Schwierige Phase

Tipps für die Trotzphase

am 30.03.2015 um 08:45 Uhr

Gerade lief Dein kleiner Sonnenschein noch brav neben Dir her und im nächsten Moment liegt ein wütender Satansbraten schreiend auf dem Boden und will gar nichts mehr von Dir wissen. Wenn bei Kleinkindern die Trotzphase einsetzt, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Doch wie überstehst Du diese Zeit, ohne komplett zu verzweifeln, und wie solltest Du mit Deinem trotzenden Kind umgehen?

Stimmungsschwankungen sind ganz normal und gehören zur Entwicklung Deines Kindes dazu. Im Prinzip ist die Trotzphase wie eine kleine Pubertät, denn Dein Kind testet nun die eigenen Grenzen – und vor allem die seiner Mitmenschen – aus. Dies kann für Dich als Hauptbezugsperson ziemlich anstrengend werden, vor allem da die Trotzphase gut und gerne vom zweiten bis zum vierten Lebensjahr andauern kann. Wichtig ist daher, dass Du verstehst, wieso Dein Kleines sich so verhält, damit Du nicht auf den Gedanken kommst, dass Dein Kind einfach nur unartig sein könnte und Dich absichtlich zur Verzweiflung bringen möchte. Die Trotzphase ist nämlich ein wichtiger Entwicklungsschritt, den Dein Kind unbedingt durchmachen muss.

Trotzphase: Trotzendes Kind

In der Trotzphase testen Kinder Grenzen aus.

Die Trotzphase führt zur Persönlichkeitsbildung

Für die Persönlichkeitsbildung von Kindern ist die Trotzphase absolut unumgänglich. All das, was Kinder in ihrer Entwicklung an ersten Erfahrungen gesammelt haben, wird jetzt auf den Prüfstand gestellt und kommt zur Anwendung. Hierbei lernen die Kleinen nun nicht mehr nur körperliche Dinge neu, sondern treten auch erstmalig in richtige soziale Interaktionen mit anderen. Dabei machen Kinder in der Regel die ersten Grenzerfahrungen, denn meistens erkennen sie, dass sie doch noch nicht so selbstständig sind, wie sie es gerne hätten, und das nicht alles nach ihren Wünschen läuft, wenn sie einfach nur beharrlich am Ball bleiben. Dein Kind muss in der Trotzphase lernen, dass die Interaktionen mit seinen Mitmenschen nicht so funktionieren wie etwa das Sprechenlernen und stumpfe Wiederholungen es nicht weiterbringen, wenn Mami oder Papi einmal „Nein“ gesagt haben. So lernt Dein Kleines, dass die Umwelt nicht ausschließlich nach seinen Wünschen funktioniert, wie dies in der Regel in den ersten paar Jahren der Fall ist, wenn bei einem kurzen Schrei sofort Essen bereit steht, die Windel gewechselt wird und Mami zum Kuscheln kommt. Dies führt bei vielen Kindern zu einem Gefühl der Hilflosigkeit, das nicht selten in Panikattacken und unkontrollierten Wutausbrüchen endet.

Wie hilfst Du Deinem Kind am besten während der Trotzphase?

Du als Mami wirst in der Trotzphase dank der zahlreichen neuen Regeln, die Du zwangsläufig einführen musst, sobald Dein Kind mobiler wird, zu einem Problem für Dein Kleines. Natürlich ist es nicht immer einfach, trotzigen Kleinkindern Einhalt zu gebieten, gerade wenn das Geschrei in der Öffentlichkeit den Spaziergang zum Spießroutenlauf macht. Hier lohnt sich aber Konsequenz, denn in dieser Phase des Grenzenaustestens ist es wichtig ebendiese aufzuzeigen: Dein Kind braucht klare Regeln, an denen es sich orientieren kann. Was einmal verboten wurde, bleibt auch verboten. Diese Regeln müssen unbedingt mit dem Partner abgesprochen werden und auch der muss sich daran halten. Auf diese Weise kannst Du verhindern, dass Euer Kind Euch gegeneinander ausspielt, um seinen Willen zu bekommen. Damit die Trotzphase aber nicht nur aus Verboten und Spaßbremsen besteht, an denen Dein Kind komplett verzweifelt, solltest Du auch mal Dein Kleines bestimmen lassen. Am einfachsten geht das bei Ausflügen oder Spaziergängen, bei denen Du Deinem Kind die Entscheidungen überlässt. Auf diese Weise lernt es, seinen Willen und seine Ideen konstruktiv zu gebrauchen. Grundsätzlich solltest Du Dein Kind für das Trotzen auch nicht bestrafen, denn es ist in so einem Moment einfach nicht in der Lage, sich anders zu verhalten. Ihm die Wutausbrüche „abtrainieren“ zu wollen, wird also in den seltensten Fällen funktionieren. Vielmehr führen die noch strengeren Verbote zu noch mehr Trotz. Eltern und Kind verlieren sich so in einem Teufelskreis, aus dem beide Seiten nicht so schnell wieder herauskommen.

Trotzphase: Geduld und Ausdauer sind gefragt

Ohne Geduld und eine Menge Ausdauer wird die Trotzphase für Dich und Dein Kind eine ziemliche Qual. Du musst erkennen, dass diese Zeit wie kaum eine andere zur Persönlichkeitsbildung Deines Kindes beiträgt. Jeder Konflikt und jede vergossene Träne gehören dazu, aber auch jedes Lächeln und erreichte Ziel. Sobald Dein Kind anfängt zu wüten, solltest Du geduldig sein und es seinen Frust erst einmal ausleben lassen. Wenn kleine Kinder in der Trotzphase nämlich in einen ihrer Tobsuchtsanfälle verfallen, bringen alle logischen Argumente der Welt nichts und auch Kuscheleinheiten von Mami sind in dieser Zeit meist unerwünscht und werden vehement abgelehnt. Wichtig ist jedoch, dass Du im Anschluss für Dein Kind da bist und ihm kurz und knapp erklärst, dass Du seine Wut verstehst, ihm aber auch klarmachst, wieso Du nun gerade „Nein“ sagen musstest. Anschließend sind die meisten Kinder wieder wie ausgewechselt und auch wieder für Kuschelzeit und Nähe empfänglich. Solltest Du Dich mit Deinem Kind allerdings komplett überfordert fühlen, dann scheue Dich nicht, Hilfe zu suchen. Jedes Kind trotzt anders und einige erleben diese Phase besonders intensiv. Bevor Euer Verhältnis also beschädigt wird, solltest Du mit jemandem reden, der Dir gute und vor allem individuelle Tipps und Tricks zeigen kann.

Die Trotzphase ist sowohl für Eltern als auch für Kinder eine harte Zeit. Während die Kleinen lernen, dass in der Welt nicht alles so läuft, wie sie es gerne hätten, verzweifeln die Eltern oft an den spontanen Wutausbrüchen ihrer Kinder. Wichtig in dieser Zeit ist eine Menge Verständnis und Geduld, dann geht auch diese Phase irgendwann vorbei.

Kommentare (38)

  • Das Bild passt aber gut! :D

  • John spart sich das bis jetzt. Der soll es sich wagen

  • haha na da freu ich mich ja schon darauf, wenn mein kleiner Neffe damit anfängt. der ist jetzt schon ein Trotzkopf :D

  • Woah das kennen wir. Zwei Jahre ist echt übel. Ich hoffe, das wird bald besser, sonst lauf ich echt auf dem Zahnfleisch.

  • Wenn man die Trotzphase der Kleinen erst einmal hinter sich gebracht hat, wIrd man als Eltern gelassener.

  • Haha das Bild! Meiner trotzt auch gerade und zwar ordentlich mit allem drum und dran. Besonders liebe ich ja die Schreiattacken im Supermarkt. Wie aus dem Lehrbuch!

  • Gut, dass die Trotzphase nur eine Phase ist!

  • Arthur steckt gerade mitten in der Trotzphase. Konsequent bleiben und fertig, das ist das einzige Geheimnis. Nur auch nicht zu sehr einengen, das macht es nur noch schlimmer.

  • Ach ja, wer kennt sie nicht, die Trotzphase?! Gut, dass auch diese Phase vorbeigeht!

  • Ich fand die Trotzphase in den meisten Fällen sehr unterhaltsam. Ist schon irgendwie witzig, über was sie sich da teilweise so aufregen, als gäbs kein Morgen mehr. Schon schwer da das Lachen zu unterdrücken.

  • Durch die Trotzphase geht wohl jedes Kind. Gut, dass sie nicht ewig andauert ;)

  • Das Austesten der Grenzen in der Trotzphase ist mir noch gut in Erinnerung. Das kann ganz schön anstrengend sein!

  • Ich erinnere mich noch gut an die Trotzphase meiner Kinder. Das war nicht immer ohne!

  • Jaja, die Trotzphase. Leider müssen wir da alle durch...

  • Oh, wir haben die Trotzphase gerade auch schon richtig heftig. Das ist wirklich nicht schön, aber man muss einfach konsequet bleiben wie immer.

  • Die Trotzphase war bei meinen beiden Kindern besonders schlimm. Jetzt sind sie aber pflegeleicht ;)

  • Oh ja, die Trotzphase ist echt keine spaßige Zeit. Da muss ich auch gerade durch mit meiner Sophia.

  • Das Wichtigste in der Trotzphase ist wirklich, dass man dem Kind mal Zeiten einräumt, wo es wirklich bestimmen darf. Dann werden die Male, wo man dann definitiv etwas verbieten muss nicht ganz so anstrengend.

  • Die Trotzphase ist eine echte Herausfordertung, vor allem wenn sie in der Öffentlichkeit ausgetragen wird...

  • Die Trotzphase hatten wir bisher noch nicht, aber ich mache mich da auf alles gefasst. Was ich alles schon von der Trotzphase gehört habe, ist ja abenteuerlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wir so ganz von der Trotzphase verschont bleiben.

  • Mir graut es jetzt schon vor der Trotzphase! Meine Nichte ist gerade mitten in ihrer Trotzphase und hat sich um 180 Grad gewendet. Ich darf sie nicht mal mehr anfassen! Dabei war ich vor ihrer Trotzphase immer die Lieblingstante :-(

  • Die Trotzphase bei Kindern ist immer schwierig!

  • Meine Kleine ist wohl auch grad in der Trotzphase, aber zum Glück nicht so extrem. Ich habe schon Kinder erlebt bei denen die Trotzphase sehr stark war und das ist wirklich kaum zu ertragen!!!

  • Ich wusste gar nicht dass es tatsächlich sowas wie eine Trotzpgase gibt... Ich dachte immer das liegt an zickigen Kindern und schlechter Erziehung. Hiermit entschuldige ich mich dann mal bei allen Eltern, über die ich sowas gedacht habe!

  • Mein Kleiner ist auch grad drin. Wenn er was will ist er erst total lieb und wenn er's dann nicht bekommt, kann er ein richtiger Satansbraten werden.

  • Meine ist grade in der Pupertät, dagegen ist die Trotzphase echt harmlos. Aber keine Sorge Mamis, die Zeit dazwischen ist recht entspannt ;) War zumindestens bei meiner Tochter so...

  • Moritz war in der Trotzphase recht Pflegeleicht, er war nur ab und zu mal bockig, Nele konnte hingegen auch richtig aufdrehen. Sie hat sogar das Trotzphasen-Klischee als schreiendes Kind, das im Supermarkt auf dem Boden liegt erfüllt... Heute finde ich das aber irgendwie sogar ganz witzig ;)

  • Die Trotzphase ist auch eigentlich das einzige, was ich mir so richtig schlimm vorstelle am Mami sein. Aber, wenn die Trotzphase so wichtig ist, muss man da wohl durch...

  • Ich hatte richtig Mitleid mit meiner Schwester, als ihre Maus in der Trotzphase war. Die Kleine hat sogar mal kurzzeitig angefangen zu schlagen während der Trotzphase.

  • Oh Gott, die Trotzphase! Es ist so schwer, da wirklich standhaft zu bleiben und mit einem kleinen Schreihals nicht anzufangen zu streiten...

  • Die Trotzphase meines Neffen ist grad so schlimm. Ich an der Stelle meiner Schwester würde komplett durchdrehen!

  • Ja die Trotzphase ist so eine Zeit. Die Pubertät wird dann auch nochmal spannend

  • Meine beiden Kinder haben die Trotzphase auch kräftig ausgelebt, bzw. leben sie gerade noch aus. Wie das wohl erst mal wird, wenn sie in die Pubertät kommen..

  • In der Trotzphase ist es besonders wichtig, dass man sich mit dem Partner abspricht. Unser David hat auch versucht, bei wem er von uns beiden weiterkommt und Lücken sehr gut erkannt. Aber er beruhigt sich jetzt schon wieder..

  • Mein Kind macht gerade eine extreme Trotzphase durch. Auf den Boden werfen und zornen, wenn die Schuhe angezogen werden sollen, gehört zum täglichen Ritual. Ich versuche dabei ruhig dabei zu bleiben und ruhig mit meinem Kind zu reden, damit es merkt, dass das gar nichts bringt.

  • Bei uns dauert diese Phase schon etwas länger, aber nachts wenn sie schläft ist sie dann doch meine Süße :D

  • Und wenn es wirklich zu oft für alle nur negativ ausgeht, ist es meiner Erfahrung nach wirklich besser, eine Beratung anzunehmen. Es gibt das sehr unterschiedliche, besser man läßt sich von Spezialisten helfen wie z. B. bei Von Anfang an. ?-)

  • Ja, gelegentlich frage ich mich auch, ob das kleine bockige Pony wirklich mein Kind ist. Aber normalerweise gehen diese Phasen schnell wieder vorbei.


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