Laufrad

Das Laufrad erfreut sich vor allem bei kleinen Kindern großer Beliebtheit. Es schult den Gleichgewichtssinn und sorgt für eine Menge Fahrspaß. Doch ab welchem Alter ist Dein Kind bereit für ein Laufrad? Und was ist bei der Anschaffung des Laufrads zu beachten?

Das Laufrad gilt nicht nur als die 200 Jahre alte Urform des Fahrrads, sondern ist auch heute noch aktuell: Seit es im Jahre 1997 von Produktdesigner Rolf Mertens wiederentdeckt, überarbeitet und neu auf den Markt gebracht wurde, gehört das Laufrad zum ganz normalen Straßenbild. Besonders kleine Kinder lieben es, mit einem Laufrad herumzuflitzen und erste Erfahrungen im Straßenverkehr zu sammeln. Zudem bietet das Laufrad den perfekten Übergang zwischen Rutschfahrzeug, Dreirad und Fahrrad. Es schult den Gleichgewichtssinn und die motorischen Fähigkeiten der Kinder und bietet nicht zuletzt eine Menge Fahrspaß und ein Gefühl der Eigenständigkeit!

Das Laufrad ist eine gute Vorbereitung für das Fahrrad.

Das Laufrad sorgt nicht nur für eine Menge Fahrspaß, sondern trainiert auch Motorik und Gleichgewichtssinn.

 

Multitalent Laufrad

Das Laufrad ist viel wendiger und schneller als Rutschauto und Dreirad – gerade deshalb macht Laufrad fahren großen Spaß und verleiht Kindern ein Gefühl der Selbständigkeit. Da die Füße des Kindes trotzdem immer auf dem Boden sind, ist die Gefahr, hinzufallen, gering und die Kinder können das Laufrad schon sehr früh kontrollieren. Den Eltern bietet das Laufrad darüber hinaus die Chance, erste wichtige Verkehrsregeln zu vermitteln und dem Kind beizubringen, sich an Absprachen zu halten, die seiner eigenen Sicherheit dienen. So können Kinder mit dem Laufrad beispielsweise lernen, dass es wichtig ist, im Straßenverkehr einen Helm zu tragen, dass sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen müssen und dass sie an jeder Straße zunächst stehen bleiben und überprüfen sollen, ob die Straße frei ist. Zudem empfiehlt es sich, Absprachen mit dem Kind zu treffen, also zum Beispiel auszumachen, dass das Kind an jeder Ecke, Straße etc. auf die Eltern warten soll, bevor es weiterfährt. Neben seinen Vorteilen für die Verkehrserziehung ist das Laufrad aber auch für die Entwicklung der Kinder förderlich: Es schult den Gleichgewichtssinn und trainiert motorische Fähigkeiten sowie das Reaktionsvermögen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Kinder, die schon früh Laufrad fahren, später schneller das Fahrradfahren erlernen als andere Kinder.

Was ist das perfekte Alter für das Laufrad?

Das Schöne am Laufrad ist, dass Kinder es schon sehr früh nutzen können. Bereits mit zwei Jahren können Kinder die ersten Versuche auf dem Laufrad wagen und normalerweise können sie das Laufrad problemlos nutzen, bis sie etwa fünf Jahre alt sind. Diese Altersangaben sind jedoch lediglich als grobe Richtwerte zu verstehen. Entscheidend ist vielmehr die körperliche und motorische Entwicklung des Kindes: Es sollte sicher laufen und stehen können sowie eine ausreichende Beinlänge haben, um vom Sattel des Laufrads mühelos den Boden berühren zu können. Das Laufradfahren lernen die Kinder übrigens wie von selbst. Die meisten Kleinkinder machen sich zunächst mit dem Laufrad vertraut, indem sie es schieben. Irgendwann trauen sie sich dann auch in den Sattel und machen die ersten vorsichtigen Schritte. Je nach Entwicklungsstand des Kindes dauert es dann gar nicht mehr lange, bis auch längere Strecken im Gleichgewicht und ohne Bodenkontakt zurückgelegt werden. Kinder wissen meist sehr gut, was sie sich zutrauen können. Daher ist es ratsam, das Kind zu nichts zu drängen und auf die angeborene kindliche Neugier zu setzen.

Laufrad: Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Laufrad ist nicht gleich Laufrad – um das perfekte Laufrad für ihr Kind zu finden, sollten Eltern beim Laufradkauf daher einige Punkte berücksichtigen. Laufräder werden in verschiedenen Größen hergestellt. Das wichtigste Kriterium bei der Ermittlung der Laufrad-Größe ist die Schritt- oder Innenbeinlänge. Die Grundregel hierfür lautet, dass die Innenbeinlänge die Sattelhöhe beim Laufrad um mindestens 2 Zentimeter übersteigen sollte, damit ein bequemes Laufen mit leicht angewinkelten Beinen möglich ist. Hier ein Beispiel: Ein Kind, dass mit zwei Jahren eine Innenbeinlänge von 40 Zentimetern hat, sollte ein Laufrad bekommen, bei dem die minimale Sattelposition bei 38 Zentimetern liegt. Ist die richtige Größe ermittelt, steht noch die Entscheidung an, aus welchem Material das Laufrad gefertigt sein soll. Für den Rahmen stehen die Materialien Holz, Metall oder Kunststoff zur Auswahl. Metallrahmen haben den Vorteil, sehr langlebig zu sein, dafür sind sie aber oft schwerer als Holz- und Kunststoffrahmen und besonders für Kleinkinder schwierig zu halten. Letztendlich ist es natürlich auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, wie das Laufrad aussehen soll. Bei der Bereifung empfiehlt es sich, eine Luftbereifung zu wählen. Andere Modelle, die über eine Schaum-, Polyurethan oder Vollgummibereifung verfügen, federn nicht so gut ab und eignen sich daher nur für sehr ebene Oberflächen.

Wie viel Zubehör braucht ein Laufrad?

Inzwischen wird diverses Zubehör für das Laufrad angeboten. So gibt es beispielsweise Ständer für Laufräder, die zwar nicht unbedingt notwendig sind, aber die Lebensdauer des Laufrads deutlich erhöhen können. Eigentlich sollten Kinder ihr Laufrad eher nicht in der Dunkelheit benutzen, denn Laufräder sind sehr niedrig und können im Verkehr leicht übersehen werden. Wenn ein Laufrad aber dennoch auch im Dunkeln oder bei Dämmerlicht zum Einsatz kommen soll, empfiehlt es sich, eine Akku-Lichtanlage am Laufrad zu befestigen. Ein weiteres nützliches Zubehör – insbesondere für ältere Kinder – ist eine Handbremse für das Laufrad. Viele Kinder können auf dem Laufrad nämlich richtig schnell werden – eine Handbremse ist dann eine nützliche Bremshilfe und eine gute Vorbreitung auf die Handbremse am Fahrrad.

Das Laufrad gehört zu den beliebtesten Fahrzeugen bei Klein- und Kindergartenkindern – und das nicht ohne Grund: Mit einem Laufrad zu fahren, macht großen Spaß und schult zusätzlich den Gleichgewichtssinn und die motorischen Fähigkeiten. Sobald Kinder sicher stehen und laufen können – also meist bereits mit zwei Jahren – können die ersten Versuche auf dem Laufrad unternommen werden. Und nicht selten bleibt das Laufrad während der gesamten Kindergartenzeit ein treuer Begleiter!

Bildquelle: Noblige | Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • KrimiMimi am 03.03.2015 um 17:45 Uhr

    Marie hatte auch ein Laufrad und kann mit bald 5 jetzt schon ohne Stützräder Rad fahren. Das klappt also wirklich sehr gut.

    Antworten
  • FAMED am 16.09.2014 um 17:12 Uhr

    Tobias hat auch ein Laufrad, damit geht es jeden Morgen in den Kindergarten.

    Antworten
  • cocomelk am 10.10.2013 um 10:27 Uhr

    Ich werde meinem Kind auch dann ein Laufrad kaufen.

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