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Kindergartenwahl

Frage:

Was ist das Besondere an einem Waldorfkindergarten?

Anwort:

Der Waldorfkindergarten entstand aus der Idee des Waldorf-Gründers Rudolf Steiner. Nach der Gründung der ersten Waldorfschule im Jahre 1919 rief Steiner dazu auf, auch für jüngere Kinder eine Art „Kleinkinderschule“ nach Waldorfkonzept zu gründen. Dies geschah zum ersten Mal im Jahre 1926, verstärkt aber ab den 1960er Jahren, denn die Anhänger des Walddorfkonzepts sahen die wachsende Tendenz zur frühen Verschulung von Kinder kritisch und wollten Gegengewichte schaffen.

Im Waldorfkindergarten werden die einzelnen pädagogischen Ansätze sehr stark von den Erziehern geprägt, aber im Allgemeinen spielt die Nachahmung eine sehr große Rolle. Die Waldorfphilosophie basiert auf der Annahme, dass Kinder vor allem durch die bewusste und unbewusste Nachahmung des Verhaltens der Erwachsenen lernen und sich entwickeln. Hierbei werden sie nicht nur durch das Verhalten insgesamt, sondern auch durch die Atmosphäre und die innere Haltung beeinflusst. Konkret bedeuted dies, dass die Erzieherinnen im Waldorfkindergarten nicht nur stille Beobachter sind, sondern aktiv an vielen Aktivitäten teilnehmen. Generell wird viel Wert auf haptische Reize gelegt. Die Erzieherinnen basteln oder töpfern beispielsweise gemeinsam mit den Kindern.


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