Kinderfragen
Christina Tobiasam 12.01.2018

„Mama, waaaaarum?“ Kinderfragen zu beantworten ist manchmal gar nicht so einfach. Aber: Die lieben Kleinen stellen ihre Fragen ja nicht grundlos. Wir verraten, warum Kinder immer so viele Fragen stellen und wie du sie besonders clever beantworten kannst.

Warum stellen Kinder so viele Fragen?

Ungefähr im Alter von drei bis vier Jahren fangen Kinder an Fragen zu stellen – und können damit auch nur schwer wieder aufhören. Schließlich gibt es jede Menge zu entdecken und zu lernen. Dieser Wissensdurst ist eigentlich etwas Tolles, aber manchmal kann er dem befragten Erwachsenen ganz schön auf die Nerven gehen. Dabei ist es eigentlich ganz natürlich, dass Kinder all die Fragen stellen. Die Erwachsenen haben hier immerhin einen entscheidenden Wissensvorsprung, der innerhalb kürzester Zeit aufgeholt werden will – und wer nicht fragt, bleibt dumm. Wenn euer Kind euch also ein Loch in den Bauch fragt, dann nur, weil es von eurem Wissen profitieren will und vor allem auch glaubt, dass ihr die Antwort parat habt. Das ist ja eigentlich sogar ein ganz niedliches Kompliment, oder? 😉Fragen, die Kinder stellen

3 typische Kinderfragen und wie du sie einfach und korrekt beantwortest

Warum ist der Himmel blau und wieso fällt er nicht herunter? Es gibt ein paar Fragen, die wahrscheinlich jedes Kind schon beschäftigt haben, aber viele Eltern überfordern, weil dahinter meist schwierige physikalische oder chemische Phänomene und Prozesse stecken. Wir haben die Antwort auf drei typische Kinderfragen:

Warum ist die Banane krumm?

Bananen wachsen seitlich aus ihrer Staude heraus und werden dadurch nur ungleichmäßig vom Licht beschienen. Um diesen Umstand auszugleichen, streckt sich die Bananenfrucht nach oben und bekommt ihre typische Krümmung.

Warum funkeln Sterne?

Sterne produzieren Energie in ihrem Inneren und senden diese in Form von Licht- und Wärmestrahlen aus. Wenn wir die Sterne am Himmel sehen, haben die Strahlen bereits viele Luftschichten durchquert, die sich auch in ständiger Bewegung befinden und eine unterschiedliche Dichte haben. Dadurch werden die Strahlen mal stärker, mal schwächer abgelenkt – und das nehmen wir als Funkeln wahr. Fun Fact: Für Astronauten leuchten die Sterne gleichmäßig, da die Strahlen im Weltraum nicht gebrochen werden.

Wie entsteht ein Regenbogen?

Auch wenn wir das Sonnenlicht meist als weiß wahrnehmen, besteht es eigentlich aus vielen Farben und zwar Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Weil wir das komplette Farbspektrum in einem Sonnenstrahl aber gebündelt sehen, ergibt das für unser Auge ein weißes Licht. Unterscheidbar werden die Farben für uns immer dann, wenn der Strahl auf einen Regentropfen trifft. Das Licht wird dann gebrochen, das heißt es wirft keinen geraden Strahl mehr auf den Boden, sondern wird sozusagen schräg abgelenkt. Dadurch, dass das Licht im Anschluss vom Regentropfen wieder reflektiert wird, können wir die einzelnen Farben erkennen.Typische Kinderfragen

Wie kann ich Kinderfragen beantworten?

Das kommt ganz darauf an: Weißt du die Antwort? Wenn ja, ist es immer gut, sie dem Kind zu sagen – natürlich kindgerecht verpackt und so einfach wie möglich. Ein „Das verstehst du noch nicht“ oder „Dafür bist du noch zu klein“ ist dagegen für viele Kids ein echter Dämpfer und kann die Neugier ganz schnell ausbremsen. Im Prinzip hat man vier Wege auf Kinderfragen zu reagieren:

  1. Man gibt die Antwort in einfachen Worten.
  2. Man gesteht ehrlich, dass man es nicht weiß.
  3. Man googelt die Antwort, holt ein Buch zu dem Thema, das man zu Hause hat bzw. versucht die Antwort gemeinsam mit dem Kind durch ein Experiment herauszufinden.
  4. Man stellt eine Gegenfrage, wie „Was denkst du?“ oder „Warum interessiert dich das?“

Tatsächlich kann man durch Gegenfragen oft viel über das Kind herauskitzeln, das man vorher noch nicht wusste – und selbst wenn nicht, hat man das Kind wenigstens in ein Gespräch verwickelt und ihm das Gefühl gegeben, dass man sich auch für seine Perspektive interessiert.

Wie beendest du eine Warum-Frage-Endlosschleife?

Warum, warum, warum? Manchmal folgt auf ein „Warum?“ das nächste und das Kind ist kaum noch zu bremsen. Wie kriegt kann man diese Spirale gestoppt? Tatsächlich ist das gar nicht so einfach. Oft ist es sogar so, dass man Kinder mit halbherzigen Antworten noch eher zu provozieren scheint. Es gibt zwei recht verlässliche Möglichkeiten, um die Fragerei zu stoppen.

  1. Man gibt eine letzte Antwort und sagt dazu, dass dies auch die letzte Antwort sein wird. (Gibt sich aber bei dieser Antwort selbstverständlich besondere Mühe.)
  2. Man antwortet sehr ausführlich. Denn wenn man besonders weit ausholt, wird dem Kind schnell langweilig und es verliert das Interesse an weiteren Fragen.Fragen, die von Kindern gestellt werden

Lustige Kinderfragen, die wirklich nur schwer zu beantworten sind

Manche Fragen, die Kinder so stellen, sind nicht nur ziemlich lehrreich. Manche sind auch einfach super lustig. Da meine Schwester als Kindergärtnerin arbeitet, bekomme ich regelmäßig witzige Beispiele geliefert. Hier meine Top 5:

  1. Warum regnet es auch an Sonntagen?
  2. Warum essen Frösche keinen Käse?
  3. Warum gibt es einen Papagei, aber keinen Mamagei?
  4. Warum heißt es eigentlich „Thank you very Matsch“ und nicht „Thank you very Dreck“?
  5. Wie macht die Giraffe?

Und noch ein paar lustige Beispiele aus dem Internet:

Wie du siehst: Mit ein paar Tricks bekommt man Kinderfragen leicht beantwortet, auch wenn man selbst die Antwort nicht ad hoc weiß. Außerdem haben die ganzen Fragen oft den den Nebeneffekt, dass man selbst einige wissenswerte Fakten dazulernt! Hat dir dein Kind schon einmal ein paar lustige Fragen gestellt? Teile die lustigsten Beispiele gerne mit uns in den Kommentaren.

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/BrianAJackson, Giphy


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In 2 einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schick in WhatsApp die Nachricht ab
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als "Erdbeerlounge", um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?