangerschaft aus. Solltest Du während der Schwangerschaft besonders belastet gewesen sein, kann es sein, dass Dein Baby dazu tendiert, übermäßig zu schreien.

Schreibaby: Das kannst Du tun

Wenn Dein Baby ein sogenanntes Schreibaby ist, ist es wichtig, dass Du es nicht zu vielen Reizen aussetzt. Versuche, seinen Tagesablauf so ruhig und regelmäßig wie möglich zu gestalten und gesteh ihm regelmäßige Schlafenszeiten zu. So fällt es Deinem Kind leichter, sich in der Welt zurechtzufinden. Falls Du Dich mit der Situation überfordert fühlst, solltest Du Dir auf alle Fälle Hilfe holen. So kannst Du zum Beispiel Deinen Partner oder Deine Verwandten darum bitten, ab und an auf Dein Baby aufzupassen, damit Du Dich erholen kannst. Denn gerade, wenn Dein Baby häufig in der Nacht schreit, kann es sein, dass auch Du kaum Schlaf bekommst. Zwar gibt es kein Patentrezept, um ein Schreibaby zu beruhigen, wichtig ist jedoch, dass Du versuchst, trotz des Geschreis ruhig zu bleiben. Manchen Babys hilft es, wenn man mit ihnen spazieren geht, mit ihnen kuschelt oder sie umherträgt. Von Medikamenten solltest Du dringend absehen, da Beruhigungsmittel Deinem Baby mehr schaden als dass sie ihm nutzen. Generell solltest Du darauf achten, dass Dein Baby immer nach anderthalb Stunden Wachsein etwas schläft. Um ihm das Einschlafen zu erleichtern, kannst Du ihm ein beruhigendes Schlaflied singen, es wiegen und das Zimmer abdunkeln. Solltest Du das Schreien bei Deinem Baby gar nicht alleine in den Griff bekommen, kannst Du auch eine sogannate Schreiambulanz aufsuchen. Dort können Dir Therapeuten dabei helfen, die Signale, die Dein Kind Dir sendet, besser zu deuten. So kannst Du in Zukunft leichter erkennen, ob Dein Kind müde ist. So kann zum Beispiel das Wegdrehen des Kopfes ein Zeichen dafür sein, dass es schlafen möchte.

Von einem Schreibaby ist die Rede, wenn ein Säugling in den ersten drei Lebensmonaten übermäßig viel schreit und kaum zu beruhigen ist. Die Ursache für das exzessive Schreien ist bislang noch ungeklärt, Wissenschaftler vermuten jedoch, dass ein Zusammenhang mit Belastungen in der Schwangerschaft besteht. Sollte Dein Baby ein Schreibaby sein, ist es wichtig, dass Du es vor zu vielen Reizen abschirmst. Rat und Hilfe findest Du außerdem in einer sogenannten Schreiklinik.


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  • Schreiambulanz am 06.03.2015 um 00:01 Uhr

    Schreiambulanz Charlottenburg Wiebke Reich Praxis für Eltern-, Säuglings- u. Kleinkindtherapie Kaiserdamm 98 14057 Berlin

    Antworten
  • Rauna am 13.02.2015 um 17:16 Uhr

    Ich hab so Angst, ein Schreibaby zu kriegen. Das wäre echt der Horror. Ich kann Babygeschrei nicht ab, weil ich da voll sensibel reagiere. Das wäre echt das Allerschlimmste für mich 🙁

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  • Honigbiene35 am 17.10.2014 um 16:24 Uhr

    Ein Schreibaby kann die Nerven bestimmt ganz schön strapazieren! Mein Kleines war zum Glück kein Schreibaby!

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  • modemami999 am 07.10.2014 um 17:12 Uhr

    Meine war zum Glück absolut kein Schreibaby. Manchmal habe ich mich aber gerade deshalb gefragt, ob etwas niht stimmt, weil sie immer so ruhig war 🙂

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  • Vitamini123 am 07.10.2014 um 13:20 Uhr

    Es ist bestimmt echt schwierig, ein Schreibaby zu beruhigen!

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