Eltern nehmen Kinder auf

Junge Menschen entscheiden sich immer häufiger, noch lange bei ihren Eltern wohnen zu bleiben. Das hängt unter Anderem mit den hohen Einschreibezahlen an den Hochschulen zusammen.

Zum aktuellen Wintersemester können die Hochschulen Rekordeinschreibezahlen verzeichnen. Diese erfreuliche Nachricht bringt allerdings auch Probleme mit sich. Durch die hohe Anzahl neuer Studenten kommt es zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt.

Den Eltern lange erhalten bleiben

Der doppelte Abiturjahrgang sowie die Abschaffung der Wehrpflicht sind Gründe dafür, dass in diesem Jahr mehr junge Menschen als sonst die Hochschulen stürmen. Doch nicht jeden zieht es in eine WG oder eine eigene Wohnung. Der Trend geht dahin, bei den Eltern wohnen zu bleiben. Dies hat sowohl finanzielle als auch praktische oder auch unfreiwillige Gründe. Wenn es nicht genügend Zimmer im Studentenwohnheim oder bezahlbare Wohnungen gibt, kann eben nicht jeder ausziehen.

Junge Menschen ziehen nicht mehr so schnell aus

Junge Menschen bleiben häufiger bei ihren Eltern wohnen


Studium: Die Eltern mischen mit

In den letzten Jahren bemerken Hochschulen ein vermehrtes Einmischen von Seiten der Eltern. Viele Studienanfänger sind noch minderjährig und fühlen sich vom Unialltag überfordert. Ihre Eltern wollen sie unterstützen und zeigen sich dabei sehr aktiv. Teilweise erledigen sie Telefonate, reichen Beschwerde ein oder begleiten ihre Kinder zu Informationsveranstaltungen. Die Anwesenheit im Hörsaal hält der Präsident der TU Braunschweig, Jürgen Hesselbach, für zuviel des Guten. Als Präsident sei er nicht bereit, Sonderveranstaltungen zu kreieren und den Eltern Tür und Tor zu öffnen, sagte er der WELT Online. Bei der Abschlussfeier seien sie natürlich gern gesehene Gäste, sonst sollten sie sich allerdings eher zurückhalten. Hesselbach und andere Universitätsangestellte sehen dieser Entwicklung mit Sorge entgegen, man erwarte von Studenten einen gewissen Grad an Selbstständigkeit.

Weiterhin bei den Eltern leben

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich, bei ihren Eltern wohnen zu bleiben. Der Hauptgrund ist Unsicherheit. Man muss allerdings bedenken, dass sich dann nicht wirklich was verändert im Leben. Aus dem Schul- wird der Unialltag, doch der wichtige Schritt in die Eigenständigkeit bleibt einem verwert. Die heutige Generation sieht es nicht mehr als logischen Schritt an, zum Studieren das Elternhaus zu verlassen. Dies ist bestenfalls eine Option. Was einem jungen Studenten früher peinlich gewesen wäre, ist mittlerweile salonfähig geworden.


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Was denkst du?

  • Winterdream2010 am 20.10.2011 um 09:42 Uhr

    finde ich auch merkwürdig diesen trend, einerseits sind die jugendlichen sehr frühreif, haben schon mit 13 einen freund,auf der anderen seite bleiben sie lange zu hause wohnen und fügen sich damit auch noch mit mitte,ende 20 in die kinderrolle

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  • EngelchenB1982 am 17.10.2011 um 17:36 Uhr

    die kinder einiger bekannter wohnen auch noch zuhause und machen auch keine anstalten, das bald zu ändern, sind meistens jungs.

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  • minimi1 am 17.10.2011 um 14:45 Uhr

    ich selbst kenne auch einige bekannte,die noch mit mitte zwanzig zuhause wohnen..ich fand es ganz schön zum studium auszuziehen!

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  • Ivy2010 am 17.10.2011 um 12:58 Uhr

    Ja, heute ist es ja generell so, dass man immer später erst "erwachsen" wird...

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