Handynutzung

Die besten Apps für Babys und Eltern

Katharina Lübkeam 29.06.2016 um 15:39 Uhr

Es gibt sie für alle Lebenslagen, Herausforderungen und Probleme, an die man vorher nie gedacht hätte. Apps helfen uns heutzutage beim Einkaufen, beim Sport treiben, beim Abnehmen oder beim Daten. Sie zählen unsere Schritte und messen unsere Körperfunktionen. Rund 2 Millionen Apps gibt es derzeit im Appstore. Auch für Eltern und Babys gibt es mitunter sehr nützliche mobile Anwendungen, mit denen sich der neue Alltag strukturieren, die Entwicklung des Kindes festhalten und sein Schlafrhythmus überwachen lässt.

Schon während der Schwangerschaft können Frauen durch Info-Apps verfolgen, was in ihrem Bauch passiert. Experten raten dennoch dazu, alle Fragen auch beim Arzt zu stellen, wenn man vor Ort ist. Der ist nämlich der unschlagbare Experte.

Zahlreiche Apps für Babys helfen, den neuen Alltag zu strukturieren oder den Schlafrhythmus des Babys zu überwachen.

Zahlreiche Apps für Babys helfen, den neuen Alltag zu strukturieren oder den Schlafrhythmus des Babys zu überwachen.

Mit Apps für Babys lässt sich alles dokumentieren

Ist das Kind erstmal geboren, können Apps helfen, den Alltag zu organisieren. Das kann gerade beim ersten Kind eine Herausforderung sein. Windel-Zähler, Stillzeit-Stopper, Gewichtsstatistik: alles Mögliche lässt sich dokumentieren. Und das ist praktisch, etwa wenn der Kinderarzt spontan die Anzahl der verbrauchten Windeln wissen will oder man selbst hat vergessen, mit welcher Seite man zuletzt gestillt hat. Die Die NeoApp der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene (DSKN) hilft Eltern von Frühchen.[/caption]

Aber auch zu medizinischen Zwecken empfehlen sich mitunter praktische Applikationen, eine Überwachung durch Technologie etwa kann unterstützen. Die NeoApp der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene (DSKN) hilft zum Beispiel Eltern, deren Kinder zu früh geboren wurden. Mit der App lassen sich etwa Größe und Gewicht notieren, aber auch der Zeitpunkt, ab dem das Baby selbstständig atmet oder keine Magensonde mehr benötigt. Für die Eltern ist das eine psychosoziale Unterstützung.

Mit Apps lassen sich auch Schlafparameter überwachen, wenn es ein Risiko für den plötzlichen Kindstod gibt oder einfach nur, wenn Eltern ruhiger schlafen wollen. Solche Anwendungen funktionieren wie ein Nachtvideomonitor und Bewegungsmelder. Es gibt Apps für Babys, die realisieren, wenn sich ein schlafendes Baby für eine zu lange Zeit nicht bewegt und dies melden.

Umfassendes Monitoring in der Nacht

Die sogenannte Cocoon Cam verfolgt und analysiert sogar die Herz- und Atemfrequenz, das Aktivitätsniveaus und die Temperatur des Babys und überträgt die Daten an die Eltern. Ein weiteres digitales Werkzeug ist Sproutling, ein tragbares Gerät mit Sensor-Tracking-Technologie. Ein Sensor wird um den Knöchel des Kindes gelegt und mit dem Handy der Eltern verbunden. So können die Eltern das Schlafmuster ihres Babys verfolgen. Wenn das Kind wach ist oder Fieber hat, schlägt es Alarm.

Weitere Babyfon-Anwendungen sind etwa Dormi, Wolke Baby Monitor und Baby Monitor 3G. Mit der Babyphon-App kann das Smartphone ins Kinderzimmer gelegt werden und mit vorher programmierter Musik oder den Elternstimmen beruhigen. Im Notfall wird eine ebenfalls vorher festgelegte Nummer gewählt.

Praktische Helferlein im Alltag

Die App BabyPlaces listet spezifische Orte für Eltern und Babys auf, etwa Cafés mit Wickeltisch, Kindercafés, Spielplätze oder Kinderärzte.

Die App BabyPlaces listet spezifische Baby-Orte auf, etwa Cafés mit Wickeltisch oder Spielplätze.

Auch weniger ausgefeilte, aber genauso praktische Apps für Babys gibt es für den Alltag. Die App BabyPlaces etwa listet spezifische Orte für Eltern und Babys auf, etwa Cafés mit Wickeltisch, Kindercafés, Spielplätze oder Kinderärzte. Altersgerechte Rezepte samt Zutaten und Zubereitung finden sich in der Applikation Baby Kochbuch.

Bei der überwältigenden Herausforderung, einen Namen fürs Baby zu finden, bieten sich ebenfalls viele Apps an. Schließlich gibt es zahlreiche kreative Trends. Die Apps kennen diese und geben Inspirationen. Andere Apps helfen dabei, einen Babysitter zu finden. Auch auf der Amazon Baby-Wunschliste finden sich eine Reihe von hilfreichen Dingen für das erste Baby-Jahr.

Risiken und Bedenken

Bei all den Möglichkeiten sollte man immer bedenken, sensibel mit den Daten des eigenen Kindes umzugehen – zum Beispiel sollte man die Daten nicht unbedingt in Onlinespeichern ablegen. Das ist immer ein Risiko, und gerade bei ausländischen Anbietern ist nicht gewährleistet, dass deutsches Datenschutzrecht respektiert wird. Weitergegebene sensible Daten können dem Kind später zum Nachteil werden, etwa wenn es bestimmte Erkrankungen beim Abschluss von Versicherungen geht.

Experten kritisieren zudem, dass die Info-Apps teilweise voll von Werbung sind und sich offenbar in Angaben unterscheiden, zum Beispiel darüber, wie groß ein Kind in einer bestimmten Schwangerschaftswoche zu sein hat. Für dringende medizinische Fragen sind die Apps nicht geeignet. Auch wird sich der eine oder andere fragen, ob man seinem Baby, kaum, dass es auf der Welt ist, sofort ein Handy ans Bett legen muss. Immerhin raten manche Experten dazu, das Handy komplett aus dem Schlafzimmer zu verbannen.

Trotz vieler ernst zu nehmender Bedenken: nutzt man die richtigen Applikationen mit Bedacht, kann man daraus durchaus großen Nutzen ziehen und die ersten Wochen und Monate mit seinem Kind in vollen Zügen genießen.

Bildquelle: iStock/Pilin_Petunyia, iSTock/ginew, iStock/kul20

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