Entwöhnung

Sanftes Abstillen

am 14.04.2015 um 09:10 Uhr

Das Abstillen bedeutet für Dich und Dein Baby eine große Veränderung, denn die Stillmahlzeiten sind für Dein Kind nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch eine Quelle von Nähe und Geborgenheit, auf die es nun Schritt für Schritt verzichten muss. Um die Entwöhnung von der Brust für Euch beide so angenehm wie möglich zu gestalten, solltest Du ganz behutsam vorgehen.

Wann der richtige Zeitpunkt fürs Abstillen gekommen ist, können nur Du und Dein Baby entscheiden. Manche Frauen entwöhnen ihr Kind schon ab dem vierten Monat von der Mutterbrust, andere stillen deutlich länger. Wann Du abstillen möchtest, bestimmst Du allein. Ideal ist es, wenn Ihr beide das Bedürfnis dazu verspürt, die Milchmahlzeiten zu reduzieren. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Gerade wenn Dein Baby sich nur schwer von der Brust trennen kann, solltest Du sehr sanft abstillen. Die meisten Mütter wählen für die erste Beikost einen Zeitpunkt zwischen dem fünften und dem siebten Monat, wenn die altersentsprechende Nährstoffzufuhr allein durch die Milch nicht mehr ausreicht. Ganz gleich, ob der Wunsch zum Abstillen von Dir oder Deinem Baby ausgeht, Du solltest dabei sehr behutsam vorgehen, denn Dein Baby hat sich über lange Zeit an die Stillmahlzeiten gewöhnt. Dass es sie nun nicht mehr bekommen soll, ist eine Umstellung, auf die es sich erst einlassen muss.

Abstillen: Mutter stillt Baby

Beim Abstillen solltest Du sehr behutsam vorgehen.

Beim Abstillen Schritt für Schritt vorgehen

Das Abstillen ist nicht nur für Dein Baby eine große Umstellung. Auch bei Dir kann eine abrupte Entwöhnung zu Beschwerden führen, denn Dein Körper produziert nach dem Abstillen weiterhin Milch. Wird die Brust nicht entleert, kann es zu einem Milchstau oder einer Brustentzündung kommen. Wenn Du merkst, dass Deine Brust spannt, solltest Du daher etwas Milch abpumpen. Allerdings nur so viel, bis der Druck nachlässt, damit Deine Brust nach und nach weniger Milch produziert. Diesen Beschwerden kannst Du vorbeugen, indem Du beim Abstillen ganz langsam vorgehst und zunächst nur eine Mahlzeit durch Beikost ersetzt. Mit der Zeit kannst Du immer mehr Stillmahlzeiten ersetzen. So kann sich auch Deine Brust beim Abstillen am besten auf die sinkende Milchproduktion einstellen. Viele Mütter haben gute Erfahrungen damit gemacht, bis zum Alter von einem Jahr und darüber hinaus eine Stillmahlzeit täglich beizubehalten, denn die Muttermilch versorgt Dein Kind mit vielen wichtigen Vitaminen und Abwehrstoffen. Nach und nach sinkt durch die geringe Nachfrage das Milchangebot, bis es schließlich ganz versiegt.

Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen

Manchmal geht der Wunsch zum Abstillen auch von Deinem Baby aus. Es kann sein, dass es nach einigen Monaten von selbst das Interesse an der Brust verliert. Grundsätzlich ist es jedoch sehr wichtig, dass Dein Kind bis zum Ende des ersten Lebensjahrs – besser aber noch darüber hinaus – mit den wichtigen Nährstoffen der Muttermilch oder einer altersentsprechenden Säuglingsnahrung versorgt wird. Wenn Dein Baby noch nicht alt genug ist, um völlig entwöhnt zu werden, hilft es, in reizarmer Umgebung zu stillen. Hier wird Dein Baby nicht von anderen Umwelteinflüssen abgelenkt, die aufgrund eines Entwicklungsschubes vielleicht gerade interessanter sind als Deine Brust, die es ja bereits kennt.

Plötzliches Abstillen

Unter Umständen kann es notwendig werden, dass Du von jetzt auf gleich abstillen musst. So abrupt solltest Du das Stillen jedoch nur dann einstellen, wenn es wirklich notwendig ist, etwa im Falle einer ernsthaften Erkrankung. Das plötzliche Abstillen kann einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Da Dein Kleines auf die Situation nicht vorbereitet wurde, ist es möglich, dass es darunter leidet. Daher solltest Du Dich, auch wenn Du ihm nun nicht mehr die Brust geben kannst, ihm nicht vollständig körperlich entziehen, sondern den Körperkontakt zu Deinem Baby beibehalten und vermehrt mit ihm kuscheln. Da das plötzliche Abstillen bei Dir zu körperlichen Problemen führen kann, solltest Du eine Hebamme aufsuchen, die Dir mit hilfreichen Tipps zur Seite steht.

Abstillen mit Hilfe des Partners

Um Deinem Baby die Zeit des Abstillens zu erleichtern, kann Dein Partner das Füttern mit dem Fläschchen oder der Breinahrung übernehmen. Dein Baby ist schon in der Lage, sich Gerüche sehr gut zu merken und sie Personen zuordnen. Deinen Geruch wird es daher anfänglich immer mit dem Stillen verbinden. Bekommt es seine Mahlzeiten in der Zeit des Abstillens öfters von Deinem Partner, kommt es gar nicht erst in Versuchung, nach der Brust zu suchen. Die Zeit der Nähe und Geborgenheit, die Euch durch das Abstillen fehlt, kannst Du durch andere Aufmerksamkeiten ersetzen: Gemeinsam Spielen oder Kuscheln sind für Dein Baby und Dich fast genauso schön.

Beim Abstillen solltest Du sehr behutsam vorgehen, um Dein Baby langsam von der Muttermilch zu entwöhnen. Wann der richtige Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manche Mütter stillen ihr Baby bereits nach vier Monaten ab, andere erst nach einem Jahr oder noch später. Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen abrupt abstillen musst, solltest Du eine Hebamme zu Rate ziehen, um Dir und Deinem Kind die Umstellung zu erleichtern.

Kommentare (35)

  • ich musste auch früh und plötzlich abstillen. hatte schmerzen und dem kleinen war das auf dauer zu anstrengend. der hat dann lieber aus der flasche getrunken

  • Ich habe schon früh abgestillt. Hatte eh nicht so gut geklappt.

  • Ich glaube, ich habe mit dem Abstillen begonnen, als meine Kleine etwa 11 Monate alt war.

  • Wer nicht stillt, der muss auch nicht Abstillen ganz einfach. Ich kenn nur Kinder, wo das Stillen Probleme gemacht hat. Die mussten gewaltsam abgestillt werden, weil sie nicht damit klarkamen, dass Mami nicht immer als Milchpumpe herhalten wollte und das mit 3-4 Jahren noch.

  • Das mit dem Abstillen hat wunderbar geklappt, weil sie sich letztlich einfach selbst mit gut 8 Monaten abgestillt hat. Irgendwann war wohl einfach gut.

  • Das mit dem Abstillen ist schon so eine Sache. Wenn einer nicht mehr mag, ist es für beide nicht mehr schön.

  • Wir versuchen es mit dem Abstillen zur Zeit, aber sie will einfach nicht. Ich verzweifel langsam noch. Gib mir meine Brüste zurüüüüück!!!! :-D

  • Bei uns hat das Abstillen auch gut geklappt.

  • Das zwischen dem 5 und 6 lm die Milch angeblich nicht mehr genug Nährstoffe hat ist totaler Blödsinn. Ich stille meine Tochter nun schon 17 Monate und an manchen Tagen noch voll weil sie vom essen noch nicht viel hält und sie ist kerngesund. Abstillen soll und darf sie sich von selbst wenn sie dazu bereit ist. Ach ja und fals jemand wieder arbeiten muss muss man auch nicht zwangsläufig abstillen es sei denn man möchte es. Muttermilch ändert sich nie in der Zusammensetzung höchstens an der Menge kommt halt darauf an wie oft man stillt nachfrage regelt das Angebot also je öfters man stillt desto mehr Milch wird gebildet und andersrum halt weniger, ach ja und die brüste sind niemals leer es wird 24 stunden produziert und beim trinken wird die meiste Milch gebildet.

  • Meine beste Freundin will ihr Baby jetzt auch abstillen. Mal sehn, wie es klappt.

  • Abstillen bei Kleinkinder kann teilweise auch echt stressig werden.

  • Ich habe schon von vielen Mamis gehört, dass das Abstillen nicht so einfach war und dann ganz anders verlief, als sie es geplant hatten. Ich bin mal gespannt, wie ich mit dem Abstillen zurecht komme.

  • Das Abstillen hat bei mir beide Male recht lange gedauert. Abends vor dem Einschlafen habe ich noch recht lange gestillt, obwohl wir tagsüber schon umgestellt hatten. Das war so ein bisschen unser Abendritual.

  • Mit dem Abstillen hatten wir wenig Probleme, das ging überrachend gut. Aber ungefähr sechs Wochen nach dem Abstillen fing es auf einmal an, dass sie den Brei nicht mehr wollte. Da mussten wir ganz schön tricksen für ungefähr drei Wochen. Trotzdem bin ich froh, dass das Abstillen an sich so gut geklappt hat.

  • Abstillen ist gar nicht so einfach. Da kann es einen echt beruhigen, wenn man fürs Abstillen Tipps bekommt, an die man sich halten kann. Ich hab auch meine Hebammen nach guten Abstillen-Tipps gefragt. Das hat mir echt geholfen.

  • Meine Tochter ist schon 19 Monate alt und ich weiß nicht wie ich Sie am besten von der Brust bekomme wen ich ihr die Brust nicht gebe schreit Melina, haut mich und ist sehr schwer zu beruhigen Habt ihr vielleicht einpaar gute Tipps wie das Abstillen fast von alleine geht??? Ich muss noch dazu sagen dass sie ohne Brust nicht einschlafen kann Wie löse ich dieses Problem???

  • Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Abstillen so schwer ist...

  • Meine Schwester hat Probleme mit dem Abstillen. Ihr Kleiner will einfach nicht aus der Flasche trinken...

  • Ich kanns mir momentan überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, nicht zu stillen. Das Abstillen wird bestimmt nicht leicht...

  • Abstillen war für mich eine echt schwere Zeit

  • Meine Große hat's mir echt schwer gemacht aufzuhören, der Kleine wollte die Brust irgendwann von alleine nicht mehr.

  • Bald ist es soweit... Dabei will ich noch gar nicht aufhören zu stillen :(

  • Bei mir ist es zwar schon was länger her, ich finde aber nicht, dass das Abstillen besonders schwierig war, Ich gehöre glaub ich zu den glücklichen Müttern, deren Kinder von selber den Zeitpunkt zum Abstillen finden.

  • Bei uns kam das Abstillen von ganz allein. Mein Spatz hatte irgendwann immer weniger Verlangen nach der Brust und als ich das gemerkt habe, habe ich mit dem Abstillen angefangen.

  • Das Abstillen war irgendwie eine traurige Zeit. Mir hat die Nähe zu meinem Kleinen nach dem Abstillen echt gefehlt..

  • Ich frag mich, wie lange abstillen so im Schnitt dauert bei den verschiedenen Frauen...

  • Ich werde mein Baby so mit 6 Monaten abstillen denke ich. Gruselig finde ich es, wenn Mütter ihre Kinder noch stillen, wenn sie über 2 Jahre oder so sind.

  • Beim Abstillen habe ich in zuerst einzelne Stillmahlzeiten durch andere Mahlzeiten ersetzt. Um auch den Verlust von Geborgenheit und Nähe auszugleichen, ist das intensive Spielen und Kuscheln mit deinem Baby ratsam.

  • Bei uns steht jetzt auch das Abstillen an, mir graut ein wenig davor und ich glaube ich werde es auch etwas vermissen :-(

  • Ich mag noch gar nicht ans Abstillen denken, das ist sicher komisch, wenn man auf einmal nicht mehr "gebraucht" wird :-(

  • bei mir ging das auch recht reibungslos mit dem abstillen, am anfang kam die flasche nicht soo gut an, aber eines tages ging es dann einfach!

  • Och, da möchte ich im Moment noch gar nicht dran denken, ist zwar auch anstrengend, aber auch schön....

  • Ich hatte bereits nach 2 Monaten abgestillt. Ich hatte ziemliche Probleme beim Stillen und habe demnach sehr schnell aufgehört und mit Fläschchen geben angefangen. Das war auch völlig ok und mein Kind hatte keine Probleme bei der Umstellung.

  • Ich habe recht früh mit dem Abstillen begonnen, als mein Kind sechs Monate alt war. Am Anfang war es etwas schwierig, aber dann haben wir uns beide daran gewöhnt.

  • Charlie ist jetzt neun Monate alt und am Anfang habe ich ihn auch gestillt. Jetzt arbeite ich aber wieder und da musste ich natürlich abstillen. Hat aber bei uns beiden gut geklappt.