Asian mother holds her newborn baby
Diana Heuschkelam 06.06.2017

Auf der Frühchen-Station im britischen Kingston Hospital kleben an einigen wenigen Babybettchen lila Schmetterlinge, um nichtsahnende Besucher darauf hinzuweisen, dass der kleine Schatz, der da in seinem Krankenhausbett schlummert, in seinem kurzen Leben schon einen schweren Schicksalsschlag erleiden musste.

Auf die Idee mit den lila Schmetterlingsstickern kam Millie Smith, die Zwillinge im Kingston Krankenhaus zur Welt brachte. Ihre beiden Mädchen, Skye und Callie, kamen schon in der 30. Schwangerschaftswoche, doch die kleine Skye überlebte nur die ersten drei Stunden ihres Lebens – ein unendlich schwerer Schlag für ihre Eltern.

So kam es zu den lila Schmetterlingen

Als sie kurze Zeit später ihre andere Tochter Callie auf der Frühchen-Station besuchte, traf sie auf eine völlig übermüdete Mutter von Zwillingen, die zu ihr sagte: „Seien Sie froh, dass sie keine Zwillinge haben.“ In einem Interview mit dem „Us“-Magazin erinnert sich Millie an den schlimmen Moment: „Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht vor den anderen Eltern dort geweint. Aber das war es dann für mich und ich rannte weinend aus dem Zimmer. Ich hatte leider nicht die Nerven dafür, nochmal umzudrehen und ihr meine Geschichte zu erzählen,“ gesteht die 24-Jährige Mutter im Interview weiter. „Ich wollte nicht, dass sie sich schlecht fühlt. Ihr Kommentar war ja nicht bösartig gemeint, eher als Witz, aber mir brach er das Herz.“

Signal für andere Krankenhausbesucher

Um anderen Eltern dieses Szenario zu ersparen, schlug Millie dem Krankenhaus vor, lila Schmetterlinge an die Betten aller Neugeborenen zu kleben, die ein Geschwisterchen verloren haben. „Ich habe Schmetterlinge ausgewählt, weil sie für die Babys stehen sollen, die davongeflogen sind“ erzählt Millie today.com. Am Eingang der Frühchen-Station hängt ein Hinweisschild, dass die Besucher auf die Bedeutung des Schmetterlings hinweist. Der Schmetterling ist auch das Symbol von Millies „Skye High Foundation“, die sich für Eltern einsetzt, die ein Kind verloren haben.

So eine traurige Geschichte aus dem wahren Leben. Trotzdem finden wir Millie Smiths Einsatz für andere Eltern in dieser schweren Lage einfach bewundernswert.

Bildquelle: Facebook/TheSkyeHighFoundation, iStock.com/alice-photo


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