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Welche Frau denkt schon mit Mitte oder Ende 30 an die Wechseljahre? In diesem Alter ist man doch mitten im Leben, hat noch so vieles vor sich, denkt über (weitere) Kinder nach. Und dann – stell dir vor – bleibt plötzlich die Regel aus, einfach so, und kehrt nicht wieder. Die Diagnose des Frauenarztes ist ein Schlag: Klimakterium praecox. Hier erklären wir dir, an welchen 10 Anzeichen du die Wechseljahre frühzeitig erkennst und was dann zu tun ist.

Um es vorweg zu nehmen: Die allermeisten Frauen kommen durchschnittlich zwischen 45 und 55 Jahren in den Wechsel. Doch etwa eine von hundert Frauen erlebt vorzeitige Wechseljahre. Das heißt, die Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone beginnen schon viel früher zu sinken, und die monatliche Regelblutung bleibt mit weniger als 40 Jahren endgültig aus.

Der allzu frühe Schlusspunkt der Eierstockfunktion und damit der Fruchtbarkeit ist nicht nur eine große seelische Belastung, sondern hat auch weitreichende gesundheitliche Konsequenzen. Beispielsweise ist das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Osteoporose deutlich erhöht. Auch die Gefahr von Demenz und Stimmungsänderungen nimmt vermutlich bedingt durch den Östrogenmangel zu. Welche typischen Anzeichen die Wechseljahre mit sich bringen, erklären wir dir weiter unten.

Hormon- und Gefäß-Check können nützlich sein

Ob wirklich schon das Klimakterium bei dir anklopft, kann nur der Frauenarzt zweifelsfrei feststellen. Er ist es auch, mit dem du über die Chancen und Möglichkeiten einer Hormontherapie (HRT) sprechen solltest.

Bei vorzeitigen Wechseljahren die fehlenden Hormone zu ersetzen, ist wichtig: Denn Östrogen stabilisiert die Knochen und schützt gesunde Gefäße vor Ablagerungen. Es beugt zudem Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems und Stoffwechselleiden vor. Während das Knochenskelett zu jeder Zeit von einer HRT profitiert, kommt es im Hinblick auf die Gefäßgesundheit vor allem auf einen frühzeitigen Beginn an. Denn der Hormonausgleich mit Östrogen kann Ablagerungen in den Blutgefäßen zwar hinauszögern, aber nicht rückgängig machen.

Ein Gefäß-Check kann sinnvoll sein, wenn die Periode entweder schon sehr lange ausgeblieben ist oder längere Zeit nach Einsetzen der Hormonumstellung mit der HRT begonnen werden soll. Für einen möglichst nutzenbringenden und risikoarmen Hormonausgleich empfehlen Frauenärzte vor allem eine Kombination aus Östradiol-Gel zur äußerlichen Anwendung auf der Haut und mikronisiertes Progesteron in Form von Weichkapseln zur Einnahme.

Sind das schon die Wechseljahre? Teste dich selbst! Das sind 10 Anzeichen:

# 1 Ist deine Periode regelmäßig? Oder kommt es zu Zwischenblutungen, zu häufigen/seltenen, zu starken oder zu langen Blutungen?

# 2 Hast du gelegentlich Hitzewallungen und Schweißausbrüche?

# 3 Leidest du vor oder während der Regel unter Bauchschmerzen oder Brustspannen?

# 4 Sind Ein- und Durchschlafstörungen ein Thema für dich?

# 5 Leidest du unter Stimmungsschwankungen?

# 6 Bist du oft nervös und leicht reizbar?

# 7 Ist deine Leistungsfähigkeit vermindert und fühlst du dich öfter erschöpft?

# 8 Hast du ein Trockenheitsgefühl oder Brennen in der Scheide bzw. Beschwerden beim Geschlechtsverkehr?

# 9 Plagen dich Gelenk- und Muskelschmerzen?

# 10 Treten gelegentlich nervöse Herzrhythmusstörungen wie Herzstolpern oder Herzrasen auf?

Natürlich können auch andere Ursachen hinter diesen Beschwerden stecken. Wenn mehrere Punkte auf dich zutreffen, solltest du dich nicht scheuen, einen Termin bei deinem Frauenarzt zu machen – ganz gleich, wie alt du bist!

Bildquelle: SPR/Thinkstock/GettyImages/Stockbyte

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