Sonnenallergie bei Kindern
Anna Groß am 28.06.2017

Wie äußert sich eine Sonnenallergie bei Kindern? Welche Tipps gegen den roten Ausschlag bei Babys und Kleinkindern helfen bzw. wie man ihm vorbeugen kann, erfährst du hier.

Ausschlag durch Sonnenallergie bei Kind

Ausschlag durch Sonnenallergie.

Der Begriff Sonnenallergie klingt zunächst einmal widersprüchlich. Schließlich ist Sonnenlicht in Maßen etwas Positives und wichtig für die Entwicklung deines Kindes. Tatsächlich handelt es sich bei den als Sonnenallergie bezeichneten Rötungen, Pickelchen und Co. aber nur selten um eine tatsächliche Allergie. Der Ausschlag hat viele verschiedene Ursachen, die sich jedoch alle gut behandeln lassen.

Wie äußert sich eine Sonnenallergie bei Kindern?

Im Sommer lieben es Kinder, so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen. Gerade beim Strandurlaub, wenn die Haut über einen längeren Zeitraum dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist, kommt es jedoch nicht selten zu einer unliebsamen Begleiterscheinung: der Sonnenallergie. Diese äußert sich durch Hautrötungen, Juckreiz, manchmal auch durch kleine Pickel, Knötchen oder Bläschen und tritt meist dann auf, wenn die Haut nach langer Zeit zum ersten Mal wieder direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt wird. Das Krankheitsbild, was im Volksmund meist als Licht- oder Sonnenallergie bezeichnet wird, gibt es in der Medizin so nicht. Stattdessen fassen die Bezeichnungen mehrere Hautirritationen zusammen, die jedoch eins gemeinsam haben: Sie hängen mit der Einwirkung des Sonnenlichts, genauer gesagt mit der darin enthaltenen UV-Strahlung, zusammen.

Polymorphe Lichtdermatose – die häufigste Form

In Europa verbirgt sich hinter dem als Sonnenallergie bezeichneten Hautausschlag meist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose, die auch als Sonnenekzem bezeichnet wird und von der etwa jeder zehnte Europäer mindestens einmal im Leben betroffen ist – vor allem tritt sie jedoch bei Kindern und Jugendlichen auf. Am häufigsten ist die Haut an den Unterarmen betroffen, da diese dem Sonnenlicht meist besonders stark ausgesetzt wird.

Die Ursachen der polymorphen Lichtdermatose konnten bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Viele Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass eigentlich harmlose Stoffe im menschlichen Körper auf das Sonnenlicht reagieren, sich daraufhin umwandeln und das Immunsystem des Körpers aktivieren, das Abwehrzellen zur Bekämpfung der ungewohnten Substanz aussendet. Ähnlich wie bei einer tatsächlichen Allergie stellen sich daraufhin die für eine Sonnenallergie typischen Symptome ein. Beweise für diese Annahmen liegen allerdings noch nicht vor.

Eines steht jedenfalls fest: Um eine Allergie – im ursprünglichen Sinne – handelt es sich bei der sogenannten Sonnenallergie nicht. Denn obwohl die Hautirritationen durchaus mehrmals in Folge bei der gleichen Person auftreten können, zeigen sie sich keinesfalls bei jedem Kontakt mit Sonnenlicht und können durchaus auch nur einmalig erscheinen.

Was hilft gegen Sonnenallergie bei Kindern

Was hilft gegen Sonnenallergie bei Kindern wirklich und welche Maßnahmen wirken vorbeugend?

Was hilft gegen Sonnenallergie bei Kindern?

Sollte dein Kind nach einem längeren Aufenthalt in der Sommersonne juckende Rötungen oder Bläschen bekommen haben, die anders als beim Sonnenbrand oft nur kleine abgegrenzte Regionen der Haut betreffen, kannst du davon ausgehen, dass es unter einer Sonnenallergie leidet. Kein Grund zur Beunruhigung, die Sonnenallergie ist eher lästig als gefährlich – dennoch solltest du einige Tipps befolgen, mit denen du einer Sonnenallergie bei Kindern auch gleichermaßen vorbeugen kannst:

Mit Sonnencreme Sonnenallergie bei Kindern vorbeugen

Sorge für ausreichend Sonnenschutz um einer Sonnenallergie bei Kindern vorzubeugen.

#1 Sonnencreme satt

Eine gute Sonnencreme ist vor allem im Hinblick auf Sonnenbrand und das damit verbundene Hautkrebsrisiko wichtig, schützt aber auch vor einer Sonnenallergie. Gerade bei Kindern sollte der Lichtschutzfaktor allerdings mindestens 30 betragen und die Creme in regelmäßigen Abständen sorgfältig aufgetragen werden – besonders auf Körperstellen wie Hände, Gesicht und Nacken, die nicht durch Kleidung bedeckt werden können.

#2 Leichter Lagen-Look

Wenn dein Kind grundsätzlich sehr empfindlich auf Sonnenlicht reagiert, ist es sinnvoll, ihm an den ersten Sonnentagen lange Kleidung anzuziehen und die Haut erst nach und nach stundenweise der Sonne auszusetzen. Am besten wählst du dabei helle und luftige Kleidungsstücke, damit es deinem Kind nicht zu warm wird. Ist es einmal nicht möglich, dass sich dein bereits allergisch reagierendes Kind ausschließlich im Schatten aufhält, ist luftige, aber ebenso lange Bekleidung besonders angeraten, um die Symptome nicht zu verschlimmern.

Sonnenallergie bei Kindern vorbeugen

Gewöhne dein Kind allmählich an die Sonne.

#3 Gewöhnung ans Sonnenlicht

Da eine Sonnenallergie meist auftritt, wenn die Haut nach einer langen Zeit zum ersten Mal wieder direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt wird, ist eine langsame Gewöhnung ans Sonnenlicht zu empfehlen. Gerade zu Beginn des Sommers oder eines Urlaubs in wärmeren Regionen sollte dein Kind sich nicht gleich über mehrere Stunden in der Sonne aufhalten.

#4 Mehr Schatten als Sonne

Achte darauf, dass ihr regelmäßig Zeit im Schatten verbringt, beispielsweise eure Mahlzeiten an einem schattigen Plätzchen einnehmt. Ist dein Kind bereits von einer Sonnenallergie gezeichnet, sollte es so wenig wie möglich der Sonne ausgesetzt sein. So oder so solltet ihr gerade die aggressive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden.

#5 Kühlung

Um die eigentlichen Symptome zu lindern, hilft es oft, die betroffenen Hautstellen sanft zu kühlen. Gegen eine Sonnenallergie bei Kindern können schon frische, in kaltes Wasser getränkte Handtücher helfen.

#6 Kalzium

Manche Ärzte empfehlen die Einnahme von Kalzium-Tabletten, um die Körperabwehr zu unterstützen und gegen eine Sonnenallergie bei Kindern vorzubeugen. Deren Wirkung ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen.

Hinweis: Sollte sich die Sonnenallergie bei deinem Kind durch einen sehr starken Hautausschlag und heftigen Juckreiz zeigen, suche auf jeden Fall einen Arzt auf, der andere Ursachen ausschließen und eine kortisonhaltige Creme verschreiben kann!

Video: Alles über Sonnenallergie

Grundsätzlich ist eine Sonnenallergie bei Kindern kein Grund zur Beunruhigung, jedoch sollte dein Baby oder Kleinkind beim Auftreten des Ausschlags für einige Tage die Sonne meiden. Sorgfältiger Sonnenschutz durch Cremes und Kleidung kann der Allergie erfolgreich vorbeugen. Nicht nur dein Kind, sondern auch du selbst reagierst allergisch auf die Sonne? Wir kennen schnell anzuwendende Hausmittel gegen eine Sonnenallergie.

Bildquellen: iStock/LucaLorenzelli, iStock/tinglee1631, iStock/Delfinkina, iStock/gdinMika, iStock/CentralITAlliance

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