Mutter-Kind-Kur

Ein Kind großzuziehen bereitet nicht nur Freude, sondern auch viel Stress. Dabei ist es heutzutage nicht unüblich, dass Frauen neben dem Haushalt und der Erziehung auch noch arbeiten gehen, was eine weitere Belastung darstellt. Die Mutter-Kind-Kur richtet sich an Eltern, die geistig und körperlich erschöpft sind und gibt diesen Zeit und Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen. Doch wie läuft eine Mutter-Kind-Kur ab und wer übernimmt die Kosten?

Entlastung für Eltern durch Mutter-Kind-Kur

Eine Mutter zu sein, ist eine der schönsten Erfahrungen, die man machen kann, ist allerdings auch mit viel Stress und Arbeit verbunden. Wenn dann noch zusätzliche Belastungen wie Erkrankungen, finanzielle Sorgen und Stress im Job dazu kommen, führt das nicht selten dazu, dass sich Mütter erschöpft und ausgelaugt fühlen. Der Dauerstress äußert sich dabei oft durch psychosomatische Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Herzrasen. Betroffene Mütter brauchen dann in erster Linie Ruhe, Entspannung und Zeit, um ihre Batterien wieder aufzuladen und neue Kraft zu tanken. Ein Kurzurlaub oder das Wochenende reicht dabei nur selten aus, um dem Alltagsstress zu entkommen. Hier kommt die Mutter-Kind-Kur, eine Vorsorge- und Rehabilitations-Maßnahme für Mütter und Väter, ins Spiel. Diese dauert etwa drei Wochen und hat das Ziel Eltern zu entlasten. Zusätzlich dazu lernen Betroffene während der Mutter-Kind-Kur aber auch verschiedene Methoden, um besser mit dem anstrengenden Alltag fertig zu werden.

An wen richtet sich die Mutter-Kind-Kur?

Die Mutter-Kind-Kur richtet sich, auch wenn das der Name annehmen lässt, nicht nur an Mütter, sondern auch an Väter, die durch ihren Alltag geistig und körperlich schwer belastet werden. Dabei spielen heutzutage besonders auch die Strapazen des Spagats zwischen Arbeit und Haushalt bei arbeitstätigen Müttern mit Kind eine große Rolle. Am häufigsten wird das Hilfsangebot der Mutter-Kind-Kur dabei von Müttern mit einem durchschnittlichen Alter von etwa 37 Jahren und zwei Kindern wahrgenommen. Die Kinder dürfen übrigens ebenfalls mit zur Kur, wenn es zuhause keine ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten gibt.

Wie kannst Du eine Mutter-Kind-Kur beantragen und wer übernimmt die Kosten?

Um eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen, kannst Du einen Antragsvordruck bei Deiner Krankenkasse anfordern. Zusätzlich brauchst Du ein ärztliches Attest, in dem die Teilnahme an einer Mutter-Kind-Kur empfohlen wird. Du musst beides dann nur noch an die Krankenkasse zurückschicken und warten, ob der Antrag von dieser bewilligt wird. Leider werden nicht wenige Anträge zur Mutter-Kind-Kur wegen verschiedener Begründungen abgelehnt. Um die Chancen einer Bewilligung zu steigern, solltest Du deswegen darauf achten, dass Du möglichst genau erklärst, was Dich belastet und welche Beschwerden Du hast. Selbst wenn der Antrag abgelehnt wurde, empfehlen Experten, nicht gleich aufzugeben, sondern Widerspruch einzulegen, mit dem nicht selten doch noch eine Bewilligung erreicht wird. In jedem Fall ist es wichtig, geduldig zu sein: Die Genehmigung kann nämlich Wochen und beim Widerspruchsverfahren sogar Monate auf sich warten lassen. Für die Zeit der Kur musst Du Dir übrigens keinen Urlaub nehmen, es ist aber ratsam den Termin des Eintritts vorher mit Deinem Arbeitgeber abzuklären. Die Kosten der Mutter-Kind-Kur werden, wenn sie von der Krankenkasse bewilligt werden, komplett von dieser übernommen, wobei dabei auch die Reisekosten mit inbegriffen sind. Die Mütter müssen dann nur noch einen Pauschalpreis von zehn Euro pro Tag für Essen und Unterkunft zahlen. Die Mitnahme und Verpflegung des Kindes ist dabei grundsätzlich ebenfalls kostenlos für Betroffene.

Frau trägt Tochter auf dem Rücken

Kinder können ihre Eltern zur Mutter-Kind-Kur begleiten.


Wie läuft die Mutter-Kind-Kur ab?

Die Mutter-Kind-Kur ist nicht nur als heilende, sondern auch als vorbeugende Maßnahme zu betrachten. Mütter werden hier nicht nur medizinisch betreut, sondern sollen auch lernen, besser mit den verschiedenen Belastungen ihres Alltags umzugehen. Um das zu erreichen, wird zunächst ein Maßnahmenplan erstellt, der sich nach den persönlichen Bedürfnissen der Frau richtet. Dieser besteht aus einer Mischung aus Bewegungs- und Entspannungsübungen, psychotherapeutischen Gesprächen, der Betreuung der Kinder und einer persönlichen Beratung in den Bereichen Ernährung, Erziehung und Gesundheit. Studien haben ergeben, dass die Teilnahme an einer Mutter-Kind-Kur sich nicht nur kurzfristig auf die Gesundheit von Betroffenen auswirkt, sondern auch auf lange Sicht das Wohlbefinden von Mutter und Kind verbessert.

Beratung zur Mutter-Kind-Kur

Wenn Du Dich noch weiter über die Mutter-Kind-Kur informieren möchtest, kannst Du Dich zum Beispiel an das Müttergenesungswerk wenden. Die Stiftung, die sich das Ziel gesetzt hat, die Gesundheit von Müttern zu stärken, bietet Betroffenen nicht nur Beratung, sondern stellt auch Vermittlungsstellen zur Verfügung. Du kannst Dir hier außerdem auch beim Ausfüllen Deines Antrags für die Krankenkasse helfen lassen.

Eine Mutter-Kind-Kur kann Müttern sowie Vätern dabei helfen, besser mit Belastungen und Alltagsstress umzugehen. Sie dient dabei gleichzeitig als Vorsorge- und Rehabilitations-Maßnahme, die Betroffenen eine Auszeit zum Kraft tanken gibt. Die Kosten der Kur werden dabei leider nicht immer von der Krankenkasse übernommen, weshalb ein aussagekräftiger Antrag umso wichtiger ist. Wenn Du noch Fragen zur Mutter-Kind-Kur hast, kannst Du Dich zum Beispiel ans Müttergenesungswerk richten.

Bildquelle: Thinkstock / iStock / freemixer


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Was denkst du?

  • Tausendste am 02.03.2015 um 17:50 Uhr

    Wir haben mal eine Mutter Kind Kur an der Ostsee gemacht. War ganz entspannend, volles Programm war da absolut nicht.

    Antworten
  • Vio_Lina am 24.10.2014 um 17:15 Uhr

    Ich fand die Mutter kind kur mit meiner Mutter blöd. Wir hatten da son Programm, was wir abarbeiten mussten. Ätzend...

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